Erweiterter Service für Erfinder - AGIT-Patentverwertungsplattform online
Aachen. Beim 3. Aachener Innovationstag, der von der regionalen Wirtschaftsförderungsagentur AGIT am 30. November veranstaltet wurde, verkündeten die AGIT und die Patentverwertungsgesellschaft PATEV GmbH aus Karlsruhe eine Kooperation, die schnelle und unkomplizierte Bearbeitung von Anfragen zum Thema Verwertung von Patenten über das Internet beinhaltet. Die AGIT erweitert damit ihr Dienstleistungspaket für Erfinder um einen weiteren Baustein auf dem Weg zu einer erfolgreichen Verwertung von Erfindungen und innovativen Entwicklungen. Die Internet-Plattform ist über die Adresse www.agit.patentverwertungsplattform.de zu erreichen. „Wir bieten nun die gesamte Beratungspalette von der Ideenphase bis hin zum erfolgreich am Markt eingeführten Produkt an“, so Havva Coskun, Leiterin des Bereiches Beratung technologieorientierter Unternehmen bei der AGIT, die Erfinder bei ihren Verwertungsbemühungen unterstützt.
Rund 100 Erfinder, Unternehmer und Vertreter aus der Wissenschaft besuchten den diesjährigen Innovationstag, der wieder zahlreiche interessante Vorträge und Podien im Angebot hatte. Staatssekretär Dr. Michael Stückradt, Ministerium für Innovationen, Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW, eröffnete die ganztätige Veranstaltung und stellte die Impulse der Landesregierung zum Thema Innovationen vor.
Sehr viel Aufmerksamkeit erhielt nicht nur der Erfahrungsbericht eines Unternehmers über seinen Weg, seine Innovation erfolgreich zu positionieren, sondern auch die Podiumsdiskussion zwischen Finanzierungspartnern und dem Publikum. Dabei legten die anwesenden Investoren von bekannten Beteiligungsgesellschaften wie NRW.Bank, High Tech Gründerfonds, T-Venture und S-UBG den Innovatoren ihre Erfahrungen offen. Als Kernbotschaft wurde dabei betont, dass es nicht ausreicht, technisch-physikalisch eine geniale Erfindung zu entwickeln, sondern es vielmehr darauf ankommt, eine Erfindung mit dem richtigen Business Modell, einem Managementteam und der entsprechenden Finanzierung erfolgreich umzusetzen.
Neben den Vorträgen stellten Erfinderclubs und Unternehmer ihre Innovationen im Technologiezentrum aus. Im flankierenden Vortrag des INSTI-Erfinderclubs Innovationsgesellschaft Eifel e. V. zu der Ausstellung „Spinner oder Genies?“ wurde deutlich, welchen Beitrag die Erfinderclubs mittlerweile für die Innovationsfähigkeit unseres Landes leisten. Die Erfinderclubs sind schon längst über die „Tüftlerphase“ hinaus und haben im Laufe der Jahre viele Erfahrungen gesammelt, die ihnen nun beim Aufstellen ihres Vermarktungs- und Finanzierungskonzeptes behilflich sind.
In einer weiteren Podiumsdiskussion zeigten Vertreter der Aachener Hochschulen Unterstützungsmöglichkeiten der wissenschaftlichen Einrichtungen bei dem Thema Technologietransfer auf. Die Botschaft der Teilnehmer besagte, dass Gründer sowie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sich nicht scheuen sollten, mit ihren guten Erfindungen oder Produktideen die Hochschulen und Forschungseinrichtungen anzusprechen.
„Der Erfolg der diesjährigen Aachener Innovationstags motiviert uns, an dem Konzept der Veranstaltung weiter zu arbeiten und unsere Dienstleistungen zu vertiefen“, so Havva Coskun. Außerdem weist sie auf die regelmäßig durchgeführten Patentsprechtage hin, an denen kostenlos individuelle Beratungsgespräche mit Verwertungsgesellschaften, Patentanwälten und der AGIT angeboten werden. Eine kostenlose Patentrecherche durch das Patentinformationszentrum (PIZ) der RWTH Aachen ist direkt vor Ort möglich. Diese Patentsprechtage führt die AGIT nun seit anderthalb Jahren alle acht Wochen durch. Die Resonanz ist bisher großartig. Es gibt mittlerweile schon zwei Verwertungserfolge, die, wenn die juristischen Kriterien erfüllt sind und eine patentschädliche Gefahr nicht mehr gegeben ist, veröffentlicht werden können.
Unabhängig von den Patentsprechtagen können Erfinder, die zum ersten Mal eine Erfindung zum Patent anmelden möchten, und KMUs, die seit fünf Jahren wieder ein Patent anzumelden gedenken, zusätzlich die INSTI*-Förderung erhalten. Diese ist ein Zuschuss für die Kosten des Patentanmeldungsprozesses sowie für die ersten Verwertungsschritte. Die Anträge dazu können bei der AGIT gestellt werden.
* INSTI steht für „Innovationsstimulierung der deutschen Wirtschaft“ und ist ein seit 1995 laufendes Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die AGIT ist Gründungspartner der Initiative und wickelt Patentanmeldungen über die INSTI-Förderung ab.
Nähere Informationen:
Havva Coskun
Tel. 0241/963-1027
h.coskun@agit.de