Die Zeit: das Aachener Kuschelmodell zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
"Die Zeit" berichtet in ihrer heutigen Ausgabe vom „Aachener Kuschelmodell“, das auf „geradezu unnachahmliche, fast unheimliche Weise“ in Aachen „Wissenschafts-, Wirtschafts- und Bildungsstrukturen verschränkt und vernetzt.“ Als Beispiel beschreibt der Artikel „Päpste in Aachen“ die Beziehungen zwischen der Forschungsgesellschaft für Energietechnik GmbH (FEV) und dem Institut für Thermodynamik der RWTH Aachen. Stefan Pischinger ist gleichzeitig Leiter des Instituts, Inhaber des Lehrstuhls für Verbrennungskraftmaschinen und Geschäftsführer der FEV – alle drei Funktionen hatte auch schon sein Vater und FEV-Gründer Franz Pischinger inne.
Auch das Werkzeugmaschinenlaboratorium (WZL) stellt Autor Burkhard Strassmann vor. Das pflegt nicht nur enge Kontakte zur Industrie und hat Absolventen in allen wichtigen Maschinenbauunternehmen sitzen. Es finanziert sich auch zu siebzig Prozent über Drittmittel der Industrie.
Fazit des Artikels: die enge Verbindung von Wirtschaft und Wissenschaft hat die RWTH Aachen zur führenden Ingenieursuniversität gemacht, die heute in der weltweiten Champions League spielt – auch wenn es mit der Elite-Uni noch nicht ganz geklappt hat.
Der Mix aus anwendungsorientierter Forschung und direkter Belieferung des Marktes mit Produkten und Dienstleistungen ist kennzeichnend für das Aachener Modell.