IHK Aachen: Gewerbesteuer - Plus verbietet Steuererhöhung
Die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Aachen haben mit 154 Millionen Euro ein Rekordniveau erreicht. Die Industrie- und Handelskammer Aachen (IHK) fordert die Politik auf, von der im Rahmen der Haushaltskonsolidierung vorgesehenen Steuererhöhung für das Jahr 2008 abzusehen. Schon jetzt würden die Betriebe 19 Millionen Euro mehr an die Stadtkasse überweisen als die Kämmerei ursprünglich für das Jahr 2008 vorgesehen habe. Damit stehe fest, dass das ehrgeizige Konsolidierungsziel ohne die Erhöhung des Gewerbesteuerhebesatzes darstellbar sei. "Die Gewerbesteuer erweist sich als Rettungsanker, der das städtische Budget in erheblichem Maße stabilisiert und aus der Defizitmisere herausführt", stellt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Drewes fest.
Obendrein halte die positive Ertragslage der meisten Betriebe auch in den nächsten Jahren an. Die Kammer hat dazu die größten Gewerbesteuerzahler in Aachen befragt. Nach Angaben der Betriebe ist auch im Jahre 2007 mit mindestens gleichbleibenden Gewerbesteuerzahlungen zu rechnen. 40 Prozent erwarten sogar eine Steigerung. Dieses positive Ergebnis reflektiere die gute Geschäftslage der Betriebe. "Damit steht fest, dass die Betriebe bereits jetzt ihren Konsolidierungsbeitrag geleistet haben. Die Basis für zusätzliche Steuererhöhungen ist entfallen", so Drewes. Die Kammer appelliert an Politik und Verwaltung, schon jetzt für klare Verhältnisse zu sorgen.