« Neuer Service: Euregionaler Informations-Service EIS - Struktur- und | Hauptseite | Die IHK lädt ein zum Vortrag "FMEA als Werkzeug des Risikomanagements" »

AGIT zieht Bilanz aus 2006

Aachen. Nach wie vor ist die Anzahl der technologieorientierten Gründungen in der Region Aachen überdurchschnittlich hoch. 2006 konnte die AGIT alleine 23 technologieorientierten Unternehmern in die Selbstständigkeit verhelfen, was einem Viertel der im vergangenen Jahr insgesamt beratenen Unternehmen entspricht. Diese Gründer wollen im ersten Jahr 49 Arbeitsplätze in der Region schaffen. Das Investitionsvolumen liegt bei über 1,5 Millionen Euro. Die wichtigsten Branchen sind Technologische Dienstleistungen/ innovatives Handwerk, Informations- und Kommunikationstechnologien und Produktionstechnik.
32 Firmen erhielten intensive Unterstützung bei der Finanzierungssuche. Seit Dezember 2006 ist die AGIT als Coach für den High-Tech-Gründerfonds akkreditiert. Dadurch steht Firmen ein weiterer Vermittlungsservice zur Verfügung, um ihre Finanzierungsoptionen zu verbessern.

Im vergangenen Jahr hat die AGIT knapp 60 Unternehmen zu Schutzrechten und Patenten beraten. Dies entspricht einer Steigerung zum Vorjahr um fast 70 Prozent. Die AGIT reagiert auf diese erhöhte Nachfrage, indem sie u.a. mehr Patentsprechtage veranstaltet, eine Patentverwertungsplattform im Internet online stellt und zusätzlich eine INSTI-Erfinderfachauskunft anbietet.

 Im Projekt Next AC, in dem potenzielle Existenzgründer aus dem Dienstleistungsbereich qualifiziert werden, sind bisher 43 Gründungen zu verzeichnen, was einer Gründungsquote von fast 50 Prozent entspricht. Erfreulicherweise stieg im Jahr 2006 die Anzahl der durch die AGIT betreuten Ansiedlungen an. Von knapp 40 Interessenten haben sich fünf Unternehmen für einen Standort in der Region entschieden. „In den ersten beiden Monaten dieses Jahres (2007) sind bei uns bereits elf Standortanfragen eingegangen – so viele wie noch nie in diesem Zeitraum“, sagte AGIT-Geschäftsführer Bernd  Thomas. „Auch das ist ein Anzeichen für die gute Konjunkturlage. Unternehmen suchen über ihre bisherige Bestandssicherung hinaus wieder Standorte für eine Verlagerung bzw. Erweiterung.“ Durch die Ansiedlungen im vergangenen Jahr werden circa 70 Arbeitsplätze entstehen.

2006 wurde damit begonnen, für die Region Aachen neben den bekannten Technologiefeldern (Automobil- und Schienentechnik, Life Sciences, Informations- und Kommunikationstechnologien, Moderne Werkstoffe, Innovative Produktionstechnik) bedeutsame neue Technologiefelder zu erschließen. Diese sind Regenerative Energien/Nachwachsende Rohstoffe und die Gesundheitswirtschaft.

Im Bereich Automobiltechnik konnten weitere Fortschritte erzielt werden. Das „automotive innovation center aachen (aic)“ akquirierte mehrere Industrie- Projekte und erhielt einen Förderzuschlag vom Internationalen Büro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF zur Durchführung von Forschungsmaßnahmen.

Die durchschnittliche Auslastung der beiden Aachener Technologiezentren Technologiezentrum am Europaplatz Aachen (TZA) und Medizintechnisches Zentrum (MTZ) konnte wieder gesteigert werden. Für das TZA lag der Prozentsatz bei 96 (Vorjahr: 91 Prozent), für das MTZ bei 82 (Vorjahr 76 Prozent). Im Dezember waren im TZA 88 Unternehmen und im MTZ 23 Firmen ansässig.

Im Januar 2006 wurde ein neuer Arbeitsbereich „(Eu)regionale Standortbeobachtung und –entwicklung“ etabliert, der der regionalen Wirtschaftsförderung durch (inter)nationale bzw. (eu)regionale Struktur- und Innovationsbeobachtung Orientierungshilfen im europäischen Kontext geben, potenzielle Investoren mit aktuellen Struktur- und Marktdaten versorgen und regionale Entscheidungsträger frühzeitig auf strukturbedeutsame Entwicklungen und Trends aufmerksam machen soll.

Seit Januar 2007 ist die Regionalagentur Aachen der AGIT angegliedert. Ab April wird eine neue Abteilung der AGIT umfangreiche Projekte im Zusammenhang mit der neuen EU-Förderkulisse koordinieren, Förderanträge im Rahmen der NRW-EU Strukturfondsförderung 2007-2013 vorbereiten und entsprechende Anträge mit Partnern der Region entwickeln und in Richtung NRW-Ministerium auf den Weg bringt.

 Ein erfolgreicher Gründer stellt sich vor

Dr. Bernd Schönebeck, Hightech-Gründer und Geschäftsführer der Cognesys OHG mit Sitz im Carolus Magnus Centrum CMC, Übach-Palenberg, hat im vergangenen Jahr das operative Geschäft seines Unternehmens, welches sich mit der Entwicklung von Spracherkenner-Software beschäftigt, starten können. „Wir haben das Rund-um-Förderpaket der AGIT in Anspruch genommen und sind sehr zufrieden mit der ausführlichen sehr guten Unterstützung, insbesondere bei der Finanzierungssuche.“ 2002 wurde er erstmals von der AGIT beraten. Damals konnte er für die Patentierung seiner Erfindung eine Finanzierung über das Bundesprojekt INSTI erhalten. Zu dieser Zeit war es Gründern aus dem IT-Bereich jedoch so gut wie nicht möglich, eine Finanzierung zu bekommen. Heute hat er über das euregionale Projekt euBAn der AGIT einen Business Angel gefunden, der das benötigte Eigenkapital investieren möchte, damit der Gründer eine Finanzierung des Hightech-Gründerfonds erhalten kann. Auch vermittelt durch die AGIT. „Ich bin zuversichtlich, dass wir die bereits bestehenden Anfragen für unser Spracherkennungssystem bald bedienen können“, sagt Dr. Schönebeck. „Einen Großkunden haben wir auch schon in der Pipeline.“, so Schönebeck weiter. Im Gegensatz zu bisherigen Spracherkennungssystemen, welche gesprochene Worte bzw. Schriftzeichen nicht in ihrer Bedeutung erfassen, sondern nur nach Zeichenketten durchsuchen, ist seine Erfindung ein System, welches einen kompletten Satz, auch ohne Grammatik, wirklich verstehen kann. Das System arbeitet nämlich mit Begriffen, denen eine Bedeutung zugeordnet ist, und versteht so komplette Satzzusammenhänge. Bei den bisher bestehenden Spracherkennungssystemen ist eine konkrete maschinenorientierte Eingabe von Worten notwendig, während das neue System eine lockere Kommunikation wie von Mensch zu Mensch ermöglicht. Beispiel: Herr x möchte in seinem Auto-CD-Player ein bestimmtes Musikstück hören. Bisher muss er sagen „Bitte lege CD 1, Titel 5 auf“. Dem Versteher- System würde es reichen, wenn er sagt „Spiele „Die vier Jahreszeiten“ von Vivaldi“.

Kontakt:

AGIT mbH

Gaby Mahr-Urfels

Tel. +49 (0)241/963-1035

g.mahr-urfels@agit.de

Alle Information zum AGIT - Rückblick zum download (pdf-File 2 mb)

Kommentar schreiben

(Wenn Du auf dieser Site noch nie kommentiert hast, wird Dein Kommentar eventuell erst zeitverzögert freigeschaltet werden. Danke für Deine Geduld.)