„zWEIFELlos innovativ - Wissenstransfer Eifel“
Region Aachen/Eifel. Die Eifel - Erholungsraum, Freizeitgebiet, Kulturlandschaft und bald auch Technologieregion? Experten sind sich sicher: Die Eifel wird wohl auch künftig nicht der Hochtechnologiestandort Deutschlands sein, aber die Chancen für einen erfolgreichen Technologietransfer stehen nicht schlecht. Nicht umsonst steht der Technologietransfer als eines von fünf zentralen Kompetenz- und Handlungsfeldern im Mittelpunkt der Zukunftsinitiative Eifel - jenem ambitionierten Leitbild der nordrhein-westfälischen und rheinland-pfälzischen Eifelkreise und der Wirtschaftskammern, dass vor rund zwei Jahren aus der Taufe gehoben wurde. Seither hat sich einiges getan - gerade auch in Sachen Technologietransfer: Unter Federführung des Kreises Aachen wurde das Netzwerk „Technologie und Innovation“ zur Förderung des Wissenstransfers insbesondere aus den Aachener Hochschulen in die Eifeler Unternehmen auf den Weg gebracht.
Auf dem Bild von links nach rechts: Silke Marczincik, Zentrumsleiterin HIMO, Marion Großschopf, Projektleiterin AGIT, Ruth Roelen, Kreis Aachen.
„Diese guten Ansätze gilt es zu unterstützen.“ So jedenfalls sieht man es im Düsseldorfer Wirtschaftsministerium - und stellt der Region jetzt Fördermittel für innovative Technologietransfer-Aktivitäten zur Verfügung: EifelTEC nennt sich das auf zunächst ein Jahr angelegte Projekt, dass die AGIT als regionale Wirtschaftsförderungsagentur gemeinsam mit den drei nordrhein-westfälischen Eifelkreisen und weiteren Partnern umsetzen wird. EifelTEC verfolgt dabei gleich eine ganze Reihe von Ansätzen: Eifeler Unternehmen sollen einen besseren Zugang zu den Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in Aachen und Jülich erhalten - und zwar direkt zu den Professoren und den wissenschaftlichen Mitarbeitern: „Es geht darum, die Leute zusammen zu führen,“ erläutert Marion Großschopf, Projektleiterin bei der AGIT. „Der Maschinenbauer aus Monschau oder Hellenthal soll dieMöglichkeit bekommen, mit dem Professor der RWTH oder der FH, sein spezifisches Praxisproblem zu diskutieren um dann vielleicht auch einen Lösungsweg aufgezeigt zu bekommen.“ Gleichzeitig lernen die Hochschullehrer die Eifeler Unternehmen kennen. „Denn innovative Unternehmen gibt es eben nicht nur im direkten Dunstkreis der RWTH“, weiß Ruth Roelen, Regionalplanerin des Kreises Aachen und im Rahmen der Zukunftsinitiative Eifel die Hauptverantwortliche für das Thema Technologie- und Innovationstransfer. „Wenn man genauer hinsieht, dann wird das Potenzial sehr deutlich - und ich meine damit nicht nur Unternehmen wie Otto Junker, Dürr oder CFM Schiller.“ Nur - im Tagesgeschäft fehlt einfach oft die Zeit, sich die richtigen Partner für die Problemlösung zu suchen. Dies gelte für die Hochschulseite ebenso wie für die Unternehmerseite. „Im Rahmen des Projekts „EifelTEC“ haben wir jetzt die Möglichkeit dazu, die Akteure ganz gezielt zusammen zu bringen,“ freut sich Frau Roelen. Ein Ansatz dabei lautet „Prof`s on Tour.“ Hochschullehrer sollen durch Unternehmensbesuche in der Eifel die Möglichkeit erhalten, sich vor Ort in den Betrieben zu informieren und mit den Eignern und Geschäftsführern Kontakte für weitere mögliche Kooperationen knüpfen zu können. Und auch eine weitere Zielgruppe hat EifelTEC im Visier: Die Studenten und Absolventen der RWTH und der FH Aachen. „An den Aachener Hochschulen werden die jungen Leute ausgebildet - und wandern dann ab nach München, Stuttgart oder sonst wo hin,“ erklärt Marion Großschopf. Die zwar kleinen, aber hochinnovativen Unternehmen in der Eifel suchten hingegen oftmals händeringend nach qualifiziertem Personal. Der Startschuss für das Projekt EifelTEC fällt am 21. September 2007 im Rahmen des alljährlich im HIMO - Innovationszentrum Monschau stattfindenden „Forum Eifel“. Dabei zeigen Unternehmen und Studenten aus der Eifel sowie Vertreter der Fachhochschule Aachen wie unkompliziert und effektiv Wissenstransfer funktionieren kann. Die Technologietransferstellen der Aachener Hochschulen und dem Forschungszentrum Jülich und die Technologievertreter der gewerblichen Kammern stehen Unternehmern ebenfalls zu persönlichen Gesprächen zur Verfügung. „Wer als Unternehmer interessiert ist an einer Kontaktaufnahme zu den Hochschulen, sollte sich zwEIFELlos diesen Abend nicht entgehen lassen“, so Silke Marczincik, Zentrumsleiterin HIMO.