Aachen. Nehmen die Unternehmen im Grenzgebiet Niederlande, Belgien und Nordrhein-Westfalen ihre grenzüberschreitenden Möglichkeiten schon ausreichend wahr? Wer orientiert sich beim Angebot seiner Waren und Dienstleistungen bereits auf Zielgruppen im Nachbarland? Welche Firmen setzen bei der Personalgewinnung gezielt auf Arbeitskräfte aus dem Nachbarland? Wie sehen die Probleme, aber auch die Lösungen aus, wenn Unternehmer euregional tätig werden?
Antworten auf diese wichtigen Fragen will eine aktuelle Untersuchung der Wirt-schaftsförderungsagentur der Region Aachen, AGIT, bringen: 12.000 zufällig ausgewählte Industrie- und Dienstleistungsunternehmen in den Regionen Aachen und Mittlerer Niederrhein, der niederländischen Provinz Limburg, den belgischen Provinzen Limburg und Lüttich sowie in der Deutschsprachigen Gemeinschaft werden in den nächsten Tagen Post erhalten. Zentraler Inhalt ist ein kurzer Fragebogen, um dessen Beantwortung die Unternehmen anonym gebeten werden.
„Wir wollen Licht ins Dunkel bringen und mehr über die ökonomischen und arbeitsmarktrelevanten Verflechtungen unserer Grenzregionen erfahren“, erläutert Ralf P. Meyer, AGIT, zuständiger deutscher Leiter der trinational angelegten Regionalstudie. „Es geht uns aber nicht nur darum mehr zu wissen, sondern dieses Know-how ganz praktisch zur Verbesserung der grenzüberschreitenden wirtschaftlichen Tätigkeiten einzusetzen. Unternehmer, aber auch Wirtschafts- und Arbeitsmarktförderer sollen unmittelbar davon profitieren.“
Die Befragung ist Teil des grenzüberschreitenden Projektes „Euregionaler Informations-Service“ (EIS). Ziel von EIS ist es, grenzüberschreitende Regionalinformationen (Statistiken, Eigenerhebungen, Geodaten) zu sammeln und öffentlich zugänglich zu machen. Die Palette der betrachteten Themen ist sehr breit gefächert: Neben Wirtschaft und Arbeitsmarkt reicht sie von Innovation und Bildung bis hin zu Bevölkerung, Gesundheit und Tourismus.
Partner sind neben der AGIT die niederländische Provinz Limburg, die Entwicklungsgesellschaft für die Provinz Belgisch Limburg (POM), die Universität Lüttich (Segefa) sowie das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens.
Die Ergebnisse der Befragung werden kurzfristig zur Verfügung stehen: Bis Ende des Jahres ist geplant, ein interaktives EIS-Portal einzurichten, in dem die Resultate abrufbar sind. Darüber hinaus wird dieses Portal es ermöglichen, kostenlos auf alle verfügbaren Struktur- und Innovationsdaten der gesamten Euregio Maas-Rhein bzw. der euregio rhein-maas-nord zuzugreifen.
Nähere Infos zu EIS unter www.agit.de.
Ansprechpartner:
AGIT mbH
Ralf P. Meyer
Tel. 0241/963-1039
r.meyer@agit.de