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Aixtron erhält Auftrag von Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) in Dresden

Aachen, 15. November 2007 – AIXTRON AG hat einen Auftrag für eine neuartige Anlage zur Herstellung von OLED*-Beleuchtungsmodulen und organischen Photovoltaik-Anwendungen vom Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) in Dresden, einem der führenden Forschungszentren im Bereich organischer Materialien und Systeme, erhalten. Das System wird von AIXTRON zusammen mit Sunic System Ltd., Südkorea geliefert und stellt im neuen‚ Center for Organic Materials and Electronic Devices Dresden’ (COMEDD), das am 10. September 2007 seinen Betrieb aufgenommen hat, die Kern-Produktionsanlage dar.

Das System besteht aus Modulen zur thermischen Verdampfung und für organische Gasphasenabscheidung (OVPD**). Die Trägermaterialien mit einer Nutzfläche von 370 x 470 mm2 bestehen aus Glas oder Folien. Die geplante Taktzeit soll drei Minuten betragen, was zu einer Kapazität von ungefähr 13.000 m2 pro Jahr führt. Die Anlage nutzt die Ausgangsmaterialien effizient und bietet besondere Flexibilität für verschiedene Substratgrößen und organische Schichtstrukturen. Es ist weltweit eine der ersten Anlagen dieses Typs für die Herstellung von OLED-Beleuchtungsmodulen und organischen Solarzellen.

„Dieser Anlagenauftrag ist für uns ein Meilenstein für zukünftige Aktivitäten. Mit der Plattform für die Pilotproduktion sind wir in der Lage, neuartige organische Beleuchtungslösungen zu entwickeln“, erklärt Jörg Amelung, Geschäftsbereichsleiter beim Fraunhofer IPMS.

Mit dieser Bestellung startet COMEDD seine ersten Aktivitäten beim Fraunhofer IPMS. Um die Markteinführung von OLED-Beleuchtungen, organischen Solarzellen und Bauelementen wie OLED-on-CMOS zu beschleunigen, baut das Fraunhofer IPMS drei Pilotproduktionslinien auf. Deutschlands Landes- und Bundesregierung sowie die EU investieren zusammen € 25 Millionen in COMEDD, um ein führendes europäisches Zentrum zur Entwicklung und Pilotproduktion von Bauelementen auf Basis organischer sog. kleiner Moleküle (small molecules) aufzubauen.

„Die Industrie für organische Beleuchtung und Photovoltaik wird nur entstehen, wenn wir in Europa nicht nur entwickeln und das Design vorgeben, sondern auch hier herstellen. Das Center soll mit der Entwicklung von produktionsrelevanten Prozessen bis hin zur Pilotfertigung als Partner der europäischen Industrie agieren. Und nur modernste Anlagen erlauben uns, das benötigte Forschungs- und Entwicklungsniveau zu erreichen“, bestärkt Professor Karl Leo, Leiter des Fraunhofer IPMS.

„Die Einbindung eines OVPD-Moduls ist für uns ein bedeutender Schritt bei der Entwicklung zukünftiger Produktionstechnologien in neuen Marktbereichen“, bestätigt Dr. Bernd Schulte, Vorstand der AIXTRON AG.

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