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30.04.08

AGIT-Pressebrunch: „Rückblick 2007 - Ausblick - Einblick“

Aachen. Gründen. Ansiedeln Fördern. - Unter diesem Motto hat die AGIT im vergangenen Jahr wieder einige Erfolge erzielt:

Gründen. - Die Anzahl der technologieorientierten Gründungen in der Region Aachen ist nach wie vor überdurchschnittlich hoch. Im Jahr 2007 konnte die AGIT alleine 28 technologieorientierten Unternehmern in die Selbstständigkeit verhelfen. Diese Gründer wollen im ersten Jahr 133 Arbeitsplätze in der Region schaffen – dies entspricht einer Steigerung von etwa 300 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Investitionsvolumen der Firmen liegt bei über 26 Millionen Euro. Die Branchen, in denen die Gründer tätig sind, sind Informations- und Kommunikationstechnologien (50 Prozent), Produktionstechnik sowie Automotive, Life Sciences und Moderne Werkstoffe.

Im vergangenen Jahr konnte die AGIT mehr als 140 Unternehmen zum Thema „Innovationen“ (Schutzrechte, Patente etc.) beraten. Um den Kunden einen noch besseren Service zu bieten, wurde erstmals ein umfassendes Handbuch „Wirtschaftliche Erfolge mit Schutzrechten“ veröffentlicht.

Im Projekt Next AC, in dem potenzielle Existenzgründer aus dem Dienstleistungsbereich qualifiziert werden, sind 50 Gründungen bis Ende 2007 zu verzeichnen, was einer Gründungsquote von 50 Prozent entspricht.


2007 entschieden sich zwölf Unternehmen für einen Firmensitz im Technologiezentrum am Europaplatz Aachen TZA und zwei Unternehmen für das Medizintechnische Zentrum Aachen MTZ. Somit 89 Firmen im TZA und 27 im MTZ ansässig. „Dass die beiden Häuser als erste Adresse für technologieorientierte Existenzgründer in Aachen gelten, spiegelt sich in den Auslastungsquoten wider“, so Dr. Helmut Greif, AGIT-Geschäftsführer. „Das TZA war durchschnittlich zu 97 Prozent ausgelastet, und im MTZ konnte die durchschnittliche Auslastungsquote auf 94 Prozent gesteigert werden. Im Juni 2007 wurde hier sogar erstmals eine hundertprozentige Auslastung erzielt!“, so Greif weiter.


Die AGIT ist Mitglied im Netzwerk der 13 Technologie- und Gründerzentren (TGZ) in der Region Aachen. Viele Unternehmen entschieden sich auch 2007 wieder für einen Firmensitz in einem der TGZ. Ende letzten Jahres waren 460 Firmen in den Zentren ansässig, davon 239 Gründer und 221 Gewerbetreibende. Mit insgesamt über 5.400 Mitarbeitern sind im vergangenen Jahr 11 Prozent mehr Arbeitsplätze in den Zentren geschaffen worden. Von den Gründungen waren 78 Unternehmen Spin-offs aus RWTH Aachen und Fachhochschule Aachen, von denen wiederum 92 Prozent im direkten Umfeld der Hochschulen im TZA und im MTZ in Aachen sowie im Technologiepark Herzogenrath TPH gestartet sind.

Ansiedeln. - Im Jahr 2007 betreute die AGIT 49 potenzielle Investoren. In 47 Fällen kam es zu konkreten Nachfragen nach Flächen oder Immobilien. Bereits sechs Entscheidungen sind für Standorte in der Region gefallen, fünf davon konnten bisher realisiert werden.

Knapp die Hälfte der Anfragen wurde über eigene Akquisitionstätigkeiten und unter Bezug auf die Internetseite www.technologieregion-aachen.de generiert. Durch die erfreulicherweise stark gestiegene Nutzung des Internet-Auftritts sind die Firmen viel besser vorinformiert als vor einigen Jahren. Dies liegt nicht zuletzt an dem eigens entwickelten und in den Auftritt integrierten Standortinformationssystem GISTRA, welches tagesaktuelle Daten zu Gewerbeflächen in der Region liefert. Die übrigen Anfragen entstanden durch und in enger Kooperation mit relevanten Netzwerken, wie beispielsweise mit der Wirtschaftsförderung des Landes NRW.invest, der IHK Aachen, der RWTH Aachen und den Kommunen der Region.


Die Ansiedlungsinteressenten stammen zu 75 Prozent aus europäischen Staaten. Der Standort Region Aachen stellt zunehmend einen interessanten Alternativ- bzw. Erweiterungsstandort für innerdeutsche Verlagerungen und betriebliche Erweiterungen dar. Weitere Unternehmenskontakte gab es nach Nord- und Südamerika, Australien und China.

Als ein wichtiges Instrument für das Standortmarketing hat sich der Euregionale Informations-Service EIS entwickelt. Dieser bietet aktuelle und grenzüberschreitend vergleichbare Daten und Metadaten in den Bereichen Bevölkerung, Geographie, Gesundheit, Bildung, Arbeit, Wirtschaft, Mobilität, Tourismus und Innovation.


Fördern. - Die Region Aachen befindet sich in einer wichtigen Phase für eine nachhaltig regionale Wirtschafts- und Strukturentwicklung. 2007 wurden die entscheidenden Weichenstellungen vorgenommen, um diese Entwicklung im Rahmen der neuen „NRW-EU Strukturfonds Förderperiode 2007-2013“ zielgerichtet voran zu bringen.


Die AGIT ist seit Jahren in der Entwicklung neuer Technologiefelder, Neudeutsch „Cluster“, der Region tätig. Zurzeit beteiligt sie sich am Aufbau der beiden neuen Technologiefelder „Holz“ und „Logistik“.


Neben der Förderung der Unternehmensentwicklung wurde nun auch die Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen als ganzheitliche Förderphilosophie in das Angebot der AGIT aufgenommen. Im Rahmen der Regionalagentur Aachen wurden arbeitspolitische Programme zwischen der Region und NRW gesteuert. Zu einer Erfolgsstory entwickelte sich der Bildungsscheck NRW: Die zehn Bildungsberatungsstellen in der Region Aachen haben 2007 mehr als 5.550 Gespräche mit Unternehmen und Beschäftigten geführt und 11.360 Bildungsschecks ausgegeben.


Ausblick
Die Kooperationen im Bereich des Großraumes Aachen, der über die nationalen Grenzen hinausreicht - der „Greater Aachen Area“ - entwickeln sich weiterhin gut. Auch der erweiterte euregionale Raum, der sich in der Zusammenarbeit der Städte Eindhoven, Leuven und Aachen (ELAt) konkretisiert, zeigt erste Ergebnisse einer großräumigen Positionierung der Region. „Diese länderübergreifenden Aufgaben und Projekte können sich zunehmend zu einem nationalen und europäischen Standortvorteil entwickeln.“, so Dr. Helmut Greif. „Hierauf muss die Vermarktung der Region im internationalen Raum eingestellt werden – eine Aufgabe der AGIT für die nächsten Jahre.“


Einblick
2007 war auch ein Jahr des Abschieds und des Neubeginns. Bernd Thomas, der die AGIT in seiner 19-jährigen Tätigkeit als Geschäftsführer erfolgreich zu einer der bedeutendsten Einrichtungen für Regionalentwicklung in Deutschland gemacht hat, verabschiedete sich in den Ruhestand. Sein Nachfolger, Dr. Helmut Greif, trat im November 2007 seine Nachfolge an.

Foto: Dr. Helmut Greif (links), seit November 2007 AGIT-Geschäftsführer, und Dieter Philipp, Aufsichtsratsvorsitzender der AGIT

29.04.08

ComNets Lean-PC preiswerter und besser als Discount-PCs - Maßgeschneiderter Büro PC für 399 Euro

Würselen. Auch viele kleine und mittelständische Unternehmen kaufen PCs oder Peripheriegeräte beim Discounter – obwohl sie beim näheren Hinsehen nicht preiswerter sind als die Angebote von Systemhäusern und vor allem nicht für den professionellen Einsatz ausgelegt sind. Der Lean-PC, den die ComNet GmbH jetzt vorstellt, ist preiswerter als Discount-PCs und für den Office-Einsatz maßgeschneidert: Er konzentriert sich auf die Funktionen, die Mitarbeiter tatsächlich für das Tagesgeschäft benötigen. Unter dem Motto „weniger ist mehr“ hat der „Schlanke“ statt viel Multimedia, Videokarte und Grafikpower für Spiele genau das, was man für Schreiben, Informieren, E-Mail und Internet braucht. Mit 399 Euro inklusive Windows XP Professional, zuzüglich Mehrwertsteuer unterbietet der Lean-PC schon als Einzelgerät die Angebote der Discounter. Im 10er Pack kostet er sogar nur 345 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.
Zudem ist der Lean-PC auch „lean“, was den Stromverbrauch angeht. Er ist flüsterleise, aus qualitativ hochwertigen Komponenten zusammengesetzt und deshalb ausfallsicher. Ist dennoch etwas defekt, bietet ComNet neben der gesetzlichen Gewährleistung einen optionalen Rundum-Service mit Vor-Ort-Austausch.

Der Lean-PC arbeitet mit dem Profi Betriebssystem Window XP Professonial und kann auf Wunsch mit Open-Source-Software für alle anfallenden Büroarbeiten ausgestattet werden: OpenOffice, Thunderbird E-Mail, Firefox Internet-Browser, Acrobat Reader. Gefertigt wird der Lean-PC direkt bei ComNet in Würselen, was eine individuelle Ausstattung problemlos möglich macht.


Der Lean-PC im Detail:
Gehäuse: Miditower Delux MD375, 400Watt, silber/schwarz
Mainboard: MB Abit NF-M2SV GF405 Sound VGA-6100 LAN SATAII PCix
Prozessor: AMD AM2 Sempron LE-1100 BOX (1900Mhz), 256Kb/64bit, 45Watt
Arbeitsspeicher: 1024MB PC2-5300 Aeneon
Festplatte: SATA 80GB 7200 8MB Western Digital WD800JD2
DVD/Zubehör: DVD-ROM Samsung 16x/48x schwarz bulk
Betriebssystem: MS Windows XP Professional
Auf Wunsch: Kostenlose Vorinstallation einer umfassenden OpenSource-Suite für alle Routinearbeiten: OpenOffice, Mozilla Firefox, Thunderbird E-Mail, Acrobat Reader

Sekurit investiert 10,6 Millionen Euro in Stolberg

Stolberg. Mit einer von acht auf 10,6 Millionen Euro aufgestockten Investition in einen neuen Biegeofen will Saint-Gobain Sekurit in Stolberg den Standort sichern und sich zudem einen Zugang zum französischen Automobilmarkt verschaffen.

Lesen mehr in der AZ-Web

24.04.08

Kaltakquise für „heiße“Produkte, lautet der Titel des Workshops zu dem die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Aachen (WFG) ins HIMO Innovationszentrum Monschau-Imgenbroich einlädt.

Monschau. Unternehmen, die sich erfolgreich am Markt behaupten, verfügen in der Regel über eine solide Basis an Stammkunden. Sich auf diesen „Lorbeeren“ der Stammkunden auszuruhen, reicht heute aber nicht mehr. Denn auch zufriedene Kunden wandern leichter ab als dies früher der Fall war. Die Sahne von heute ist der Quark von morgen. Unternehmen überleben daher nur auf Dauer, wenn sie sich mit innovativen, d.h. „heißen“ Produkten auch um neue Kunden bemühen.

Praxisnah und kompetent gibt Prof. Dr. rer. pol. Gerd Wassenberg wertvolle Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Kaltkaquise.

Im Einzelnen werden folgende Themen behandelt:


  • Was Kunden schwierig(er) macht

  • Worin die Herausforderung „heißer,“ sprich: innovativer Produkte besteht

  • Was Neu-, Bestands- und Schlüsselkunden für die Kaltakquise voneinander unterscheidet

  • Weshalb eine richtige Vorbereitung die „halbe Miete“ ist

  • Wie den aktuellen und künftigen Bedarf des Kunden analysieren

  • Weshalb Entscheidungskriterien und Kaufmotive des Kunden für uns wichtig sind

  • Wie Vertrauen und Argumentation Kauflust erzeugen

  • Wie geschickt mit Kundeneinwänden umgehen

  • Wie mit der Forderung nach Zugeständnissen verfahren

  • Erarbeiten von Checklisten


Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Zukunftsinitiative – Eifel organisiert.

Anmeldung erforderlich!!!

Der Workshop findet am Dienstag, 27. Mai 2008, von 18:00-20:00 Uhr in HIMO Handwerkerzenrum 1, 52156 Monschau-Imgenbroich statt.

Im Anschluss steht Herr Prof. Wassenberg auch für Einzelgespräche zur Verfügung.

Kostenfreie Anmeldungen erfolgen über die WFG Kreis Aachen mbH, Frau Iris Gerdom, unter der Telefonnummer 02405/49955-32 bzw. per Email: i.gerdom@wfg-aachen.de

23.04.08

PAION AG ERWIRBT WELTWEITE RECHTE AN ANTIKOAGULANS

Aachen, 23. April 2008 - Die PAION AG (Frankfurter Börse, PrimeStandard: PA8) gab heute bekannt, dass sie von dem in Großbritannienansässigen Unternehmen Trigen Limited die weltweiten Rechte anFlovagatran erworben hat, einem direkt wirkenden Thrombin-Inhibitor. PAION erhielt die Rechte gegen eine Vorauszahlung von rund 0,3 Mio.Euro. Darüber hinaus hat sich PAION zur Leistung einer zukünftigen Meilensteinzahlung verpflichtet, die im Fall der Markzulassung von Flovagatran fällig wird oder falls die Rechte an der Substanz für wichtige Märkte weiter auslizenziert oder verkauft werden. Laufende Umsatzbeteiligungen, sog. Royalties, werden von PAION jedoch nichtgezahlt werden.
Flovagatran ist ein chemisch hergestelltes, intravenös zuverabreichendes Antikoagulans, das direkt die Aktivität von Thrombinhemmt und so die Bildung von Blutgerinnseln verhindert. Die Substanzwurde bereits in zwei kleineren Phase-IIa-Studien in den IndikationenDialyse sowie Ballondilatation der Herzkranzgefäße (PerkutaneTransluminale Coronare Angioplastie, PTCA) klinisch getestet. PTCAist einer der häufigsten Eingriffe zur Aufweitung beschädigter oderv erengter Herzkranzgefäße.


"Flovagatran ist eine sinnvolle Ergänzung für unser derzeitiges Portfolio im Bereich Antithrombotika", so Dr. Wolfgang Söhngen,Vorstandsvorsitzender der PAION AG. "Die Substanz hat unserer Ansicht nach das Potenzial, als Antikoagulans bei krankenhausbasierten Eingriffen eine breite Anwendung zu finden. Als ersten Schritt planen wir nun zusätzliche präklinische Untersuchungen als Basis für den Aufbau einer klinischen Entwicklungsstrategie für Flovagatran."

Dritte Auflage der Aachener Bau- und Immobilienmesse vom 25. bis 27. April auf dem CHIO-Gelände - Alles zum Bauen, Wohnen und Renovieren

Aachen. Die dritte Aachener Bau- und Immobilienmesse wirft ihre Schatten voraus. Vom 25. bis 27. April bietet die veranstaltende ABIT GmbH den Ausstellern wieder eine gute Möglichkeit, sich und ihre Leistungen einem interessierten Publikum zu präsentieren.

Die Zahl der Aussteller, die auf dem CHIO-Gelände an der Krefelder Straße ihre Messestände aufbauen, ist von Jahr zu Jahr gewachsen. Auf einer Innenfläche von 3.200 Quadratmetern bieten die Betriebe, darunter viele Handwerksunternehmen, umfassende Informationen zu den Themen Bauen, Wohnen, Einrichten und Sanieren. Sowohl Endverbraucher als auch Fachleute wollen kompetent beraten werden.

Vor allem im Sanierungs- und Modernisierungsbereich winkt derzeit ein hohes Auftragspotenzial, da die Besucher nach Lösungen zu suchen, durch die sie in ihren eigenen vier Wänden Energie und damit Geld sparen können. Deswegen ist es für die ausstellenden Firmen ungemein wichtig, sich auch auf diesem Gebiet auszukennen. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Finanzierung von Bau- oder Ausbaumaßnahmen. Auch hierzu informieren zahlreiche Messeteilnehmer die Besucher.

Nicht nur in den Hallen, sondern auch im 6.000 Quadratmeter großen Außenbereich präsentieren Betriebe ihre Leistungen und ihr Können. Sogar Handwerk live können kleine und große Besucher an einigen Ständen erleben, an denen Arbeiten aus dem beruflichen Alltag vorgeführt werden.

Quelle: Handwerkskammer Aachen

18.04.08

Grundstein für Exzellenzcluster der RWTH Aachen gelegt

Aachen. RWTH-Rektor Prof. Dr. Burkhard Rauhut, der Koordinator des Forschungsclusters UMIC*, Prof. Dr.-Ing. Gerd Ascheid, der Referent für Exzellenzcluster bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Dr. Georg Düchs, und der Niederlassungsleiter des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW (BLB NRW) Aachen, Harald K. Lange, legten am Donnerstag (17. April 2008) gemeinsam den Grundstein zum Neubau des UMIC Research Centre.

Das neu gegründete Forschungscluster UMIC gehört zu den beiden Exzellenzclustern der RWTH, die in der ersten Runde der Exzellenzinitiative bewilligt wurden. Die interdisziplinär tätige Forschungsgruppe setzt sich aus 21 Lehrstühlen der Fachbereiche Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik zusammen. Schwerpunktmäßig befassen sich die Wissenschaftler mit mobilen Informations- und Kommunikationssystemen der Zukunft

Finanziert wird das knapp 6 Millionen Euro kostende Gebäude aus Forschungsgeldern der Exzellenzinitiative und vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW. Der BLB NRW ist gleichzeitig Bauherr und für das Projekt verantwortlich. Auf insgesamt 2.300 Quadratmeter Nutzfläche entstehen in dem Neubau an der Mies-van-der-Rohe-Straße für die interdisziplinären Forschungsgruppen Büros, Konferenzräume, Labore für den Aufbau komplexer Testumgebungen und ein Demonstratorraum. In nur neun Monaten Bauzeit planen die Architekten und Ingenieure des BLB NRW das Gebäude bis zum Dezember dieses Jahres fertig zu stellen. Die kurze Bauzeit kann durch Vorfertigung der meisten Bauteile in der Werkstatt realisiert werden. Fertigteile wie Stützen, Deckenplatten mit integrierten Rohren für die Betonkerntemperierung (BKT), Unterzüge und Sandwichfassadenplatten inklusive Wärmedämmung werden vor Ort nur noch montiert.

Lidl baut eigene Großfabrik in Aachen

Aachen. Wie die Lebensmittel Zeitung berichtet, baut Lidl bei Aachen eine der größten Schokoladenfabriken Europas. Das Werk ist Teil einer Strategie, die der Discounter auch in anderen Warengruppen verfolgt - meist mit Hilfe kleiner Partner aus der Industrie.

Das Lidl-Management ist mit der Beschaffung der Eigenmarken unzufrieden. Die rasante europäische Expansion des Discounters macht es immer schwieriger, die gewünschten Qualitäten und Mengen zu erhalten. Dies räumten Top-Manager des Handelsunternehmens auf LZ-Anfrage ein.

15.04.08

Vorsitzender des FH-Hochschulrates und Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich berät nun die NRW-Regierung

Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers hat eine „Zukunftskommission“ gegründet. Diese setzt sich aus 23 Persönlichkeiten aus allen Bereichen des politischen und gesellschaftlichen Lebens zusammen und soll die Landesregierung in Fragen der Zukunftsplanung beraten. In diese Zukunftskommission wurde auch Prof. Dr. Achim Bachem, der Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums Jülich, berufen. Das Forschungszentrum Jülich ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft.

Die Zukunftskommission des Ministerpräsidenten ist eine unabhängige Einrichtung. Eine ihrer ersten Aufgaben wird es sein, einen Bericht „Nordrhein-Westfalen 2025 – Innovation, Beschäftigung, Lebensqualität“ zu erarbeiten. Dieser Bericht soll der Landesregierung im Frühjahr 2009 vorgelegt werden und Empfehlungen zur Bildungs-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik sowie zur Solidarität in der älter werdenden Gesellschaft enthalten. Zusätzlich erwartet die Landesregierung Antworten auf die Frage, wie die Menschen im Jahr 2025 leben werden.

Die Landesregierung will die Empfehlungen und Anregungen der unabhängigen Zukunftskommission bereits im Jahr 2009 bei der weiteren Regierungsarbeit berücksichtigen. Für ihre Arbeit steht der Kommission auch der Sachverstand der einzelnen Ressorts der Landesregierung zur Verfügung.

Die Ideen und Vorstellungen der Zukunftskommission sollen auch als ein Beitrag für einen Kongress aufgegriffen werden, der ab 2009 jährlich auf Einladung von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers stattfinden wird und im europäischen Maßstab die Lebensbedingungen künftiger Generationen in den Blick nehmen soll.

Gemeinsames Lehr- und Ausbildungprojekt von RWTH, FH Aachen und der Universität Maastricht

Im Rahmen des grenzüberschreitenden Projektverbundes zwischen RWTH Aachen, IHK Aachen und der Provinz Limburg “International Clause” wird am 16. April 2008 ein neues Projekt vorgestellt: RWTH Aachen, FH Aachen und Universität Maastricht starten ein gemeinsames Lehr- und Ausbildungsprojekt im Bereich Informatik-Mathematik. Die Kooperation umfasst die Studiengänge "Knowledge Engineering" in Maastricht, den dualen Studiengang "Scientific Programming" der FH Aachen sowie die Berufsausbildung zum mathematisch technischen Softwareentwickler “MATSE” an der RWTH Aachen.

Das Projekt wird am 16. April 2008 um 11:00 Uhr im Maastricht ICT Competence Center (MICC), Bouillonstraaat 8-10, Maastricht, vorgestellt.

Die besondere Kombination von beruflicher und wissenschaftlicher Ausbildung und grenzüberschreitendem Austausch beweist einmal mehr die Attraktivität der Euregio. Der Startschuss fällt in diesem Sommersemester mit dem Austausch von Dozenten, die an den jeweils anderen Einrichtungen zunächst vier Veranstaltungen anbieten. Eine Erweiterung des Kursangebots für kommende Semester ist bereits in Planung. So werden Aachener Dozenten mit dem Kurs "Einführung in die Parallelprogrammierung" in Maastricht den Studierenden einen Einblick in die Welt der Parallelprogrammierung und Zugang zum High-Performance-Computing Cluster der RWTH Aachen bieten. An der großen Fachkompetenz der Maastrichter Wissenschaftler auf dem Gebiet der mathematisch basierten Entscheidungsfindung können die Aachener Studierenden bzw. Auszubildenden im Rahmen zweier Kurse partizipieren.

Alle Kurse werden in englischer Sprache gehalten. Schon jetzt wird deutlich, dass diese Initiative die Mobilität der Studierenden und Auszubildenden in der EUREGIO anregen und die Zusammenarbeit der beteiligten Hochschulen auf den Gebieten der Mathematik und Informatik stärken wird.

Weitere Informationen erhalten Sie bei

Benedikt Magrean RWTH Aachen
+49-241-80-29234, magrean@rz.rwth-aachen.de
Frank Thuijsman Universität Maastricht +31-43-3883489, frank@micc.unimaas.nl
Anne Syndram Projektmanagement International Clause
+49-170-7655740, aat.syndram@prvlimburg.nl

Deutsch-französische Ausbildung in Paris - Noch freie Plätze zum Ausbildungsbeginn 2008

Die Industrie- und Handelskammer Aachen (IHK) und die Ecole Franco-Allemande de Commerce et d’Industrie, Paris (EFACI) weisen darauf hin, dass für die deutsch-französische kaufmännische Ausbildung in Paris zum Ausbildungsbeginn im September 2008 noch einige freie Plätze zur Verfügung stehen.
Die zweisprachige Ausbildung bietet Abiturienten die Möglichkeit, sich in einem in Paris ansässigen deutschen oder französischen Unternehmen in zwei Jahren zum Industriekaufmann beziehungsweise zur Industriekauffrau ausbilden zu lassen und gleichzeitig den französischen Abschluss Brevet de Technicien Supérieur (BTS) Comptabilité-Gestion zu erwerben. Das BTS ist ein Kurzstudiengang im Bereich Finanzen und Rechnungswesen.
Mit einem deutschen und einem französischen Berufsabschluss haben die Absolventen der Ausbildung hervorragende Berufsaussichten auf dem europäischen Arbeitsmarkt. Neben hohen fachlichen Qualifikationen fördert die Ausbildung im Ausland auch die interkulturellen, sprachlichen und persönlichen Kompetenzen der Teilnehmer.

Voraussetzungen sind die Allgemeine Hochschulreife, gute Französisch- und Mathematikkenntnisse. Das Höchstalter ist 21 Jahre. Weitere Informationen und Bewerbung unter:
www.ausbildunginternational.de/paris

14.04.08

Zukunftsinitiative Eifel belegt erste Ergebnisse nach dem Forum EifelTEC 2007

HIMO jetzt offizielle Relaisstation der Zukunftsinitiative Eifel im Netzwerk Technologie und Innovation

"Die Eifel muss vom Wissenstransfer profitieren", mit diesem Wunsch starteten vor einem halben Jahr die für das Forum EifelTEC projektverantwortlichen Akteure. Die HIMO Zentrumsleiterin Silke Marczincik und Ruth Roelen, die sich beim Kreis Aachen federführend um die Netzwerkaktivitäten „Innovation und Technologie“ im Rahmen der Zukunftsinitiative Eifel kümmert, riefen im September 2007 im HIMO zur Zusammenarbeit auf. Das Netzwerk, das den Wissenstransfer insbesondere aus den Aachener Hochschulen in die Eifeler Unternehmen fördert, um letztendlich auf Seiten der Wirtschaft wie der Wissenschaft die Mehrwerte abzuschöpfen, gab mit dieser Veranstaltung den Startschuss für einen wahren Transfermarathon. Innerhalb dieses halben Jahres sind wesentliche Ziele erreicht und Visionen realisiert worden.

Eifeler Unternehmen wie Junker, Dürr und Picard unterzeichneten im September 2007 mit Professor Dr. Johannes Gartzen, Vertreter der Fachhochschule Aachen für den Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik, Kooperationsverträge, die den Willen auf eine intensive Vernetzung zwischen der Eifeler Wirtschaft und den Hochschulen festschrieben.

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„Das waren keine Lippenbekenntnisse“, berichtet HIMO Zentrumsleiterin Silke Marczincik, denn bisher folgten rund 25 Studenten dem Ruf in die Eifeler Unternehmen. Zudem ist es Prof. Gartzen gelungen, Bachelor- und Masterarbeiten sowie Kooperationen mit und in die hiesigen Firmen zu vermitteln. Dabei profitieren alle Beteiligten – ein besonderes Ziel der Netzwerkarbeit.
Ins Detail wurde u.a. auch bei dem Unternehmen Picard gegangen. „Derzeit laufen zwei Projekte zur Automatisierung der Fertigungsprozesse“, berichtet Betriebsleiter Uwe Kelterborn über die effiziente und lösungsorientierte Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik. Zwei Studenten aus der Eifel haben auch hier durch diese Aktion die Möglichkeit von Praktika erhalten.

Auch eine Kooperation wurde jüngst aus der Taufe gehoben. Seit dem 01.03.2008 hat das Unternehmen profund aus dem HIMO eine Kooperation mit zwei Ingenieurbüros aus Düren und Erkelenz geschlossen. Die Geschäftsführer der Firmen imatec aus Düren und aixma aus Erkelenz, Dipl.-Ing. Heinz Thoma aus Simmerath und Dipl.-Ing. Richard Jonas aus Arnoldsweiler, haben beide bei Prof. Dr. Gartzen in Aachen studiert und ihre Diplome abgelegt.

Die Kooperation der 3 Firmen profund, imatec und aixma wird künftig Ingenieurdiensteistungen für die Industrie und das Handwerk anbieten. Dazu gehören im wesentlichen Qualitätsmanagement, Arbeitssicherheit, CE-Kennzeichnung, Unternehmenskonzepte und Seminare zu verschiedenen Fachgebieten. Das Leitmotiv des neu geschlossenen Dreierbündnisses lautet: „praxisnah und effizient“. Ziel der Kooperation ist es, mittelfristig bis zu 10 Arbeitsplätze in der Eifel neu zu schaffen.


„Dies ist nur die Spitze des Eisberges“, freut sich Gartzen. Er schildert von sieben weiteren Projekten, die sich nach dem Forum EifelTEC gemeinsam mit Eifeler Unternehmen ergeben haben. „Natürlich darf ich hier keine Inhalte der Aufträge verbreiten“, schmunzelt er.
Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Aachen wurden fünf Workshops zum Thema Innovationsmarketing mit Prof. Dr. Gerd Wassenberg (FH Gelsenkirchen) als Gastreferent ins Leben gerufen. Im November findet ein weiteres Unternehmerseminar der FH Aachen im HIMO statt. Sogar die Leistungsschau der Monschauer Wirtschaft wird für dieses Jahr gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Monschauer Unternehmer (AMU) konzeptionell verändert. Prof. Dr. Claudia Mayer der FH Aachen erarbeitet derzeit ein neues Konzept

„Es wurden annähernd 50 technologieorientierte und innovative Unternehmen in den Eifelkreisen Düren, Euskirchen und Aachen persönlich befragt, um festzustellen, wo die Initiative in Bezug auf den Technologietransfer und darüber hinaus helfen und vermitteln kann“, so Ruth Roelen, im Kreis Aachen für Regionalentwicklung zuständig.
Clusterstart in Mechernich
Ein Ergebnis der Gespräche ist das nächste Highlight im Rahmen der aktiven Netzwerkarbeit, das gemeinsam mit den Kreisen, der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (AGIT) und der Industrie- und Handelskammer Aachen angepackt wird. Roelen verweist auf eine Veranstaltung am Mittwoch, dem 23. April in Mechernich bei der Deutschen Mechatronics zum Clusterstart für Eifeler Maschinenbauer und Kunststoffunternehmen. „Dabei steht das Knüpfen und Vertiefen fachbereichsbezogener Kontakte im Vordergrund, um Synergien zu produzieren“, erläutert Roelen.
Interessierte Unternehmer können sich bei Fragen an das HIMO wenden. Die Relaisstation steht in direkter Verbindung mit dem Kreis Aachen und damit zur Zukunftsinitiative Eifel „Technologie und Innovation“. Silke Marczincik ist stolz auf die Auszeichnung des Innovationszentrums HIMO als Stützpunkt der Zukunftsinitiative Eifel und zeigt auf die Hinweisschilder, die das HIMO als Relaisstation der Zukunftsinitiative Eifel kennzeichnen

10.04.08

Seminar: Aktuelle Entwicklungen im Erbschaftsteuerrecht für Unternehmen

Stolberg. Zur Vorbereitung und Entwicklung von zielgerichteten Strategien im Hinblick auf die Erbschaftsteuerreform 2008 veranstaltet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Aachen (WFG) ein Seminar gemeinsam mit Dienstleistungszentrum Stolberg (DLZ).

Reformen haben zur Zeit die Tendenz, zwar viel Neues, aber oftmals wenig Gutes für die Betriebe und ihre Inhaber zu bringen. Mehrere Entwicklungen sind für die Betriebe dabei so wichtig, dass die WFG hierüber ein Seminar organisiert hat.

Nachdem das Bundesverfassungsgericht die derzeitigen Regelungen verworfen hatte, legte die Bundesregierung ein neues Erbschaftsteuergesetz vor. Hierdurch drohen zum Teil ganz erhebliche Erhöhungen. Insoweit besteht für viele Betriebe ganz dringender Handlungsbedarf. Bereits ab Jahresmitte 2008 werden diverse Neuerungen bei der Bewertung bzw. den Freibeträgen in Kraft treten.

Wie wird zukünftig Vermögen - ob nun Betriebs- oder Grundvermögen oder aber auch Anteile an Kapitalvermögen - bewertet? Unter welchen Voraussetzungen werden Betriebs- und Grundvermögen von der Erbschaftsteuer verschont? Welche Vergünstigungen laufen aus? Wann laufen die Verschonungsregelungen aus?

Dies sind nur einige Fragen, die wir Ihnen kompakt und kompetent beantworten wollen.

Damit Sie zielgerichtete Strategien entwickeln können, haben wir kompetente Referenten für unsere Veranstaltung verpflichten können.

Als Referenten der Veranstaltung stehen uns Frau Dr. Astrid Winkhoff, Steuerberaterin, und Herr Rolf Breuer, Wirtschaftsprüfer / Steuerberater, von der Kanzlei Dr. Neumann Schmeer und Partner, Aachen, zur Verfügung.

Beide Referenten sind ausgewiesene Fachleute und Praktiker in der Thematik und stellen Ihnen dar, wie Sie gezielt auf die Änderungen reagieren sollten, um Geld zu sparen.

Das kostenfreie Seminar findet am Dienstag, 29. April, 18 Uhr im DLZ in Stolberg Cockerillstrasse 100 statt.

Anmeldungen erfolgen über die WFG Kreis Aachen, Frau Iris Gerdom unter der Telefonnummer: 02405/49955-32 bzw. Telefaxnummer 02405/49955-20 oder per E-Mail unter der Adresse i.gerdom@wfg-aachen.de.

Der Europäische Forschungsraum - ein europäisches Paradoxon?

Im Rahmen der Verleihung des Internationalen Karlspreises an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel spricht Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker am Dienstag, 15. April, um 17 Uhr im Ratssaal des Aachener Rathauses über erste Ergebnisse seiner Förderarbeit im Europäischen Forschungsrat. Professor Dr. Winnacker ist Generalsekretär des Europäischen Forschungsrates und vormaliger Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft. In seinem Vortrag geht er der Frage nach, ob der „Europäische Forschungsraum ein europäisches Paradoxon“ ist. Während die Wissenschaft immer schon den Anspruch lebt, global zu sein, sind ihre Institutionen meist nur national, wenn nicht sogar regional organisiert. Dieses Paradoxon verringert die Wettbewerbsbasis und kann, so Professor Winnacker, zu Qualitätseinbußen führen Das Konzept des Europäischen Forschungsraums, das zu Anfang dieses Jahrtausends von der Europäischen Kommission entwickelt wurde, soll dem entgegenwirken. Ein Ausfluss dieser Idee ist der Europäische Forschungsrat, der erstmals europaweit operiert und allein nach Qualitätsgesichtspunkten arbeitet. Veranstalter dieses Vortragsabends mit anschließender Diskussion sind die Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen, die Stadt Aachen, sowie RWTHextern.

08.04.08

Bundesverdienstorden für Peter Grünberg - Bundespräsident Köhler überreicht Ehrung an den Nobelpreisträger bei Zeremonie in Berlin

Jülich. Bundespräsident Horst Köhler zeichnet am heutigen Dienstag in Schloss Bellevue in Berlin persönlich die Nobelpreisträger Professor Dr. Peter Grünberg und Professor Dr. Gerhard Ertl mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus.

Mit dieser Auszeichnung würdigt der Bundespräsident ihre herausragenden Verdienste um die grundlagen- und anwendungsorientierte Spitzenforschung. Die weltweit anerkannten Wissenschaftler haben technische Entwicklungen ermöglicht und verbessert, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind.

Grünbergs Entdeckung des neuen physikalischen Phänomens des Riesenmagnetowiderstandes war wesentliche Basis für die rasante weltweite Entwicklung der Kommunikations- und Informationstechnologie und für zukünftige Innovationen auf dem Gebiet dieser Schlüsseltechnologien. Er erhielt 2007 den Nobelpreis für Physik zusammen mit dem Franzosen Albert Fert. Die beiden Festkörperphysiker wurden für ihre Arbeiten rund um den Riesenmagnetowiderstand geehrt, die in den 90er-Jahren den Durchbruch zu Giga-Byte-Festplatten ermöglichten. Ihre Forschung legte den Grundstein für den Forschungsbereich Spintronik, der den quantenmechanischen Spin der Elektronen für die Mikro- und Nanoelektronik nutzbar macht. Dank dieser Grundlagenforschung gelang es, leistungsfähige Lese-Schreib-Köpfe für Festplatten zu entwickeln.

Grünbergs Riesenmagnetowiderstands- oder GMR-Effekt (englisch: Giant Magnetoresistance) findet man heute in fast jeder Festplatte. Der GMR-Effekt dient dem präzisen Auslesen von Daten. Diese sind auf engstem Raum in winzigen Bereichen unterschiedlicher Magnetisierung gespeichert. Ein Sensor, der den GMR-Effekt nutzt, registriert diese kleinen Unterschiede als große messbare Änderung und arbeitet daher hochempfindlich. Das erkannte auch die Industrie: Bereits 1997 kam der erste GMR-Lesekopf für Computerfestplatten auf den Markt. Der GMR-Effekt bescherte dem Forschungszentrum Jülich als Patentinhaber Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe. Längst hat der GMR-Effekt in verbesserten Leseköpfen für Festplatten, Videobänder sowie in MP3-Playern weltweite Verbreitung gefunden. Peter Grünberg erhielt dafür 1998 den Zukunftspreis des Bundespräsidenten und 2006 den Erfinderpreis der Europäischen Kommission.

Auf dem Feld der physikalischen Chemie hat Professor Ertl als Pionier der Oberflächenforschung u. a. die Entwicklung moderner und neuartiger Katalysatoren entscheidend vorangetrieben.

Oerlikon Schlafhorst entlässt 99 Mitarbeiter

Übach-Palenberg. Die Geschäfte des Gladbacher Textilmaschinenbauers Oerlikon Schlafhorst liefen zuletzt hervorragend – trotzdem müssen jetzt 99 der 745 fest Angestellten gehen.

Die üblichen Begründungen gibt es in einem Artikel auf rp-online.

04.04.08

Mit betrieblicher Modernisierung zu mehr Erfolg: Minister Karl-Josef Laumann besucht die SOPTIM AG in Aachen

Aachen. Aus der Praxis – für die Praxis. Unter diesem Motto steht die Veranstaltungsreihe des NRW Arbeitsministeriums „Moderne Arbeit – Wettbewerbsfähige Betriebe“. Arbeitsminister Karl-Josef Laumann stellt Betriebe in NRW vor, die eine vom Land NRW aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds geförderte Potenzial- oder Arbeitszeitberatung in Anspruch genommen haben.

Am Donnerstag 10. April 2008 präsentiert das IT-Dienstleistungsunternehmen SOPTIM AG in Aachen ab 14 Uhr die Ergebnisse seiner Potenzialberatung. Dr. Hans Röllinger, Vorstandsvorsitzender der SOPTIM, wird die Entwicklungs- und Erfolgsgeschichte des 35-jährigen mittelständischen Unternehmens vorstellen. Karl Josef Laumann wird sich im Gespräch mit Vertretern des Unternehmens und Beschäftigten über Ablauf und Erfolge des Modernisierungsprozesses informieren.

Seit Einführung des Förderinstrumentes im Jahr 2000 haben mehr als 12.000 Unternehmen in NRW eine Potenzialberatung durchgeführt. Die Bilanz ist sowohl im Hinblick auf die Zufriedenheit der Unternehmen als auch auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze positiv. So hat auch die SOPTIM AG durch die Potenzialberatung beachtliche Modernisierungserfolge erzielen können. Vor allem der Aufbau eines systematischen Anforderungsmanagements stellt heute sicher, dass das innovative Dienstleistungsunternehmen auch in der Zukunft
Energieversorgungsunternehmen aller Größenordnungen sowie Netzbetreiber erfolgreich mit individuellen Lösungen für den liberalisierten Energiemarkt beliefern kann.

Die Globalisierung verlangt von Unternehmen und Unternehmern ein Höchstmaß an Flexibilität, Innovationsfähigkeit und Entwicklungsbereitschaft. Nur wer modernisiert, wird im weltweiten Wettbewerb bestehen können. Genau hier setzen die Förderinstrumente des Landes an.

Elke Breidenbach, Leiterin der Regionalagentur Aachen, weist auf regionale
Umsetzungserfolge hin: „In der Region Aachen haben allein im vergangenen Jahr 144 kleine und mittlere Unternehmen eine Potenzialberatung in Anspruch genommen, 50 Unternehmen waren an Kooperationsprojekten beteiligt und zur Förderung der beruflichen Weiterbildung haben wir etwa 1.500 Gespräche mit Personalverantwortlichen und 3.800 Weiterbildungsberatungen mit Beschäftigten geführt und 2007 insgesamt mehr als 11.000 Bildungsschecks ausgeben können. Die Beispiele zeigen, wie hilfreich die Angebote des Landes für die Betriebe sind.“

Nähere Auskünfte zu Ort und Ablauf der Veranstaltung mit Arbeitsminister Karl-Josef Laumann und Oberbürgermeister Jürgen Linden erteilt Ihnen gerne die Regionalagentur unter 0241-963-1920.

Weiterbildungsangebot des FIR in Kooperation mit der RWTH International Academy

Bereits zum dritten Mal bietet das Forschungsinstitut für Rationalisierung e.V. (FIR) an der RWTH Aachen gemeinsam mit der RWTH International Academy den Zertifikatkurs „Industrielles Dienstleistungsmanagement“ an. Der zweiteilige Kurs findet vom 17. bis 19. April und vom 29. bis 31. Mai in Aachen statt.

Der Stellenwert von Dienstleistungen insbesondere für produzierende Unternehmen wächst stetig. Die Unternehmen stehen immer häufiger vor der Aufgabe, die Entwicklung von der „Dienstleistung als Give Away“ hin zur „Dienstleistung als Kern des Absatzbündels“ zu vollziehen. Eine Voraussetzung hierfür ist die erfolgreiche Entwicklung und Professionalisierung des Dienstleistungsmanagements, getragen durch qualifizierte Fach- und Führungskräfte, die in der Lage sind, Zukunftspotenziale rechtzeitig zu erkennen und neue Geschäftsmodelle im Service wirkungsvoll umzusetzen.

Im RWTH Zertifikatkurs „Industrielles Dienstleistungsmanagement“ werden die Teilnehmer „Fit for Service“ gemacht, indem ihnen Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden, die für ein erfolgreiches Dienstleistungsmanagement unerlässlich sind.

Das Kursangebot richtet sich an Fach- und Führungskräfte für das Management industrieller Dienstleistungen. Die Teilnehmenden schließen den Kurs nach erfolgreicher Prüfung mit einem Zertifikat der RWTH Aachen ab. Der RWTH Zertifikatkurs wird im jährlichen Turnus im Rahmen eines zweimal dreitägigen Kompaktkurses in den Räumlichkeiten des Forschungsinstituts für Rationalisierung in Aachen angeboten.

Ganzheitliche Lösungen für die Windkraft aus Herzogenrath

Herzogenrath. Auf der diesjährigen EWEC (European Wind Energy Conference & Exhibtion) in Brüssel (31.3. bis 3.4.2008) hat die FAG Industrial Services (F’IS) ihr breitgefächertes und innovatives Produkt- und Serviceportfolio rund um die Instandhaltung in der Windkraft präsentiert. Auch die neu ins Leistungsspektrum aufgenommenen Dienstleistungen Endoskopie, Drehmomentmessung und Thermografie eröffnen Anlagenbetreibern erhebliche Einsparpotentiale.

Highlight am F’IS Messestand waren intelligente Online-Überwachungssysteme speziell für die Windkraft. Mit dem FAG ProCheck und dem FAG WiPro werden Schäden an Windkraftanlagen frühzeitig erkannt. Das vermeidet ernsthafte Folgeschäden. Die Leistungsfähigkeit des Überwachungssystems FAG WiPro wurde durch das Allianz Zentrum für Technik (AZT) bestätigt. Der Germanische Lloyd zertifizierte sowohl das FAG WiPro als auch das F’IS Überwachungszentrum in Herzogenrath

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt waren die neuen Services Endoskopie, Drehmomentmessung und Thermografie. Die Endoskopie bildet eine sinnvolle Ergänzung zur Schwingungsüberwachung. Mithilfe von Endoskopen kann das Ausmaß eines Schadens noch genauer bestimmt werden. Die Kombination beider Diagnoseverfahren erleichtert die Entscheidung für zu treffende Maßnahmen. Drehmomentmessungen machen Überlasten, z.B. an Wellen oder Lagerstellen, sichtbar. Durch dieses Verfahren lassen sich kritische Betriebszustände rechtzeitig erkennen. Ungeplanten Stillständen durch Bauteilversagen wird so wirkungsvoll vorgebeugt. Mittels Thermografie werden Wärmeentwicklungen mit Hilfe einer hochauflösenden Infrarotkamera erfasst. Die Methode ermöglicht die Vorauswahl von Messpunkten für eine spätere Schwingungsanalyse. Fehl- und Mangelschmierung sowie Fehlmontagen lassen sich ebenfalls feststellen.

Die Leistungsfähigkeit des F’IS Produkt- und Serviceportfolios hat sich bereits in zahlreichen Anwendungen erwiesen. Weltweit profitieren namhafte Kunden vom Netzwerk der Schaeffler Gruppe. So wurden beispielsweise 49 FAG WiPro-Systeme beim Betreiber eines australischen Windparks installiert. Ein leistungsfähiges Team von Spezialisten übernimmt hier die Vor-Ort-Überwachung. Der Kunde erhält so eine umfassende Unterstützung aus einer Hand.

Die FAG Industrial Services GmbH (F’IS) mit Hauptsitz in Herzogenrath bei Aachen bietet herstellerneutral Dienstleistungen, Serviceprodukte und Schulungen rund um die Instandhaltung an. Sie hilft ihren Kunden, Instandhaltungskosten zu sparen, Anlagenverfügbarkeit zu optimieren und unvorhergesehene Maschinenstillstände zu vermeiden. Die F'IS verantwortet für die Marken INA und FAG das weltweite Servicegeschäft der Schaeffler Gruppe. Diese erzielte mit ihren Marken INA, LuK und FAG im Jahr 2007 mit rund 66.000 Mitarbeitern an weltweit mehr als 185 Standorten einen Umsatz von 8,9 Milliarden Euro.

02.04.08

Fort Dodge Veterinär GmbH erhält Zuschlag für Blauzungenimpfstoff

Würselen, 02. April 2008 – Die Fort Dodge Veterinär GmbH mit Sitz in Würselen hat den Zuschlag für die Bereitstellung von Impfstoffen gegen die Blauzungenkrankheit erhalten. Dies gab der hessische Minister für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Wilhelm Dietzel, in Wiesbaden bekannt. Fort Dodge und zwei weitere Impfstoffhersteller werden insgesamt rund 21 Millionen Impfdosen für den Blauzungenimpfstoff Serotyp 8 für ganz Deutschland produzieren und bereitstellen. Die erste Auslieferung ist für Anfang Mai geplant. Neben Spanien, Frankreich und Belgien ist Deutschland das vierte Land, das sich für den Impfstoff von Fort Dodge entschieden hat. Weitere europäische Regierungen stehen in Verhandlungen mit dem Unternehmen.

Die bestellten Impfstoffe sind bisher in Deutschland noch nicht zugelassen. Zurzeit werden Studien seitens des Friedrich-Löffler-Instituts durchgeführt, die das Medikament auf seine Eignung und Unschädlichkeit prüfen. Mit Abschluss der Untersuchungen wird bis Ende Mai gerechnet. Der Einsatz des nicht zugelassenen Impfstoffes in Deutschland soll außerdem durch eine entsprechende Eilverordnung nach dem Tierseuchengesetz ermöglicht werden.

Die Blauzungenkrankheit wird durch Insekten auf Schafe, Rinder und Ziegen übertragen. Die Krankheit ist nicht ansteckend, kann aber für infizierte Tiere tödlich enden. Für Menschen gilt die Blauzungenkrankheit als ungefährlich und Fleisch- und Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden. Insgesamt sind bundesweit bisher rund 22.000 Fälle der Blauzungenkrankheit bei Rindern und Schafen bekannt.

Zusätzlich zu den Impfstoffen liefert Fort Dodge auch Insektizide, die nachweislich bei der Bekämpfung von Culicoides spp., dem Überträger der Krankheit, helfen.

01.04.08

Harald Bolt im FZ-Jülich Vorstand

Jülich. Am Forschungszentrum Jülich ist ein neues Vorstandsmitglied für den Bereich Energie und Umwelt tätig. Prof. Dr. Harald Bolt ist einer von zukünftig drei Bereichsvorständen in Jülich. Nach außen wird Harald Bolt die Institute für Energieforschung (Dünnschichtsolarzellen, Brennstoffzellen, effiziente Kraftwerke, Fusion, Sicherheitsforschung, Systemforschung) und Umweltforschung vertreten.

Harald Bolt ist auf forschungspolitischer und strategischer Ebene auch für den Bereich Brennstoffzellentechnik zuständig und wird dafür eng mit den entsprechenden Instituts- und Projektleitern zusammenarbeiten.

Der gelernte Maschinenbau-Ingenieur verbrachte jeweils mehrere Jahre an Energieforschungszentren in Jülich, Garching und Japan und lehrte als Professor an den Universitäten Tokio, Wuppertal sowie der TU München. Mit seiner Einsetzung endet zum März 2008 die kommissarische Leitung von Prof. Dr. Detlev Stöver auf dem Posten, der vormals als Forschungsdirektor betitelt wurde.