Zukunftsinitiative Eifel belegt erste Ergebnisse nach dem Forum EifelTEC 2007
HIMO jetzt offizielle Relaisstation der Zukunftsinitiative Eifel im Netzwerk Technologie und Innovation
"Die Eifel muss vom Wissenstransfer profitieren", mit diesem Wunsch starteten vor einem halben Jahr die für das Forum EifelTEC projektverantwortlichen Akteure. Die HIMO Zentrumsleiterin Silke Marczincik und Ruth Roelen, die sich beim Kreis Aachen federführend um die Netzwerkaktivitäten „Innovation und Technologie“ im Rahmen der Zukunftsinitiative Eifel kümmert, riefen im September 2007 im HIMO zur Zusammenarbeit auf. Das Netzwerk, das den Wissenstransfer insbesondere aus den Aachener Hochschulen in die Eifeler Unternehmen fördert, um letztendlich auf Seiten der Wirtschaft wie der Wissenschaft die Mehrwerte abzuschöpfen, gab mit dieser Veranstaltung den Startschuss für einen wahren Transfermarathon. Innerhalb dieses halben Jahres sind wesentliche Ziele erreicht und Visionen realisiert worden.
Eifeler Unternehmen wie Junker, Dürr und Picard unterzeichneten im September 2007 mit Professor Dr. Johannes Gartzen, Vertreter der Fachhochschule Aachen für den Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik, Kooperationsverträge, die den Willen auf eine intensive Vernetzung zwischen der Eifeler Wirtschaft und den Hochschulen festschrieben.

„Das waren keine Lippenbekenntnisse“, berichtet HIMO Zentrumsleiterin Silke Marczincik, denn bisher folgten rund 25 Studenten dem Ruf in die Eifeler Unternehmen. Zudem ist es Prof. Gartzen gelungen, Bachelor- und Masterarbeiten sowie Kooperationen mit und in die hiesigen Firmen zu vermitteln. Dabei profitieren alle Beteiligten – ein besonderes Ziel der Netzwerkarbeit.
Ins Detail wurde u.a. auch bei dem Unternehmen Picard gegangen. „Derzeit laufen zwei Projekte zur Automatisierung der Fertigungsprozesse“, berichtet Betriebsleiter Uwe Kelterborn über die effiziente und lösungsorientierte Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik. Zwei Studenten aus der Eifel haben auch hier durch diese Aktion die Möglichkeit von Praktika erhalten.
Auch eine Kooperation wurde jüngst aus der Taufe gehoben. Seit dem 01.03.2008 hat das Unternehmen profund aus dem HIMO eine Kooperation mit zwei Ingenieurbüros aus Düren und Erkelenz geschlossen. Die Geschäftsführer der Firmen imatec aus Düren und aixma aus Erkelenz, Dipl.-Ing. Heinz Thoma aus Simmerath und Dipl.-Ing. Richard Jonas aus Arnoldsweiler, haben beide bei Prof. Dr. Gartzen in Aachen studiert und ihre Diplome abgelegt.
Die Kooperation der 3 Firmen profund, imatec und aixma wird künftig Ingenieurdiensteistungen für die Industrie und das Handwerk anbieten. Dazu gehören im wesentlichen Qualitätsmanagement, Arbeitssicherheit, CE-Kennzeichnung, Unternehmenskonzepte und Seminare zu verschiedenen Fachgebieten. Das Leitmotiv des neu geschlossenen Dreierbündnisses lautet: „praxisnah und effizient“. Ziel der Kooperation ist es, mittelfristig bis zu 10 Arbeitsplätze in der Eifel neu zu schaffen.
„Dies ist nur die Spitze des Eisberges“, freut sich Gartzen. Er schildert von sieben weiteren Projekten, die sich nach dem Forum EifelTEC gemeinsam mit Eifeler Unternehmen ergeben haben. „Natürlich darf ich hier keine Inhalte der Aufträge verbreiten“, schmunzelt er.
Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Aachen wurden fünf Workshops zum Thema Innovationsmarketing mit Prof. Dr. Gerd Wassenberg (FH Gelsenkirchen) als Gastreferent ins Leben gerufen. Im November findet ein weiteres Unternehmerseminar der FH Aachen im HIMO statt. Sogar die Leistungsschau der Monschauer Wirtschaft wird für dieses Jahr gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Monschauer Unternehmer (AMU) konzeptionell verändert. Prof. Dr. Claudia Mayer der FH Aachen erarbeitet derzeit ein neues Konzept
„Es wurden annähernd 50 technologieorientierte und innovative Unternehmen in den Eifelkreisen Düren, Euskirchen und Aachen persönlich befragt, um festzustellen, wo die Initiative in Bezug auf den Technologietransfer und darüber hinaus helfen und vermitteln kann“, so Ruth Roelen, im Kreis Aachen für Regionalentwicklung zuständig.
Clusterstart in Mechernich
Ein Ergebnis der Gespräche ist das nächste Highlight im Rahmen der aktiven Netzwerkarbeit, das gemeinsam mit den Kreisen, der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (AGIT) und der Industrie- und Handelskammer Aachen angepackt wird. Roelen verweist auf eine Veranstaltung am Mittwoch, dem 23. April in Mechernich bei der Deutschen Mechatronics zum Clusterstart für Eifeler Maschinenbauer und Kunststoffunternehmen. „Dabei steht das Knüpfen und Vertiefen fachbereichsbezogener Kontakte im Vordergrund, um Synergien zu produzieren“, erläutert Roelen.
Interessierte Unternehmer können sich bei Fragen an das HIMO wenden. Die Relaisstation steht in direkter Verbindung mit dem Kreis Aachen und damit zur Zukunftsinitiative Eifel „Technologie und Innovation“. Silke Marczincik ist stolz auf die Auszeichnung des Innovationszentrums HIMO als Stützpunkt der Zukunftsinitiative Eifel und zeigt auf die Hinweisschilder, die das HIMO als Relaisstation der Zukunftsinitiative Eifel kennzeichnen