IHK: Lütticher Cargo Express auch für Aachener Region interessant
Aachen. Gemeinsam mit NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke informierten sich der neue Präsident der Industrie- und Handelskammer Aachen (IHK), Bert Wirtz, und der Vorsitzende des IHK-Verkehrsausschusses, Tim Hammer, über die verkehrsinfrastrukturellen Möglichkeiten der Lütticher Region. Besonders beeindruckt zeigten sich beide beim Besuch des Flughafens Lüttich Bierset von den dortigen Möglichkeiten für den Gütertransport. Der Frachtflughafen in Lüttich ist heute schon unter den zehn größten Europas zu finden und wird bald über einen direkten Anschluss an die Schiene verfügen. Das so genannte TGV-Cargo-Projekt wird es dann ermöglichen, teure Luftfrachtgüter in umgebauten TGV-Hochgeschwindigkeitszügen mit maximal 250 Stundenkilometern über die Schiene zu transportieren – beispielsweise zwischen Lüttich und Paris.
"Dieser Hochgeschwindigkeitsgütertransport ist auch für unsere Region von großem Interesse. Die Verkehre sollen in der Regel nachts abgewickelt werden, damit könnten freie Kapazitäten auf der Strecke Lüttich – Aachen – Köln effizienter genutzt werden", erläutert IHK-Präsident Bert Wirtz.
"Wir arbeiten schon seit Jahren eng mit dem Lütticher Flughafen zusammen. Eine erweiterte Verknüpfung mit der Schiene birgt interessante Perspektiven. Aber auch wenn die Schienenstrecke Aachen - Köln nachts aktuell freie Kapazitäten bietet, muss sie angesichts der erwarteten Güterverkehrszuwächse um ein drittes Gleis zwischen Aachen und Düren erweitert werden", fordert Tim Hammer. Die von den großen Seehäfen Rotterdam und Antwerpen ausgehenden Verkehre gingen großenteils über die Aachener Region Richtung Osten "Nur wenn ein Großteil dieser Verkehre weiterhin das verkehrstechnische Nadelöhr in unserer Region überwinden kann und unsere Region berührt, können wir daran teilhaben und logistische Mehrwerte schaffen. Ohne weiteren Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in der Aachener Region geht dies jedoch nicht", so Tim Hammer.