„Moderne Arbeitsplätze benötigen eine moderne Infrastruktur. Die Versorgung mit Breitbandanschlüssen ist längst zu einem Faktor geworden, an dem sich Standort- und Investitionsentscheidungen orientieren. Er ist nicht nur für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes von entscheidender Bedeutung“, so Margareta Ritter, Beigeordnete der Stadt Monschau, die am 19.09.2008 das Forum Eifel zu diesem Thema mit eröffnen wird.
„Breitband“ steht als übergeordneter Begriff für die schnelle Datenübertragung im Internet. Entscheidend für den Anwender ist, dass ein Breitbandinternetzugang eine Datenübertragung ermöglicht, die einem Vielfachen der Geschwindigkeit von Zugangstechniken wie der analogen Modemeinwahl oder ISDN entspricht. Häufig wird der Begriff „Breitband“ mit DSL gleichgesetzt. DSL ist nur eine bestimmte festnetzgebundene Variante (mit nicht unerheblicher Reichweitenbegrenzung) unterschiedlicher Breitbandtechnologien wie: WiMAX, Standleitungen, Mobilfunk oder Satellit.
„Um der Abwanderung von Unternehmen, dem Rückgang von Lebensqualität sowie dem Wegzug von Einwohnern entgegen zu wirken, muss die Verbindung ins Breitband-Internet gefördert werden. Immer mehr Geschäftsmodelle und Geschäftsprozesse, Dienstleistungen und Serviceangebote funktionieren nur mit Breitbandanschluss. Die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit Monschaus hängt entscheidend vom schnellen Auf- und Ausbau einer leistungsstarken Breitbandinfrastruktur ab“, so Silke Marczincik, HIMO Zentrumsleiterin und Mitorganisatorin des Forums. „Dies waren die Gründe, die zur diesjährigen Themenauswahl massiv beigetragen haben. Das HIMO selbst, schon seit Beginn des Jahres mit einer Funkantenne ausgestattet, um schneller ins Internet zu gelangen, kennt die Probleme der hiesigen Unternehmen.“
Ein wichtiges Kriterium für einen schnellen Internetzugang ist die Frage, ob es sich um leitungsgebundene oder leitungsungebundene Lösungen handelt. Manchmal können auch Mischlösungen zum Einsatz kommen.
- Leitungsgebundene Lösungen DSL, Standleitung, Kabel TV, Powerline
- Drahtlose Lösungen WLAN/WiMAX, Mobilfunk, Satellit, Richtfunk
Welche Alternative für einen User die optimale ist, hängt von sehr vielen Faktoren ab. Alternative Technologien zur Breitbandversorgung sind insbesondere funkgestützte Systeme. Angeboten werden derzeit sowohl Lösungen, bei denen der Breitbandanschluss über eine Satellitenverbindung realisiert wird, als auch über terrestrische Funknetze, bei denen – ähnlich wie beim Mobilfunk – im Bereich der zu versorgenden Orte kleine Sendeanlagen errichtet werden. Hierbei kommen entweder Standleitungen oder Richtfunkverbindungen als Zuführung zum lokalen Netz zum Einsatz.
Diese komplexen Themen werden den interessierten Teilnehmern ab 19.00 Uhr durch fachlich kompetenten Referenten näher gebracht und verständlichen erläutert. Vertreter der Stadt, der AGIT, der Kammer, der RWTH Aachen, der Wirtschaft und Unternehmer mit dem Schwerpunkt Kommunikation, werden geführt durch eine ansprechende Moderation das Themenfeld der Breitbandversorgung für Monschau, in Form einer Podiumsdiskussion behandeln. Den Teilnehmern wird danach eine Diskussionsrunde angeboten, die mit einem kleinen Imbiss endet. Das Forum wird unterstützt durch vis-á-vis die Brancheninitiativen der Region Aachen.
„Von einer flächendeckenden Breitbandversorgung ist nicht nur Monschau sondern vor allem NRW dennoch weit entfernt. Das Forum Eifel, ist daher speziell der Frage nach den Möglichkeiten der Breitbandversorgung in der Monschauer Region gewidmet“, so die Beigeordnete Ritter weiter. „Je optimaler die heutige
Planungen ausgeführt werden, desto besser ist man für die Zukunft gerüstet.“
Zentrales Instrument der Breitbandpolitik ist die Initiative Breitband NRW. Landkreise und Kommunen sollen in die Lage versetzt werden, nicht nur ihre spezifische Breitbandversorgung zu erfassen, sondern darüber hinaus die Breitbandversorgung in sämtliche Planungsprozesse für Wohn- und Gewerbegebiete einzubeziehen. Flankiert durch ortsbezogene Wirtschaftsdaten, topographische Merkmale, Ausschlussentfernungen zur übergeordneten Breitbandinfrastruktur u. ä. wird somit eine hohe Treffergenauigkeit ermöglicht, um die geeigneten Erschließungstechnologien und den Wirtschaftlichkeitsgrad der Erschließung zu identifizieren.
Anmeldung unter Tel.: +49(0)2472 8025808 beim HIMO Serviceteam erwünscht - begrenzte Teilnehmerkapazität.