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31.10.08

Prognos: Aachen gehört zur Spitzengruppe bei den „Jungen Regionen“

Aachen liegt im Kampf „um die jungen Könner“ ganz weit vorn. Das ist eines der Ergebnisse einer Untersuchung des Schweizer Forschungsinstituts Prognos, über die das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe unter der Überschrift „Deutschland TOP-Regionen“ berichtet. 150 Arbeitsmarktregionen wurden untersucht. In dem Segment „Junge Regionen“ gehört Aachen mit z.B. Freiburg, Marburg, Bamberg und München zu den so genannten Top-Regionen. Junge Regionen sind solche mit einem hohen Anteil von Fach- und Führungskräften im Alter bis zu 35 Jahren. Laut Prognos ist die Altergruppe zwischen 25 und 35 Jahren wegen der rapiden Alterung der Gesellschaft für Städte und Regionen inzwischen zur wichtigsten Zielgruppe geworden. „Der Kampf um die besten Köpfe“ werde weitgehend in dieser sehr knapp bemessenen Lebensphase entschieden. Aachen zählt deshalb wie manch andere Unistadt zur Spitzengruppe der „Jungen Regionen“, weil die Hochschulen ihre Absolventen nicht in Arbeitslosigkeit entlassen. Top-Regionen wie Aachen böten interessante Beschäftigungsmöglichkeiten. Darüber hinaus profitierten Hochschulstandorte von den Gründungsaktivitäten der Absolventen. „Den ersten Schritt in die Selbständigkeit“, so Prognos, „wagen die Nachwuchskräfte meist in der Region, in der sie auch studiert haben.“


Aachen. Aachen gehört darüber hinaus zu den „sehr guten“ Standorten für „Denker“. Diese seien „die Antriebsfeder der Wirtschaft schlechthin.“ Zu ihnen zählen die „hochkreativen Innovateure und Entwickler neuer Produkte und Dienstleistungen“ ebenso wie Mathematiker, Informatiker, Naturwissenschaftler, Techniker und Ingenieure.

Im Mittelfeld, aber dennoch „eher gut“, landet die Region Aachen in Punkto Lebensqualität. Besonders hoch gewichtet wird bei der Messung dieses Faktors der so genannte Bohemian-Index, der die Präsenz von Musikern, Malern, Designern, Tänzern oder Schriftstellern abbildet und der ein Indikator ist für ein offenes und tolerantes Klima, des Denker wie Lenker inspiriert und anzieht.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt besucht das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Aachen

Auf den ersten Blick haben Medizin und Kunststoffverarbeitung wenig gemein. Denkt man aber an Kanülen, Einwegspritzen oder medizinische Apparate, fällt auf, dass viele Produkte in der täglichen Arbeit der Mediziner aus Kunststoff sind. Die meisten von Ihnen werden außerhalb des Körpers als medizintechnische Produkte verwendet. Aber es gibt Anwendungen, die die vielfältigen Eigenschaften der Kunststoffe auch im Körper nutzen. Dafür stehen vier aktuelle Forschungsvorhaben zwischen dem Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen und verschiedenen Universitätskliniken sowie dem Institut für Textiltechnik an der RWTH Aachen. Um sich über den Stand dieser Entwicklungen zu informieren, besuchte am 24. Oktober 2008 die Bundesministerin für Gesundheit Ulla Schmidt das IKV.

Der Einführungsvortrag von Professor Walter Michaeli, Leiter des IKV, beleuchtete die breitgefächerten Aktivitäten des Instituts innerhalb und außerhalb der Medizintechnik. Darauf folgte ein Vortrag von Ina Michaelis, wissenschaftliche Mitarbeiterin am IKV und Leiterin der Arbeitsgruppe Medizintechnik, über die vier Forschungsvorhaben des IKV auf diesem Gebiet und ihren Nutzen für Medizin und Patienten.

So könnte ein resorbierbares Implantat bald Defekte der Herzscheidewand verschließen und schwere operative Eingriffe vermeiden. Ein resorbierbares Drug-Delivery-System für die überaktive Harnblase kann die bisher umständliche und schmerzhafte Behandlung dieses Krankheitsbildes für den Patienten erträglicher gestalten. Ein weiteres Kunststoffimplantat hat zum Ziel, eine bessere Heilung bei Schaftfrakturen von kleinen Röhrenknochen wie zum Beispiel dem Schlüsselbein zu gewährleisten; bisherige Behandlungsansätze ziehen teilweise Folgeschäden oder Einschränkungen nach sich. Und ein teilresorbierbarer Textil-Kunststoffschaum-Verbund könnte in Zukunft selbst komplexe Organe wie den Dünndarm ersetzen.

Als Projektpartner des IKV nahmen teil: Thorsten Deichmann (Institut für Textiltechnik, Aachen), Dr. Joachim Grosse (Klinik für Urologie, Uniklinikum Aachen), Dr. Karsten Junge (Chirurgische Klinik, Uniklinikum Aachen), Dr. Christian Jux (Kinderherzzentrum Gießen, Uniklinikum Gießen) und Dr. Oliver Pieske (Chirurgische Klinik, Ludwig-Maximilians-Universität München). Der Rektor der RWTH Aachen, Prof. Ernst Schmachtenberg nahm ebenfalls an dem Treffen teil. Sie alle nutzten die anschließende Diskussion mit der Ministerin, um den Nutzen der Forschungsvorhaben für den Patienten herauszustellen.

Und nach der Theorie die Praxis: Die Ministerin Schmidt besichtigte das Spritzgießtechnikum des IKV in der Pontstraße. Hier demonstrierten die Kunststofftechniker des IKV die Verarbeitung von Kunststoffen an laufenden Spritzgießmaschinen. Die Bundesgesundheitsministerin zeigte sich angenehm überrascht, was man mit Kunststoffen in der Medizin bewirken kann. Zudem nahm die Ministerin erfreut mit auf den Weg, dass sogar zwei der dargestellten Forschungsprojekte Gewinner des „Innovationswettbewerbs Medizintechnik 2008“ sind.

Drei Botschaften wurden während des Besuchs deutlich: Hinter den Kulissen der vielen Institute an der RWTH Aachen wird weit mehr erforscht als viele denken. Kunststoffe eignen sich nicht nur als Verpackung oder für Einwegspritzen, sie können Segen für Patienten sein. Und drittens: Durch gezielte und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Medizinern und Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen, der Industrie, Forschungsträgern und der Politik kann viel erreicht werden.

30.10.08

14 Landessieger kommen aus dem Kammerbezirk Aachen - Nachwuchs-Handwerker erzielen Spitzenergebnis

Aachen. Ein Spitzenergebnis haben 14 Nachwuchs-Handwerker aus dem Kammerbezirk Aachen erzielt. Die talentierten Gesellinnen und Gesellen wurden NRW-Landessieger im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks 2008.
Mit dem Erfolg hätten die Ausgezeichneten den Grundstein für eine chancenreiche Berufslaufbahn gelegt, die bis zur Gründung oder Übernahme eines Betriebes reichen könne. Das unterstrichen alle Redner bei der Schlussfeier im Kfz-Zentrum der Handwerkskammer Südwestfalen in Arnsberg.

Leistung und Kreativität brauche das Land mehr denn je, sagte Dr. Jens Baganz, Staatssekretär im NRW-Wirtschaftsministerium. Er appellierte an die Sieger des Leistungswettbewerbs, "ein Stückchen ihrer Begeisterung für den Beruf auf die Kollegen zu übertragen."
Neben Baganz gratulierten Franz-Josef Knieps, Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertages, und Willy Hesse, Präsident der Handwerkskammer Südwestfalen, den besten Teilnehmern des Leistungswettbewerbs zu ihrem Erfolg. Herzliche Glückwünsche der Handwerkskammer für die Region Aachen überbrachten Vizepräsident Felix Kendziora und Geschäftsführer Dr. Arend Katterbach.

Im NRW-Entscheid hatten die Kammersieger aus allen Teilen des Landes ihr fachliches Können gemessen. Die fünf Erstplatzierten aus der Aachener Region sind zur Teilnahme am Bundeswettbewerb in Wiesbaden berechtigt. Außer ihnen schnitten weitere Teilnehmer aus dem Kammerbezirk Aachen gut ab: Vier belegten zweite Plätze und fünf wurden Dritte.

Die ersten Landessieger kommen aus verschiedenen Teilen der Wirtschaftsregion und repräsentieren die Vielfalt der handwerklichen Berufe:

  • Bürokaufmann: Daniela Günther, Wassenberg / Ausbildungsbetrieb: Schleiff Bauflächentechnik GmbH & Co. KG, Erkelenz;
  • Gebäudereiniger: Jennifer Roderburg, Aachen / Ausbildungsbetrieb: Gebäudereinigung Martina Herbst, Herzogenrath;
  • Informationselektroniker: Philip Grawe, Zülpich / Ausbildungsbetrieb: Weimbs Büro- und Kommunikationsdienste GmbH, Euskirchen.
  • Korbmacher: Ricardo Bäcker, Geilenkirchen / Ausbildungsbetrieb: Johann Hansen GmbH & Co. KG, Geilenkirchen.
  • Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik: Zenel Krasniqi, Aachen / Ausbildungsbetrieb: Reifen Büscher OHG, Aachen.

AIXTRON: auf Kurs zu den 2008er Zielen

Aachen. AIXTRON AG, Aachener Hersteller von Depositionsanlagen für die Halbleiterindustrie, meldet Ergebnisse für die ersten neun Monate 2008.
Jahresprognose bestätigt, Plattformbasierte Produktionsanlagen dominieren die Nachfrage, Schwaches Siliziumgeschäft im Einklang mit Marktumfeld

Finanzielle Highlights
Die Umsatzerlöse der ersten neun Monate 2008 beliefen sich auf EUR 192,1 Mio. und lagen damit, trotz eines erheblich schwächeren US-Dollar-Durchschnittskurses, um 20% über dem Wert der Vorjahresperiode 2007. Das gestiegene Umsatzniveau beruht im Wesentlichen auf starken Umsätzen mit Verbindungshalbleiter-Anlagen für die LED-Industrie.
Das Bruttoergebnis stieg im Berichtszeitraum um 24% auf EUR 77,3 Mio. und führte zu einer leicht verbesserten Bruttomarge von 40% (9M/2007: 39%).
Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 53% auf EUR 25 Mio., was einer EBIT-Marge von 13% entspricht; das Vorsteuerergebnis (EBT) erhöhte sich um 58% auf EUR 27,6 Mio.; der Nettogewinn betrug EUR 18,9 Mio., 28% mehr als in der Vorjahresperiode.
Der Anlagen-Auftragseingang ging im dritten Quartal wie erwartet und im Einklang mit der zyklisch nachlassenden Investitionstätigkeit um 25% gegenüber dem Vorquartal 2008 zurück. Dennoch ist der Vorstand vor dem Hintergrund des derzeitigen Marktumfeldes mit den in Q3/2008 gesicherten Aufträgen in Höhe von EUR 52,2 Mio. und dem 31%igen Anstieg des kumulativen Neunmonats-Auftragseingangs im Vorjahresvergleich sehr zufrieden.
AIXTRONs Bestand an liquiden Mitteln inklusive kurzfristiger Finanzanlagen bleibt mit EUR 77,2 Mio. zum 30. September 2008 im Vergleich zum Vorjahresende auf fast unverändert hohem Niveau. Gleichzeitig bestanden zum 30. September 2008 keine Bankverbindlichkeiten.

Bericht des Vorstandes
Paul Hyland, Vorstandsvorsitzender der AIXTRON AG, erläutert: „In dem zunehmend schwierigeren makroökonomischen Umfeld bewährt sich einmal mehr unsere strategische Ausrichtung und die finanzielle und operative Flexibilität. Es ist daher unser Ziel, diese Stärken weiter auszubauen. Wir glauben, dass unsere konzentrierte und konsequent auf den Markt ausgerichtete Entwicklungstätigkeit und unsere flexible Fertigungsstrategie genau die richtigen Antworten sind, um sich den Herausforderungen in dem volatilen Marktumfeld zu stellen. Der Ausweis unseres Auftragseingangs bleibt konservativ. Daher verzeichneten wir bis dato auch keine Stornierungen. Wir haben eine fortgesetzt hohe Liquidität und sind schuldenfrei. Operativ haben wir in den letzten Jahren hart gearbeitet, nicht nur, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produkte weiter zu erhöhen, sondern auch um unsere Fertigungsprozesse zu verbessern. Hier sehen wir weiteres Potenzial, das wir im kommenden Jahr heben wollen, um mit klaren Zielen unsere Profitabilität weiter zu steigern. All dies versetzt uns in eine gute Lage, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern, und wird es uns erlauben, das Feld wie bisher anzuführen, wenn sich die Rahmenbedingungen verbessern. Ich freue mich auch, dass ich heute feststellen kann, dass AIXTRON seine Prognose für das Geschäftsjahr einhalten wird.“

Prognose
Der Vorstand der AIXTRON AG bestätigt die jetzt präzisierte Prognose für das Gesamtjahr 2008 mit Umsatzerlösen in Höhe von EUR 270 Mio. und einer EBIT-Marge von 12%.

29.10.08

Privater Investor will Kreisdächer mit Photovoltaik bestücken

Kreis Düren. Mit der Vermietung von Dachflächen öffentlicher Gebäude zur Errichtung von Photovoltaikanlagen setzt der Kreis Düren ein ökologisches Zeichen.
Zu diesem Zweck wurde mit dem Euskirchener Unternehmen F & S solar concept ein Mietvertrag abgeschlossen. Der Investor und Betreiber hat das Ziel, noch in diesem Jahr möglichst viele Dachflächen des Kreises mit Photovoltaikanlagen auszustatten.

Lesen Sie mehr in der AZ-web.de

28.10.08

"Lions Crossing Borders" mit Minister Pinkwart und Ministerin van der Hoeven im World Trade Center Heerlen Aachen

"Lions Crossing Borders" mit Minister Pinkwart und Ministerin van der Hoeven im World Trade Center Heerlen Aachen

Rund 100 Mitglieder und Gäste der Lions Clubs Aachen Carolus Magnus und Euregio Maas Rhein diskutierten am 24. Oktober mit dem nordrhein-westfälischen Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie und stellvertretendem Ministerpräsidenten, Professor Dr. Andreas Pinkwart, und der niederländischen Wirtschaftsministerin Maria van der Hoeven über die Lissabonner Erklärung der Europäischen Union und deren Umsetzung in der Euregio. Moderator war Björn Meißner, RWTH Aachen. Besonders im Fokus standen die wirtschaftliche grenzüberschreitende Entwicklung, der deutsch-niederländische Technologietransfer und die Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Realwirtschaft, insbesondere auf kleine und mittelständische Unternehmen.

Wie Minister Pinkwart hervorhob, wird sich die vor allem mittelständische industrielle Infrastruktur der Euregio als Vorteil im Umgang mit den Folgen der jetzigen Krise erweisen. Beide Minister verwiesen auf die große Bedeutung von europäischer Spitzenforschung und Technologietransfer. Die enge Kooperation von Unternehmen mittels Bildung persönlicher Netzwerke auch über die Grenze hinweg garantiere wirtschaftlichen Vorsprung. Dabei seien die Lions-Mitglieder in besonderem Maße gefordert, solche Prozesse zu unterstützen, betonte Jürgen Drewes, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen, Geschäftsführer des World Trade Centers Heerlen Aachen und Past-Präsident des Lions Clubs Aachen Carolus Magnus.

Für das Deutsch-Niederländische Jugendwerk e. V., das junge Menschen aus beiden Ländern zusammenführt, um das Verständnis füreinander zu verbessern, konnten über 1.400 Euro Spenden für künftige Projekte eingenommen werden. Die Präsidenten der beiden Lions Clubs – Dr. Hans-Friedmund Rittel für den Lions Club Aachen Carolus Magnus und Hajo Latzel für den Lions Club Euregio Maas Rhein – bedankten sich für die großzügigen Spenden. Sie dankten außerdem dem Organisationsteam mit Petra Müller, Jürgen Drewes, Rob Bimmel und drs. J.M.J. Severijns.

27.10.08

Herbst-Konjunkturumfrage der Kammer Aachen - Regionales Handwerk

Aachen. Das Handwerk im Raum Aachen hat seine wirtschaftliche Position im Sommerhalbjahr 2008 gefestigt. 80 Prozent der 15.800 Betriebsinhaber zwischen Euskirchen und Erkelenz beurteilen ihre Geschäftsergebnisse als befriedigend oder gut, so zeigt die Herbst-Konjunkturumfrage der Handwerkskammer für die Region Aachen. Ein Drittel der Befragten rechnet allerdings mit Rückgängen im kommenden Winter.

"Die guten Ergebnisse der vergangenen sechs Monate können nicht darüber hinwegtäuschen, dass unsere Betriebe vor einer schweren Belastungsprobe stehen", meint Ralf W. Barkey, Hauptgeschäftsführer der Kammer. Im regionalen Handwerk würden die weltweit nachlassende Konjunktur und die Auswirkungen der Finanzkrise ihre Spuren hinterlassen.

Den Spitzenplatz auf dem Stimmungsbarometer nehmen weiter die Handwerksunternehmen für den gewerblichen Bedarf ein. Metallbauer, Elektromaschinenbauer, Feinwerkmechaniker und Kälteanlagenbauer, die zumeist als Zulieferer für die Industrie arbeiten, konnten im Sommer 2008 noch stattlich Gewinn aus dem Exportboom der deutschen Wirtschaft ziehen. Allerdings zeichnet sich bei ihnen ein Abflauen der Konjunktur ab.

Gut liefen die Geschäfte in den Ausbau- und Bauhandwerken, die von den Förderprogrammen zur energetischen Gebäudesanierung profitierten. Anders sieht die Konjunkturlage im Kfz-Gewerbe aus. Die Zurückhaltung der Verbraucher hat im Verkaufs- und im Werkstattbereich dicke Bremsspuren hinterlassen. Nur 60 Prozent der Betriebsinhaber in dieser Branche verzeichnen eine gute oder zufriedenstellende Geschäftslage.

Ungünstig verläuft die Entwicklung auch bei den personenbezogenen Dienstleistungen (Friseure, Kosmetiker, Schuhmacher, Textilreiniger, Damen- und Herrenschneider). Das Schlusslicht auf der Skala bilden die Gesundheitshandwerke (Augenoptiker, Zahntechniker und Orthopädieschuhmacher), die mit den Folgen der Gesundheitsreform zu kämpfen zu haben.

64 Prozent der 562 Handwerksunternehmen, die sich an der Herbst-Umfrage der Kammer beteiligt haben, verbuchten im Sommerhalbjahr 2008 mehr oder gleich viele Aufträge, die übrigen mussten Einbußen verkraften. Damit blieb die tatsächliche Entwicklung hinter den Erwartungen der Inhaber zurück, die sie im Frühjahr noch geäußert hatten. Bei den Umsätzen verzeichneten 66 Prozent einen Zuwachs oder ein konstantes Ergebnis. Im Durchschnitt lag die Auslastungsquote der Betriebe im Kammerbezirk Aachen bei 81 Prozent.

Die Mehrheit der befragten Meister (61 Prozent) hielt ihre Verkaufspreise stabil, obwohl sich Rohstoffe und Energie verteuert haben. Ein Viertel der Betriebsinhaber musste jedoch mehr für seine Produkte und Dienstleistungen verlangen, um die gestiegenen Kosten aufzufangen.

In den vergangenen sechs Monaten gaben 67 Prozent der Betriebe mehr oder gleich viel Geld aus, um neue Maschinen und Fahrzeuge zu kaufen. Eine höhere Bereitschaft zu Investitionen zeigten vor allem die größeren Unternehmen. Geringes Eigenkapital und teure Kredite hindern jedoch zahlreiche Unternehmen, Zukunftsprojekte wie Neu- oder Umbauten zu verwirklichen.

Die Beschäftigung im regionalen Handwerk blieb im Sommerhalbjahr 2008 stabil. 85 Prozent der Unternehmen vergrößerten ihre Belegschaften oder hielten sie konstant.

Der Bedarf an handwerklichen Fachkräften und Lehrlingen im Kammerbezirk Aachen liegt zwischen 1.000 und 1.200 Stellen. Über die Fachkräftevermittlung der QualiTec GmbH, einer Tochtergesellschaft der Handwerkskammer für die Region Aachen, suchen Betriebe derzeit 950 neue Mitarbeiter. Gefragt sind vor allem Elektroinstallateure (112), Metallbauer (98), Kfz-Mechaniker (96), Anlagenmechaniker SHK (57), Tischler (40) und CNC-Fräser/-Dreher (33).

Ihre wirtschaftlichen Perspektiven schätzen die Handwerksbetriebe in der Aachener Region verhalten ein. Nur 66 Prozent der Inhaber erwarten eine gute oder zufriedenstellende Geschäftslage im Frühjahr 2009, die übrigen rechnen mit schlechteren Ergebnissen.

"Mit dem beschlossenen Rettungspaket für die Banken ist es nicht getan", betont der Kammer-Hauptgeschäftsführer. Die Bundesregierung müsse auch zielgerichtete Maßnahmen ergreifen, um die Binnenkonjunktur in Deutschland nicht vollends einbrechen zu lassen. Im Einzelnen sprach sich Barkey dafür aus, Bürger und Betriebe steuerlich zu entlasten, durch Abbau der kalten Progression und Zurückführung des Solidaritätszuschlags. Außerdem solle die große Koalition den Steuerbonus auf Handwerkerleistungen ausdehnen und Energiesparprämien für Investitionen in Gebäudesanierung einführen. Damit könne eine Rezession im beschäftigungsintensiven Handwerk vermieden werden.

21.10.08

Die erfolgreiche Unternehmerehefrau – Coworking Wife Seminar am 04.11.2008, um 19:00 Uhr im HIMO Seminarraum

Monschau. Sie ist in vielen Unternehmen zu finden? Die, die zu jeder Zeit alles
–auch parallel- erfolgreich abwickeln kann? Die, die die Buchführung, das Marketing, die Vertriebskontakte, das Mittagessen termingerecht ausführt? Die, die Weihnachtsgrüße an die Kunden versendet, Fachgespräche mit dem Steuerberater, der Bank sowie auch ganz persönliche Gespräche mit Ihren Mitarbeitern führt? Eine, die weiß, warum der Chef nachts nicht schlafen kann und die ihm morgens frisch und lächelnd den Kaffee einschenkt?

Ein Mensch, der rund um die Uhr im privaten und im dienstlichen Bereich für den Unternehmer aktiv ist – DIE PERLE des Unternehmens – die mitarbeitende Ehefrau oder die mitarbeitende Lebensgefährtin!

Die Spannbreite der Tätigkeit einer Unternehmerehefrau, -gefährtin ist vielfältig und fordert Energie, Geschick, Zeit und Diplomatie. Doch wie können diese Anforderungen unter einen Hut gebracht werden? Das Innovationszentrum HIMO hat gemeinsam mit der Referentin Monika Thißen-Schroers ein ganz besonderes Seminar für diesen Personenkreis erarbeitet. Das Seminar gibt Tipps und Anregungen zur erfolgreichen Tagesgestaltung, motiviert, informiert, erleichtert die Routine und hilft bei alltäglichen aufkommenden Fragen der Organisation.
Die Teilnehmergebühr von 15€ kann an der Abendkasse bar bezahlt werden.
Weitere Information und Anmeldung unter www.himo.de.

15.10.08

Ford Model T-Wettbewerb: Die RWTH Aachen gewinnt das internationale Rennen

Aachen (ots) - Freude an der Rheinisch-Westfälisch Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen: Das Institut für Kraftfahrzeuge Aachen (ika) hat den von Ford im Frühjahr diesen Jahres weltweit ausgeschriebenen Model T-Wettbewerb für sich entscheiden können. Die Aufgabe bestand darin, ein revolutionäres Fahrzeugkonzept für das 21. Jahrhundert zu entwickeln. Aus den von insgesamt fünf Universitäten eingereichten Vorschlägen prämierte Ford ebenfalls das Konzept der australischen Universität Deakin aus Melbourne.

Aufgerufen zur Teilnahme an diesem Wettbewerb hatte die Ford Motor Company anlässlich des hundertjährigen Geburtstags des Model T, das am 1. Oktober 1908 auf den Markt kam und 1999 von einer Automobilexpertenjury zum "Auto des Jahrhunderts" gekürt wurde. Für den Wettbewerb zahlte Ford 75.000 $ US Dollar (EUR 54.740,- Euro) an jede der teilnehmenden Universitäten vorab. Die beiden Sieger erhalten nun jeweils ein Preisgeld in Höhe von $ 25.000,- US Dollar (EUR 18.250,- Euro).

Das achtköpfige Kernteam des ika in Aachen bestehend aus Studenten und Ingenieuren entwickelte ein Konzept, das bestimmte Vorgaben von Ford zu erfüllen hatte: es sollte leicht, zuverlässig und schlicht sein, eine Reichweite von mindestens 200 Kilometern erlauben sowie mindestens zwei Passagieren Platz bieten. Und all dies zu einem Höchstpreis von $ 7.000,- US Dollar (EUR 5.100,- Euro). Herausgekommen dabei ist ein skalierbares und modulares Fahrzeugkonzept - das Model T des Jahres 2015 -, dessen Basisversion mit errechneten $ 6,780,- US Dollar (EUR 4.950,- Euro) sogar noch unter der Preisvorgabe liegt.

Als Basismodell dient die Mini-Pickupversion eines Dreisitzers, bei der die Insassen nebeneinander sitzen. Der mittlere Sitz ist dem Fahrer vorbehalten, so dass die Extrakosten für Rechts- und Linkslenkerversionen vollständig entfallen. An Kosten sowie an Gewicht wurde hier ebenfalls dadurch gespart, dass nur der Fahrersitz verstellbar ist.

Mit insgesamt 800 Kilogramm ist dieses Fahrzeug sehr leicht, wobei sich das Gewicht entsprechend erhöht, wenn statt der Basisversion mit Benzinmotor ein Hybridfahrzeug oder gar ein rein batteriebetriebenes Elektrofahrzeug aufgebaut wird. Dann steigen natürlich auch entsprechend die Gesamtkosten des Autos, bei der reinen Elektrolösung verdoppeln sie sich sogar. Die CO2-Werte variieren je nach Antriebsaggregat zwischen 54 und 100 Gramm pro Kilometer.

Die einfache Skalierbarkeit der Rahmenbauweise erlaubt, dass größere Versionen des Fahrzeugs ohne teure zusätzliche Pressteile auskommen. Damit erfüllt dieses Konzept den Anspruch, sich sehr flexibel an die unterschiedlichen Markt- und Kundenanforderungen weltweit anpassen zu lassen. In punkto Außendesign finden sich sogar Ford Kinetic-Design-Elemente wieder.

"Wir waren sehr stolz darauf, als einziges europäisches Institut an diesem span-nenden Wettbewerb teilnehmen zu dürfen. Dass wir nun auch noch als Sieger hervorgegangen sind, freut uns ganz besonders und bestätigt, dass sich deutsche Ingenieure und Studenten auch im internationalen Vergleich nach wie vor nicht zu verstecken brauchen und Hervorragendes zu leisten vermögen", sagte Professor Dr. Stefan Gies, Geschäftsführer des ika.

Die RWTH sowie das ika pflegen seit Jahrzehnten eine enge Zusammenarbeit mit Ford in Europa, insbesondere mit dem 1994 gegründeten Ford Forschungszentrum Aachen (FFA). Dr. Charles Wu, der neue Leiter des FFA, gratulierte dem ika und sagte: "Die hohe Qualität des eingereichten Vorschlags hat uns sehr beeindruckt und beweist erneut, wie sehr die RWTH ihre Auszeichnung als Exzellenzuniversität verdient."

ComNet mit E-Mail- und Internet-Firewall als Service - Security as a Service - Internetsicherheit aus dem Rechenzentrum

Würselen, im Oktober 2008. Die ComNet GmbH, ein Systemhaus für Unternehmen mit fünf bis fünfhundert PC-Arbeitsplätzen, bietet ihre On-Demand-Lösung für Internetsicherheit aixGate jetzt in drei Paketen an. aixGate ist eine E-Mail-Firewall für Unternehmen, die im Gegensatz zu den traditionellen Hard- oder Software-Applikationen nicht beim Nutzer, sondern als Security-as-Service-Lösung extern im Rechenzentrum der ComNet läuft.
Die Vorteile dieser On-Demand-Lösung: Unternehmen müssen im eigenen Hause Sicherheitssoftware oder -hardware weder installieren noch warten. Ohne Administrationsaufwand und Investitionen sorgt die Lösung aus dem Rechenzentrum mit aixGate E-Mail-Firewall für einen sicheren, Spam-gereinigten E-Mail-Verkehr und mit aixGate Internet-Firewall für ein zuverlässig abgeriegeltes Unternehmensnetzwerk. Ständige Updates und die Anpassung an neue Bedrohungen aus dem Internet sind nicht mehr notwendig, weil den Betrieb und die Administration der Sicherheitsinfrastruktur komplett ComNet übernimmt. Die als "Service" bezogene Sicherheit entlastet im direkten Vergleich mit Inhouse-Lösungen IT-Abteilung, Unternehmensnetzwerk und Budget.

Das Paket aixGate Mail-Firewall schützt E-Mail-Server vor Spam-Mails und Viren sowie Spyware-, Pishing-, Spoofing- und DoS-Attacken. Da die E-Mails bereits außerhalb des Unternehmensnetzwerks abgefangen werden, sparen die Mitarbeiter nicht nur die Zeit der sonst anfallenden Spam-Säuberung, auch die Belastung des Unternehmensnetzwerks reduziert sich - erfahrungsgemäß sinkt das E-Mail-Aufkommen durch aixGate Mail-Firewall um 95 Prozent, denn durchschnittlich sind nur fünf Prozent aller E-Mails geschäftsrelevant. aixGate Mail-Firewall gibt es ab 3 Euro pro Postfach und Monat. In den meisten Fällen ist dies preiswerter als eine leistungsgleiche Soft- oder Hardwarelösung im eigenen Hause. aixGate Mail-Firewall können Unternehmen zu einem kompletten Managed E-Mail-Service ausbauen. In diesem Szenario kommt nicht nur die Sicherheit aus dem Rechenzentrum. Dort steht dann der komplette Mail-Server, für dessen reibungslosen Betrieb die ComNet sorgt.

aixGate Internet-Firewall übernimmt alle Aufgaben einer im Unternehmen implementierten Firewall; wiederum, ohne dass Hard- oder Software im Unternehmen installiert werden muss. Die On-Demand-Lösung erfasst, analysiert und blockiert wenn nötig den aus- und eingehenden Traffic. So verhindert die Internet-Firewall das unbefugte Eindringen in das Netzwerk genauso wie nicht autorisierte Zugriffe auf das Internet von innen. aixGate Internet-Firewall schützt die Unternehmens-IT ab 75 Euro pro Monat.
Um den Datenverkehr zwischen verteilten Standorten oder Filialen abzusichern, bietet ComNet als Erweiterung der Rechenzentrums-Firewall aixGate VPN an. Mit dieser Lösung nutzen Unternehmen das Internet als Teil ihres internen Netzwerks, ohne dabei Sicherheitsrisiken einzugehen. Der Datenverkehr zwischen den Standorten ist damit genauso sicher wie innerhalb des mit aixGate Internet-Firewall geschützten Unternehmensnetzwerks.

Die aixGate-Technik

Der Kampf gegen Spams und Viren ist ein technischer Wettlauf. Mit aixGate überlassen Unternehmen diesen Wettlauf den "trainierten" Experten von ComNet.
Im ComNet-Rechenzentrum laufen insgesamt 30 Server, die kontinuierlich an den neuesten Stand der Technik angepasst werden. Jede Mail, die dort eintrifft, muss folgende Hürden nehmen, um im Kunden-Postfach zu landen: Local-Part-Liste, Greylisting, Attachment-Blocker, Virenscan und Spam-Filter. Schon allein das Greylisting reduziert das Spam-Mail-Aufkommen um bis zu 96 Prozent. Mit dem Verfahren werden unbekannte Mails zunächst nicht angenommen und erst beim zweiten Versuch empfangen. Jeder "seriöse" und richtig konfigurierte E-Mail-Server unternimmt in kurzer Zeit den nächsten Versuch, Spam-Versender aber in der Regel nicht. So kann es zwar bei einem ersten, regulären E-Mail-Kontakt zu einem verzögerten Empfang kommen, nachdem ein Absender aber registriert ist, passieren die nächsten Elektronikbriefe ohne Verzögerung diese Eingangsbarriere. Die folgenden Prüfungen werden jeweils von den besten verfügbaren Lösungen durchgeführt, die teilweise im Minutentakt mit den neuesten Informationen über die aktuellen Spams, Viren und Würmer gefüttert werden.

13.10.08

Schlafhorst baut 42 Arbeitsplätze ab

Übach-Palenberg. Der Schweizer Konzern OC Oerlikon Corporation AG konzentiert die Produktion seiner deutschen Textilmaschinenbau-Tochter Oerlikon Schlafhorst, Mönchengladbach, am Standort Übach-Palenberg bis zum Jahr 2010.
In Übach-Palenberg wird es wegen kurzfristiger Kapazitätsanpassungen zunächst 42 Kündigungen geben.

Kompletter Artikel gibt es in der AN-online.de

10.10.08

Die Rursee-Touristik hat einen neuen Chef

Simmerath. Die Geschäftsführung der Rursee-Touristik GmbH liegt in neuen Händen. Margareta Ritter, die seit der Gründung im Jahr 2000 als Geschäftsführerin der Rursee-Touristik tätig war, hat ihre Arbeit jetzt beendet.
Neuer Geschäftsführer wird Sebastian Lindt, bislang bereits tätig als Geschäftsstellenleiter der Rursee-Touristik.

IHK Aachen gründet Speditionsleiterkreis

Aachen. Um einem Bedürfnis der Transport- und Speditionsbranche zu entsprechen, beschloss die Industrie- und Handelskammer Aachen (IHK) bei einer Kick-off-Veranstaltung am 8. Oktober die Gründung eines Speditionsleiterkreises.

Dieser Arbeitskreis spricht Niederlassungsleiter und Geschäftsführer der Speditionsbranche und des Transportgewerbes im Aachener Kammerbezirk an und soll als Plattform dienen, um aktuelle Verkehrsthemen zu diskutieren, beispielsweise das Problem des Fahrermangels oder den bald anstehenden Umbau des Aachener Kreuzes. Der Kreis soll zwei Mal jährlich tagen.

Führungskräfte des Transport- und Speditionsgewerbes sind zu einer Mitwirkung eingeladen und können sich bei Interesse melden bei: Monika Frohn, IHK Aachen, Tel. 0241 4460 102, E-Mail: monika.frohn@aachen.ihk.de.

09.10.08

Jülich bei BioPharma-Initiative erfolgreich

Jülich, 6. Oktober 2008. Das Forschungszentrum Jülich gehört zum Siegerkonsortium "NeuroAllianz", das vom Bundesforschungsministerium in den kommenden drei Jahren mit 20 Millionen Euro gefördert wird. Ziel des Konsortiums ist es, therapeutische und diagnostische Ansätze zur Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen von der Forschung bis zur Marktreife zu bringen. Beteiligt sind neben Forschungseinrichtungen auch die Pharmaindustrie und Biotechnologiefirmen.

Der BioPharma-Wettbewerb des Bundesforschungsministeriums will auf struktureller Ebene den Standort Deutschland als "Apotheke der Welt" stärken und weiterentwickeln. Das Forschungszentrum Jülich, stark in der Hirn- und Demenzforschung, konnte mit seinen Partnern beim Wettbewerb überzeugen. Mit dem Projekt "NeuroAllianz", bei dem Jülich mit der Universität Bonn zusammenarbeitet, werden therapeutische und diagnostische Ansätze bei Demenzerkrankungen verfolgt. Die beiden geförderten Jülicher Arbeitsgruppen um Prof. Andreas Bauer und Prof. Heinz Coenen arbeiten an der Entwicklung innovativer Radiodiagnostika für die Bildgebung bei der Alzheimer-Krankheit und anderen neurodegenerativen Erkrankungen. Dabei streben die Forscher, die eng mit der Industrie zusammenarbeiten, eine schnelle Umsetzung ihrer wissenschaftlichen Ergebnisse in die klinische Anwendung an.

Der BioPharma-Wettbewerb des Bundesforschungsministeriums will auf struktureller Ebene den Biotechnologie- und Pharmastandort Deutschland stärken. 37 Antragsteller hatten sich beworben, zehn kamen in die engere Wahl; nur drei, unter ihnen "NeuroAllianz", erhielten den Zuschlag.

08.10.08

Zweiter Deutsch-französischer Job- und Infotag der IHK Aachen

Aachen. Die Industrie- und Handelskammer Aachen (IHK) und die Jobabteilung des Französischen Generalkonsulats in Düsseldorf organisieren ihren zweiten deutsch-französischen Job- und Infotag.

Er findet am Donnerstag, 23. Oktober, von 11 bis 18 Uhr im Großen Foyer der IHK Aachen statt.
Die Veranstaltung richtet sich an französische Absolventen und Arbeitssuchende sowie internationale Bewerber mit guten Französischkenntnissen, die auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle, einer neuen beruflichen Herausforderung oder Informationen zum deutsch-französischen Arbeitsmarkt in Deutschland und Frankreich sind.
Die Teilnehmer treffen Personalreferenten von Unternehmen, die französischsprachige Mitarbeiter einstellen, und erhalten in Vortragsveranstaltungen Informationen und Beratung zur Arbeitssuche und zum Arbeitsmarkt.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist für Besucher und Bewerber kostenfrei.
Anmeldungen bis zum 16. Oktober bei Valérie Giansily, E-Mail: info@dusseljob.de.

Vorträge
· Dr. Jane Tedd: "Erfolgskriterien einer Bewerbung"
· Thomas Desray: "Santé, assurances et retraite, les particularités du système allemand"
· Mission économique Düsseldorf/Ubifrance : "Le Volontariat international en Allemagne"

Informationsstände
· IHK Aachen - Ausbildung International
· Jobabteilung des Französischen Generalkonsulats in Düsseldorf
· Deutsch-Französisches Kulturinstitut Aachen
· Mission Economique / Ubifrance – Düsseldorf
· Chambre franco-allemande de Commerce et d´Industrie / AHK Paris
· Agentur für Arbeit Aachen – EURES-Berater
· APEC, Agence pour l´Emploi des Cadres – Mulhouse
· Dr. Jane Tedd, Deutsch-französische Rekrutierung – Köln
· Marie-Luise Schaller, Deutsch-französische Personalberatung für Ingenieure – Erftstadt
· Thomas Desray, Berater für Altersvorsorge, Sozialversicherung, Steuern
· Timecon, Personalagentur – Köln
· Geschäftsstelle für EU-Projekte - Wirtschaft und Berufsbildung - der Bezirksregierung Köln
· Ferchau Engineering – Aachen
· Becker & Partner GmbH – Aachen
· Saint-Gobain – Aachen
· Arvato Sevices – Düren
· Smart & Simple, Personalvermittlung – Krefeld
· Bertrandt AG – Köln
· 7(S) Gruppe – Düsseldorf
· Partner – Mönchengladbach
· Stellenangebote der Siemens AG

Weitere Firmen sind im Gespräch...

06.10.08

Workshop „Gesunde Mitarbeiter für gesunde Betriebe- Gesundheitsmanage-ment in der Praxis“

Alsdorf, Viele meine Gesundheitsvorsorge kostet den Betrieb nur und bringt nichts? Gesundheitsmanagement zahlt sich auch aus, erhöht die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Damit dieses auch so wird bzw. bleibt, sollte man vorbeugen - durch ein aktives Gesundheitsmanagement. Wie man ein erfolgreiches Gesundheitsmanagement in seinen Betrieb implementieren kann, welche Rolle dabei die Führungskräfte spielen, welche betrieblichen Gestaltungsmöglichkeiten man hat und wo Grenzen sind, erfährt man bei diesem Workshop zu dem die WFG herzlich einlädt. Gezeigt werden auch Beispiele von kleinen und mittleren Unternehmen, bei denen sich Gesundheitsmanagement gerechnet hat.

Als Referenten konnten:
Dr.-Ing. Paul Fuchs-Frohnhofen, MA&T Sell& Partner GmbH, Würselen
Herr Robert Spicker, Prymetall GmbH & Co. KG, Stolberg
Frau Alice Brammertz, Schreinerei Brammertz, Aachen-Kornelimünster
gewonnen werden.

Der Workshop findet am Dienstag, 28.10.2008, von 18.00-20.00 Uhr in der Stadthalle in Alsdorf, Annastr.2-6,52477 Alsdorf, statt

Im Anschluss stehen die Referent/inn/en für Nachfragen zur Verfügung.

Kostenfreie Anmeldungen können erfolgen bei der WFG Kreis Aachen mbH oder bei Frau Iris Gerdom unter 02405/49955-32 bzw. per Email: i.gerdom@wfg-aachen.de

02.10.08

Insolvenzverfahren bei Wehmeyer eröffnet

Aachen. Beim Amtsgericht Aachen läuft seit Donnerstag das Insolvenzverfahren für die angeschlagene Modekette Wehmeyer. 23 Filialen würden wie angekündigt weitergeführt, hieß es, 16 habe man geschlossen. Jetzt ruht die Hoffung auf zahlungskräftigen Investoren.

Mehr hierzu im Handelblatt

IHK Aachen meldet ein sehr zufriedenstellendes Lehrstellen-ergebnis

Aachen. Eine Zuwachsrate von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr bei den neu eingetragenen Ausbildungsverhältnissen sind bei der Industrie- und Handelskammer Aachen (IHK) registriert worden. In der Zeit vom 1. Januar bis zum 30. September, dem inoffiziellen Stichtag für den Beginn des neues Ausbildungsjahres, wurden den Unternehmen des Kammerbezirkes insgesamt 4.493 neue Ausbildungsverhältnisse genehmigt.

"Dass wir die Rekordergebnisse der letzten Jahre mit teilweise zweistelligen Zuwachsraten in diesem Jahr nochmals toppen kön-nen, ist wirklich beachtlich", freut sich Heinz Gehlen, Geschäfts-führer der Berufsbildungsabteilung der IHK Aachen. "Dies sind die höchsten Eintragungszahlen seit der Wiedervereinigung. Damit geht die hiesige Wirtschaft den einzig richtigen Weg, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken."

Es seien viele Ausbildungsstellen offen geblieben, weil qualifizier-te Bewerber gefehlt hätten, resümiert die Kammer, doch seien andererseits leider auch eine nicht unbedeutende Zahl junger Schulabsolventen ohne Ausbildungsplatz geblieben. "Es wird eine der großen Herausforderungen der näheren Zukunft sein, die Schnittmenge von unbesetzten Lehrstellen und unversorgten Be-werbern zu vergrößern", so Gehlen.

01.10.08

Ausbildung ohne Grenzen - Solland und Philips bilden gemeinsam Mechatorniker aus

Aachen. Für Felix Collenberg (17) und Raoul Mallmann (19) geht ein Wunsch in Erfüllung: Am 1. September starteten die beiden jungen Männer mit einer dreieinhalbjährigen Ausbildung zum Mechatroniker. Das Besondere: Ihre Ausbildung findet grenzüberschreitend statt. Partner dabei sind der deutsch-niederländische Hersteller von Solarzellen Solland Solar, ansässig im Science- und Business-Park Avantis, sowie die Philips Technologie GmbH in Aachen. Nach Erhalt des Facharbeiterbriefs sollen Felix Collenberg und Raoul Mallmann als so genannte "Maintenance Technicians" in der Lage sein, hoch komplexe Maschinen zur Produktion von Solarzellen "zu warten und im Störungsfall zu reparieren", berichtet Armand Kleijnen, der als leitender Ingenieur ("Maintenance Engineer") ihr Ausbilder ist.

Philips stellt Lehrwerkstätten zur Verfügung

Für das niederländische Unternehmen Solland gibt es gute Gründe, nach deutschem Recht auszubilden: "Die duale Ausbildung in Deutschland hat gegenüber dem niederländischen Ausbildungskonzept den Vorteil, dass die Auszubildenden schon während der Ausbildung unternehmensspezifisches Wissen erlangen, das sie frühzeitig an den Betrieb bindet", sagt Norman Laschet, Personalreferent (Human Ressources Consultant) bei Solland. Die demografische Entwicklung in den westlichen Industriestaaten verschärfe den Druck, frühzeitig gut ausgebildeten Nachwuchs an das Unternehmen zu binden, so Laschet weiter.
Auch die Industrie- und Handelskammer Aachen (IHK) begrüßt diese Internationalisierung der Ausbildung, zeigt sie doch, "wie der Markt in der Euregio-Maas-Rhein zusammenwächst", so Heinz Gehlen, Geschäftsführer Berufsbildung der IHK. "Außerdem ist sie ein Indiz für das hohe Ansehen der deutschen Dualen Berufsausbildung in den Niederlanden", so Gehlen weiter.
Unter rund 70 Interessenten, die sich Anfang des Jahres auf eine entsprechende Stellenanzeige von Solland bewarben, überzeugten Felix Collenberg und Raoul Mallmann in einem aufwändigen Testverfahren. Während Felix Collenberg zuvor ein einjähriges schulbegleitendes Praktikum als Zweiradmechatroniker absolviert hatte, entschied sich der in Belgien lebende Raoul Mallmann nach dem Abitur für eine zukunftsgerichtete praxisnahe Ausbildung. Beide erwarten, dass sie nach erfolgreicher Abschlussprüfung in Sachen Mechatronik "alles voll drauf haben".
Nach einer eintägigen Einführung bei Solland ging es für die beiden Auszubildenden gleich weiter – und zwar bei Philips. "Die Firma Philips unterstützt uns mit überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen, um den Anforderungen des Ausbildungsrahmenplans für Mechatroniker gerecht zu werden", sagt Laschet. Dafür verfügt Philips über zwei Lehrwerkstätten – sowohl für den Metall- als auch den Elektrobereich –, in denen die beiden jungen Männer qualifiziert werden. "Die Kooperation mit Philips ist wichtig, da wir weder die erforderlichen personellen noch räumlichen Kapazitäten für eine fundierte Ausbildung besitzen", so Laschet. Die Anbahnung der Ausbildungskooperation beider Unternehmen erfolgte über die IHK Aachen.

Mischung aus Mechanik und Elektronik

30 Wochen werden Felix Collenberg und Raoul Mallmann zunächst bei Philips ausgebildet. "Dann sind die ersten Anforderungen laut Ausbildungsplan erfüllt", sagt Martin Clermont, Ausbildungsleiter für metallorientierte Berufe in dem Traditionsunternehmen. "Anschließend überlegen wir gemeinsam, welche weiteren Schwerpunkte in der Qualifikation zu legen sind", so der Industriemeister. Denn für das Berufsbild des Mechatronikers – mit Kenntnissen in den Bereichen Mechanik und Elektronik - gibt es bei Philips keinen festgeschriebenen Ausbildungsplan. Für das Unternehmen selbst nämlich werden Industriemechaniker und Elektroniker in Reinkultur ausgebildet. "Unsere Fertigungsprozesse sind so vielfältig, dass es notwendig ist, vor Ort Spezialisten im Bereich Elektronik und Mechanik einzusetzen", verrät Martin Clermont. Derzeit befinden sich 81 Auszubildende in dem auf die Herstellung von Lichtquellen für Autoscheinwerfer spezialisierten Unternehmen. "In 51 Jahren haben wir in unseren Ausbildungswerkstätten 853 junge Menschen auf ihren Beruf vorbereitet", so der Ausbildungsleiter weiter.