RWTH investiert 3 Millionen Euro in Automobil-Testgelände
Aachen. Die RWTH Aachen investiert 3 Millionen Euro in ein Testgelände im Industriepark Emil Mayrisch in Aldenhoven. Im Automobil-Testzentrum, kurz ATZ, wollen die RWTH-Wissenschaftler beispielsweise Untersuchungen zur Sicherheit von LKWs, zur Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen sowie Fahrdynamikversuche durchführen.
In einem ersten Bauabschnitt wird eine Fahrdynamik- und Verkehrssimulationsfläche errichtet, die mit einem Durchmesser von rund 200 Metern ausreichend Raum bietet. Finanziert wird das Testgelände aus Eigenmitteln der beteiligten Institute sowie der RWTH Aachen. Mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts rechnet der verantwortliche Projektleiter Univ.-Prof. Dr.-Ing. Stefan Gies vom Institut für Kraftfahrzeuge zum Juli 2009. Ebenfalls beteiligt sind Univ.-Prof. Dr.-Ing. Stefan Pischinger, Lehrstuhl für Verbrennungskraftmaschinen, und Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dirk Abel, Institut für Regelungstechnik.
Die RWTH ist interessiert daran, in einem zweiten Bauabschnitt eine Erweiterung mit einem Oval- und einem Handlingskurs, Bremsstrecken sowie einem Steigungshügel zu errichten. Die Planung hierfür soll nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts beginnen. Durch diese Erweiterung sind zusätzliche Untersuchungen zu Fahrkomfort, Trockenhandling, Dauerlauf, Kalibrierungen und Bremsmanövern möglich. Nutzer des Geländes sollen sowohl RWTH-Wissenschaftler sowie die internationale Automobilindustrie sein, Hersteller von Pkw und Lkw gleichermaßen.