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16.12.08

Nationale Bestenehrung: Deutschlands Top-Azubis feierlich geehrt - Fünf aus dem IHK-Bezirk Aachen

Aachen. Fünf Auszubildende aus dem IHK-Bezirk Aachen reisten nach Berlin, um dort aus den Händen von DIHK-Präsident Ludwig-Georg Braun und Bundesarbeitsminister Olaf Scholz Urkunden und Pokale entgegenzunehmen. Warum? Diese Fünf gehören zu den 229 bundesbesten Azubis, die am 15. Dezember im Palais am Funkturm für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet wurden. Der DIHK-Präsident beglückwünschte die jungen Leute: "Sie haben eine tolle Leistung vollbracht. Sie sind die Super-Azubis 2008 in Ihrem Beruf - und das bei etwa 330.000 Teilnehmern an den Abschlussprüfungen. Sie haben damit beste Chancen, erfolgreich in Ihr Berufsleben einzusteigen."

Braun warb dafür, das Ansehen der beruflichen Bildung weiter zu stärken. "Leistungsfähige junge Menschen, Politik, Gesellschaft und Medien müssen davon überzeugt werden, dass die duale Ausbildung nicht etwa ein Versorgungssystem für die Schwächeren, sondern ein Innovationssystem mit großen Chancen ist." Braun würdigte auch die besondere Leistung der ausbildenden Betriebe: "Unsere duale Ausbildung lebt vom Engagement der Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen."

Zu Gast waren neben den Super-Azubis und ihren Begleitern auch Vertreter der Ausbildungsbetriebe, der Industrie- und Handelskammern, des DIHK, der Berufsschulen und Medienvertreter. Insgesamt waren mehr als 1.000 Personen der Einladung nach Berlin gefolgt. Der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Olaf Scholz, machte den jungen Leuten Mut: "Die duale Ausbildung hat Zukunft. Denn Ausbildung schafft Zukunft - für die angehenden Fachkräfte wie für die Unternehmen."

Alle Super-Azubis hatten ihre Prüfung mit mindestens "sehr gut" bestanden. Über den Titel "Bundesbeste" oder "Bundesbester" musste auch in diesem Jahr häufig die zweite Stelle hinter dem Komma entscheiden. Insgesamt wurden 229 Bundesbeste ermittelt, davon 93 junge Frauen und 136 junge Männer.

Nachstehend die Aachener Bundesbesten:

Ljuba Berg, Niederzier, Textilstopferin,
Heimbach GmbH & Co. KG, Düren

Michael Gerhards, Geilenkirchen, Mathematisch-Technischer Assistent,
Universitätsklinikum Aachen

Kai Neuhaus, Aachen, Verfahrensmechaniker Glastechnik,
SAINT-GOBAIN SEKURIT Deutschland GmbH & Co. Kg, Stolberg

Marc Rolke, Würselen, Fachkraft für Süßwarentechnik, Fachrichtung Konfekt,
ZENTIS GmbH & Co. KG, Aachen

12.12.08

Auf der letzten Meile wächst die Ungeduld - IHK erhebt Bedarf für schnelle Internetanschlüsse

Aachen. Auf dem Land fehlen die Breitbandanschlüsse wie DSL, V-DSL oder UMTS. Während in Ballungsgebieten die Zugänge zum Internet immer schneller werden, müssen viele ländliche Räume der Eifel- und Bördelandschaft immer noch ohne hochleistungsfähige Kommunikationsinfrastruktur auskommen. Dies hemmt mittlerweile Neuansiedlungen oder den Ausbau von Unternehmen, denn die Anbindung an die Datenautobahn ist heutzutage ebenso wichtig, wie an das Straßennetz. Der Regionalausschuss für die Eifel der Industrie- und Handelskammer Aachen (IHK) sieht im flächendeckenden Ausbau breitbrandiger Infrastruktur ein vordringliches Ziel einer zukunftsorientierten regionalen Standortpolitik. Deshalb bereiten IHK und AGIT (Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer) in enger Kooperation mit Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung den Aufbau einer Breitbandinitiative für die gesamte Region Aachen vor.

"Wir wollen den Bedarf der Unternehmen, aber auch der privaten Nutzer ermitteln und auf dieser Grundlage mit den Telekommunikationsanbietern ins Gespräch kommen", sagt IHK-Geschäftsführer Fritz Rötting. Die IHK unterstützt die regionalen Initiativen durch eine Internetplattform, die konkrete Anforderungen an schnellere Internetanschlüsse sammeln und vorhandene Defizite lokalisieren soll. Diese Informationen bündelt die IHK und stellt sie entsprechenden Unternehmen und Initiativen zur Verfügung. Die IHK Aachen ruft insbesondere alle betroffenen Unternehmen auf, zusätzlichen Bedarf an höheren Internetbandbreiten einzutragen: "Unternehmer und Privatnutzer sollten dieses Angebot nutzen. Nur so können wir Argumente für den Ausbau sammeln", sagt Rötting. Denn die Netze sind Eigentum der Netzbetreiber. Informationen über Abdeckung und Leistungsfähigkeit sind nicht öffentlich verfügbar. Beim Thema Bedarf sieht es mit der Transparenz nicht besser aus. Viele Nutzer haben eigene, oft negative Erfahrungen mit den Service-Hotlines der Telekommunikationsunternehmen. Aber einen Gesamtüberblick hat zurzeit niemand. Genau das wäre aber nötig, um handeln zu können. "Wir wollen, dass Unternehmen und Privatpersonen sich zusammenschließen und so Märkte schaffen für Telekommunikationsanbieter oder IT-Dienstleistungsunternehmen. Aber dafür muss man von einander wissen, und zwar genau von einander wissen", umreißt Fritz Rötting das Ziel.

Damit wird die erste wichtige Grundlage gelegt. Weitere werden folgen, um eine "Breitbandinitiative Region Aachen" zu initiieren. "Entscheidend wird ein konzertiertes Vorgehen der wichtigen regionalen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung sein, um die gesamte 'Technologieregion Aachen' - auch die eher ländlichen Bereiche - fit zu machen für das Informationszeitalter", erklärt Ulrich Schirowski, Abteilungsleiter Regionalentwicklung bei der AGIT. Kammer und AGIT wollen sich gemeinsam dieser wichtigen Koordinations- und Managementaufgabe für die Region stellen.

Die Zukunftsinitiative Eifel ist die ideale Plattform, um einen erfolgreichen Start einer "Breitbandinitiative" zu ermöglichen, denn hier sind alle Kreise, Kommunen, Wirtschaftsförderer und die Kammern zusammengeschlossen. Gemeinsam mit dem Kreis Euskirchen wollen IHK und AGIT am 19. Januar 2009 Lösungsstrategien bei einem Forum zum Auftakt diskutieren.

Die Plattform ist unter der Adresse

www.wirtschaftsregion-aachen-bedarfsatlas-internet.de

oder

www.schnelles-internet-eifel.de

erreichbar.

IHK Lehrgang Buchführung an drei Standorten

Aachen. Gleich an drei Standorten bietet die Industrie- und Handelskammer Aachen (IHK) im ersten Halbjahr 2009 den 44-stündigen IHK-Zertifikatslehrgang "Einführung in die Buchführung" im Kammerbezirk Aachen an. Neben dem Angebot in Geilenkirchen (Beginn 12. Januar) stehen Aachen (Beginn 25. Februar) und Euskirchen (Beginn 22. April) auf dem Programm.

Der Lehrgang richtet sich an diejenigen, die Buchführung von Grund auf lernen oder ihr Wissen komplett auffrischen möchten. Dabei werden unter anderem folgende Themen behandelt: Aufgaben der Buchführung, rechtliche Grundlagen, Grundformen der buchhalterischen Aufzeichnungen, Soll und Haben. Der Lehrgang schließt mit einem IHK-Zertifikat ab.

Weitere Informationen sind erhältlich im Internet unter http://www.aachen.ihk.de/wbprogramm oder telefonisch unter 0241 4460-100.

11.12.08

EU-Förderung für Interreg-IVB-Projekt „RoCK – Regions of Connected Knowledge“ offiziell genehmigt

Aachen.In der Euregio Maas-Rhein wird im grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr mit den Projekten "RoCK - Regions of Connected Knowledge" und "Via Avantis" ein neues Kapitel aufgeschlagen. Die Parkstad Limburg und die Stadt Aachen wollen im Zuge ihrer Entwicklung zu einer grenzüberschreitenden Wissens- und Technologieregion mit tatkräftiger Unterstützung des Aachener Verkehrsverbunds (AVV) dem grenzüberschreitenden Schienenverkehr neuen Schwung verleihen. Dabei geht es sowohl um die Verknüpfung der Wissens- und Technologiestandorte, wie z.B. RWTH Campus Melaten / Campus West und Gewerbegebiet Avantis untereinander, als auch um die Anbindung an Wissens- und Technologiestandorte jenseits der Grenze, wie z.B. an die Stadt und Region Eindhoven und die Universität Maastricht.

"Die Region hat ein immenses Potenzial, das man verstärken kann, indem man sie verbindet", erklärte Planungs- und Umweltdezernentin Gisela Nacken heute Mittag auf einer Pressekonferenz im Super C der RWTH Aachen. "Die Zusammenarbeit mit den niederländischen Kollegen hat einen immensen Mehrwert. Sie unterstützen und helfen uns, Fördermittel zu erhalten", so Nacken weiter. Auch Jos Offermans, Beigeordneter der Stadt Heerlen (NL), lobte die Zusammenarbeit mit den deutschen Partnern. Hans Joachim Sistenich, Geschäftsführer des Aachener Verkehrsverbundes (AVV) zeigte sich ebenfalls sehr erfreut: "Solche Projekte sind nur in einer strategischen Allianz zu bewältigen." Dass für das Jahr 2011 schon die Inbetriebnahme der ersten Zugverbindungen geplant ist, sei für Vorhaben dieser Art höchst ungewöhnlich, ergänzte Gisela Nacken.

Projekt "RoCK - Regions of Connected Knowledge"

Elf Partner, darunter Städte, Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünde aus Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Frankreich und England arbeiten gemeinsam im EU-Interreg-Projekt "RoCK" zusammen, um die Mobilität und den technologischen Austausch zwischen ihren Regionen - durch die Schaffung von direkten, schnellen und grenzüberschreitenden Bahnverbindungen - zu verbessern.

Zu den Projekten zählen die Schaffung der Voraussetzungen für die IC-Verbindungen Eindhoven - Heerlen - Aachen und Eindhoven - Venlo - Mönchengladbach - Düsseldorf, die Bahnlinie Maastricht - Hasselt und die Verbindung Ashford - Calais - Lille (durch den Kanal-Tunnel).

In Aachen wird zudem eine Machbarkeitsstudie für eine innovative Anbindung der RWTH Erweiterungsgebiete Campus West und Campus Melaten an den Bahnhof Aachen West, mit dortiger Verknüpfung an den geplanten Inter-City aus Eindhoven, und weiter bis zum Campus Innenstadt durch die EU gefördert.

Die Stadt Aachen hat eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern der Stadt Aachen, der RWTH Aachen, des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW, des Aachener Verkehrsverbundes und der ASEAG einberufen, um die Vergabe der Machbarkeitsstudie vorzubereiten. Erste Ergebnisse, welches innovative Verkehrssystem geeignet erscheint, die RWTH-Erweiterungsgebiete zu erschließen, sollen voraussichtlich zu Beginn des Jahres 2010 vorliegen.

Für die IC-Verbindung Eindhoven - Heerlen - Aachen hat die Parkstad Limburg die Federführung übernommen. Beteiligt an einer gemeinsamen Arbeitsgruppe, die in Kürze wieder zusammenkommt, sind die Stadt Aachen, der Aachener Verkehrsverbund, die NS-Reizigers, DB Regio NRW, die Stadt Eindhoven und die Provinz Limburg. Ziel ist, Barrieren im grenzüberschreitenden Verkehr, wie z.B. Unterschiede bei der Schienenfahrzeugtechnik, bei den Zugsicherungssystemen, zu überwinden und gleichzeitig den Komfort für den Kunden durch ein grenzübergreifend gültiges deutsch-niederländisches Tarifsystem zu verbessern.


Projekt "Via Avantis"

Das Projekt "Via Avantis" von Aachen Hauptbahnhof über Aachen-West zum Gewerbegebiet Avantis und weiter über die Parkstad Limburg nach Maastricht wird vom Aachener Verkehrsverbund / Nahverkehr Rheinland, der Parkstad Limburg, der Stadt Aachen und der Provinz Limburg getragen. Kernstücke des Projekts "Via Avantis" sind eine rund 5 km lange neue Schienenstrecke zwischen Aachen-Vetschau und Kerkrade-Spekholzerheide sowie die zusätzlichen Haltepunkte Aachen-Richterich, Gewerbegebiet Avantis und Spekholzerheide. Im Endzustand sollen über die neue Verbindung die Zentren Aachen, Parkstad Limburg (Kerkrade, Heerlen und Landgraaf), Valkenburg und Maastricht direkt und umsteigefrei durch moderne Züge miteinander verbunden werden.

Nachdem die grundsätzliche Machbarkeit bereits nachgewiesen wurde, zeigt nun die Firma Railistics aus Wiesbaden im Rahmen einer betriebstechnischen Untersuchung und einer Trassenuntersuchung den Weg für die weiteren Planungsschritte zur Umsetzung der neuen Verbindung auf.

Mit ihrem großen Erreichbarkeitspotenzial ist diese neue Verbindung für den Wissens- und Technologiestandort Avantis ein wesentlicher Standortfaktor. Viele der an einer dortigen Ansiedlung interessierten Unternehmen haben bereits ihre Standortentscheidung von der Umsetzung der geplanten Schienenerschließung abhängig gemacht. Insofern ist mit dem Vorliegen der betriebstechnischen Untersuchung ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht worden.

Interreg-Förderung

Das Projekt "RoCK - Regions of Connected Knowledge" wird über das Interreg-IVB Northwest Europe (NWE)-Programm gefördert. Das Programm wurde von der Europäischen Union gestartet, um die transnationale Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten in den Themenfeldern Innovation, Umwelt, Erreichbarkeit und Nachhaltiger Stadtentwicklung zu verbessern.

Projektpartner im "RoCK"-Projekt sind:
Stadt Aachen, Aachener Verkehrsverbund, Stadt Mönchengladbach, Stadt Eindhoven (NL), Parkstad Limburg (NL), Stadt Maastricht (NL), Stadt Venlo (NL), SEEDA - South East England Development Agency (GB), Reading Borough Council (GB), De Lijn (B) sowie die Région Nord-Pas de Calais (F). Die Projektleitung ist bei der Stadt Eindhoven angesiedelt.

Insgesamt wird das RoCK-Projekt in den kommenden Jahren mit 5,9 Millionen Euro von der EU gefördert. 1,8 Mio. Euro dieser Förderung erhalten die Partner in der hiesigen Region (Stadt Aachen, AVV und Parkstad Limburg). Für das Projekt "Via Avantis" werden Fördermittel im Rahmen des Interreg-IVA-Programms (grenzübergreifende Zusammenarbeit benachbarter Gebietskörperschaften) beantragt.

10.12.08

Autozulieferer Tedrive meldet Insolvenz an

Düren. Die Autobauer setzen weniger Neuwagen ab, die Zulieferer werden ihre Teile nicht los: Tedrive ist wegen der Auftragseinbrüche zahlungsunfähig. Der Autozulieferer mit 1500 Beschäftigten in Düren hat Insolvenz angemeldet.

Hier zu gibt es ein Artikel in der FTD.de

"Gewerbeflächen-Monitoring" belegt steigende Attraktivität der Region Aachen bei gewerblichen Investoren

Region Aachen. Während in den letzten Wochen in der Region Aachen mehrere anstehende Betriebsschließungen und Massenentlassungen bekannt wurden, herrscht auf dem Gewerbegrundstücksmarkt weiterhin eine positive Stimmung. Dies lässt sich dem jüngst von der regionalen Wirtschaftsförderungsagentur AGIT mbH herausgegebenen Bericht „Gewerbeflächen-Monitoring 2007“ entnehmen.

„Mit fast 70 Hektar wurde im vergangenen Jahr sogar so viel Fläche wie noch nie verkauft“, sagt Projektleiter Winfried Kranz von der AGIT. „Insbesondere drei sehr große Einzelveräußerungen zeigen, dass die Region Aachen auch bei überregional agierenden Unternehmen ein gefragter Standort ist“, so Kranz weiter. Die Erwartungen für die laufende Erhebung 2008 seien dementsprechend hoch.

Neben einer eher konjunkturellen Betrachtung der einzelnen Jahresergebnisse bietet das Gewerbeflächen-Monitoring auch die Möglichkeit für mehrjährige, d.h. eher strukturelle Auswertungen. In den letzten fünf Jahren wurden in der gesamten Region 377 Gewerbegrundstücke mit einer Gesamtfläche von 253 Hektar veräußert. Diese verteilten sich zu 30 Prozent auf den Kreis Heinsberg, zu rund 21 Prozent je auf die Kreise Aachen und Düren sowie zu 16 Prozent bzw. 11 Prozent auf den Kreis Euskirchen und die kreisfreie Stadt Aachen. Während in den Kreisen allerdings Grundstücke mit einer durchschnittlichen Größe von 6 000 bis 8 000 Quadratmetern veräußert wurden, waren die Grundstücke in Aachen mit durchschnittlich rund 3 300 Quadratmetern deutlich kleiner.

Die größte Nachfragegruppe bildeten das verarbeitende Gewerbe und der Handel. Gemessen an der veräußerten Fläche spielte die Logistikbranche mit fast 30 Prozent eine verstärkte Rolle. Welche Rolle allerdings eine gute Verkehrsanbindung für alle Branchen spielt, zeigt die Tatsache, dass 64 Prozent der veräußerten Flächen maximal fünf Kilometer von einer Autobahn entfernt lagen.

Betrachtet man die Herkunft der Unternehmen, die Gewerbegrundstücke nachfragten, zeigt sich, dass immerhin fast 15 Prozent von außerhalb der Region kamen. Neben Unternehmen aus Deutschland waren dies insbesondere Unternehmen aus der benachbarten Provinz Limburg in den Niederlanden. Hintergrund bilden die dortige Flächenknappheit und die vergleichsweise günstigen Grundstückspreise in der Aachener Region.

„Es ist somit kein Wunder, dass in der Region Aachen alle 46 Städte und Gemeinden die Möglichkeit der tagesaktuellen Fortschreibung über das Extranet nutzen, um ihren Kunden immer den aktuellsten Stand der Flächenverfügbarkeit präsentieren zu können“, bemerkt Wirtschaftsgeograf Kranz. Dies ist mit dem Gewerbeflächen-Informationssystem der Technologieregion Aachen GISTRA (www.gistra.de) möglich. Dabei erfolgt die Präsentation - gemäß dem Motto „Einmal erfassen – mehrfach nutzen“ - nicht nur über die regionale Vermarktungsplattform, sondern insbesondere über die individualisierten, d.h. in Layout und geographische Zuschnitte angepassten Gewerbeflächenbörsen der Kreise und Kommunen.

ELAt sorgt für grenzüberschreitende Innovationsförderung und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit

Innovationsagenda „Engineering the Future“ für das ELAt-Dreieck Eindhoven-Löwen-Aachen vorgestellt.

Eindhoven. Anfang Dezember wurde die Innovationsagenda „Engineering the Future“ für das Technologiedreieck Eindhoven-Löwen-Aachen (ELAt) im Rahmen einer Konferenz auf dem High Tech Campus in Eindhoven vorgestellt. Es wurde beschlossen, die Zusammenarbeit fortzusetzen und weiter auszubauen. Eine Geschäftsstelle wird die Ausführung der erarbeiteten Strategie überwachen. Professor Dr. ir. André Oosterlinck, Ehrenrektor der Katholischen Universität Löwen, steht als Botschafter von ELAt zur Verfügung. Die Innovationsagenda ist das übergreifende Dach über die vielen Initiativen und Kooperationen von Einrichtungen aus dem Gebiet Eindhoven-Löwen-Aachen.
„In den letzten Jahren haben Vertreter von zehn Partnern sowohl an einem Aktivitätenprogramm als auch an verschiedenen Studien gearbeitet, um die wirtschaftlich-technologische Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen im Dreieck Eindhoven-Löwen-Aachen zu fördern“, so Ralf P. Meyer von der AGIT mbH. Neben der AGIT sind die Stadt Aachen, der LifeTec Aachen-Jülich e.V., die Gemeente Eindhoven, die Gemeente Löwen, die Katholische Universität Löwen, Leuven INC., die Technische Universität Eindhoven. und die Innovationsagentur für die Region Eindhoven, Brainport, aktiv an ELAt beteiligt.

Die Innovationsagenda „Engineering the Future“ besteht aus sieben strategischen
Linien, die zur Verstärkung der Innovationskraft und der Wettbewerbsfähigkeit von
Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten im ELAt-Dreieck beitragen.
Der Schwerpunkt der Innovationsagenda liegt auf den Bereichen High-Tech-Systeme,
Neue Materialen und Life Sciences. Außerdem sollen Unternehmensgründungen
sowie Forschung und Lehre verstärkt werden. Schon in der bisherigen
Zusammenarbeit war man mit der sog. „ELAt High-Tech-Entrepreneurship
Masterclass“ besonders erfolgreich: Junge, technologieorientierte Gründungswillige
aus allen drei Ländern wurden in gemeinsamen Veranstaltungen von ihrer Idee zur
Selbstständigkeit, über die Erstellung eines Geschäftsplanes, bis hin zur Finanzierung
ihrer Existenzgründung beraten und betreut. „Die ELAt High Tech Entrepreneurship
Masterclass war für die Anfangsphase meines Unternehmens enorm wichtig“, bestätigt
Gründer Eugen Radtke aus Aachen, der als Unternehmensvertreter an der Konferenz
teilnahm.
Wichtig ist überdies das Anliegen, den Einsatz öffentlicher Mittel zur Förderung von
Innovation sowie Forschung und Entwicklung über die Grenze hinweg zu ermöglichen.
Außerdem sollten in naher Zukunft gemeinsame Initiativen zur Anwerbung, aber auch
zum Halten internationaler Wissensarbeiter entfaltet werden. Schließlich bedarf auch
die Verbesserung der Straßen- und Schienenverbindungen des Gebietes besonderer
Aufmerksamkeit. Für all dies steht ein Projektportfolio im Umfang von ca. 15 Millionen
Euro bereit. Die bisherige Zusammenarbeit wurde unter anderem durch das
INTERREG IIIB NWE-Programm der Europäischen Union ermöglicht.

09.12.08

5. Aachener Innovationstag - Besucheransturm und innovative Beiträge

Aachen. Mehr als 130 Teilnehmer besuchten heute den 5. Aachener Innovationstag, der im Rahmen der Initiative SIGNO - Schutz von Ideen für Gewerbliche Nutzung - des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie im Technologiezentrum am Europaplatz in Aachen von der regionalen Wirtschaftsförderungsagentur AGIT organisiert wurde.

Zum Eröffnungsthema, warum Innovationen Zukunft schaffen, referierte Georg Marekwica, Vorstand der VentureNet AG aus Witten. Marekwica ist ein Business Angel der AGIT und hat bereits einige Innovatoren nicht nur mit seinen Erfahrungen, sondern auch finanziell unterstützt hat.

Weitere Experten hielten am Vormittag Vorträge über die Bedeutung von Innovationen, Innovationsmanagement oder Produktpiraterie. Nachmittags fanden erstmalig Workshops zu Schwerpunktthemen statt. Die Besucher des Innovationstages konnten außerdem mit Hilfe des Patentinformationszentrums der RWTH Aachen, PIZ, direkt vor Ort eine Patentrecherche durchführen. Das PIZ ist Partner der AGIT in diesem Thema. Parallel wurden Erfindungen des SIGNO-Erfinderclubs Innovationsgesellschaft Eifel e. V. ausgestellt.
„Der Innovationstag ist auch eine gute Plattform, um Kooperationen zu schaffen“, so Havva Coskun von der AGIT, Leiterin des Bereichs Beratung technologieorientierter Unternehmen. Im vergangenen Jahr hatten beispielsweise Erfinder des Massivholz-Block-Bausystems aus Gangelt einen Business Angel im Rahmen des Innovationstags als Investor gewinnen können. Die Umsetzung des Bausystems ist nun in vollem Gange.

„Viele Innovatoren schätzen unser Beratungsangebot wegen der ganzheitlichen Ausrichtung“, sagt die Betriebswirtin weiter. Im Rahmen der SIGNO-Initiative werden alle zwei Monate Patentsprechtage in der Region organisiert, ebenso Erfinderfachauskünfte. Außerdem wickelt die AGIT eine Patentförderung für kleine und mittelständische Unternehmen im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums vor Ort ab. „Pro Jahr beraten und begleiten wir circa 160 Innovatoren, davon erhalten rund 35 eine Patentförderung, die ein Zuschuss bis zu 8 000 Euro bedeutet“, so Coskun. Hinzu kommt die konkrete Vermittlung zu Finanzierung von Innovationen durch Fördermittel, Privatinvestoren oder Beteiligungsgesellschaften.

„Wir hoffen, dass wir heute mit unserer Veranstaltung wieder viel in Bewegung setzen konnten“, sagt Coskun abschließend. Das Interesse war jedenfalls sehr groß.

04.12.08

Zwei junge Gesellen siegen auf Bundesebene - 57. Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks

Aachen. Hervorragend abgeschnitten haben zwei Nachwuchskräfte aus dem Kammerbezirk Aachen. Im Bundes­entscheid des Leistungswettbewerbs des Deutschen Hand­werks 2008 errangen sie erste Plätze.

Die „Goldmedaille“ in ihren Berufen gewannen Philip Grawe (Informationselektroniker/ Schwerpunkt Bürosystemtechnik) aus Zülpich, Ausbildungsbetrieb: BKL GmbH, Euskirchen, und der Korbmacher Ricardo Bäcker aus Geilenkirchen, Aus­bildungsbetrieb: Johann Hansen GmbH & Co. KG, Geilenkirchen.

Der Bundesratspräsident und Ministerpräsident des Saarlands, Peter Müller, der hessische Wirtschaftsminister Alois Rhiel und der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Otto Kentzler, zeichneten die Besten im Kurhaus in Wiesbaden aus. Sie überreichten den erfolgreichen Nachwuchskräften ihre Ehrenurkunden und forderten sie auf, ihre bisherige Qualifi­kation durch die Meisterprüfung zu erweitern.
Herzliche Glückwünsche sprach auch der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für die Region Aachen, Ralf W. Barkey, den beiden erfolgreichen Teilnehmern aus der Aachener Region aus. Sie gehörten zur Leistungselite des Wirtschafts­zweigs und böten ihren Alterskollegen ein Vorbild, das viele zu möglichst guten beruflichen Leistungen anspornen solle.
Insgesamt 267 Gesellinnen und Gesellen konnten sich beim 57. Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks für eine der drei Siegerkategorien qualifizieren, darunter 118 als Erste, 87 als Zweite und 62 als Dritte Bundessieger. Die Wettbewerbe für Absolventen einer Handwerksausbildung fanden in 129 Berufen statt.

Runtec Industries in München als „Unternehmen mit Weitblick“ ausgezeichnet

Stolberg. Das Stolberger Unternehmen Runtec Industries wurde heute in München auf Vorschlag des regionalen Beschäftigungspakts „krass“ (Kontaktstelle zur Reintegration für Ältere) als „Unternehmen mit Weitblick 2008“ prämiert. Im Rahmen eines Festakts im Alten Rathaussaal zeichnete Olaf Scholz, Bundesminister für Arbeit und Soziales, im Rahmen der Perspektive 50plus insgesamt 62 Unternehmen aus, die sich in vorbildlicher Weise um die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer verdient gemacht haben. „Die Perspektive 50plus ist eine mutige Perspektive für unser ganzes Land. Es ist für die Unternehmen in Deutschland äußerst bedeutsam, dass es Neueinstellungen von 50- und 60jährigen Arbeitnehmern gibt. Sie als ‚Unternehmen mit Weitblick’ leisten hier Pionierarbeit

Das Projekt „krass“ wird von der Stadt Aachen Fachbereich Wirtschaftsförderung / Europäische Angelegenheiten im Auftrag der ARGEn in der Stadt und im Kreis Aachen sowie der job-com im Kreis Düren realisiert. Das ausgezeichnete Unternehmen Runtec Industries mit Sitz im Dienstleistungszentrum Stolberg (DLZ) stellt für Industrieunternehmen geeignetes Personal zur Qualitätskontrolle und -sicherung zur Verfügung. Eine grundsätzliche Beschränkung auf spezielle Branchen gibt es nicht. Über betriebsinterne Seminare werden die Mitarbeiter erfolgreich geschult und individuell arbeitsplatzbezogen qualifiziert. Dies bietet eine gute Möglichkeit speziell für ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wieder einen Einstieg in das Berufsleben zu finden. Erfahrungsgemäß zeigt sich, dass die Tätigkeit in der Qualitätskontrolle und –sicherung vor allem Genauigkeit, Zuverlässigkeit und eigenständiges Arbeiten auf hohem Niveau verlangt – Eigenschaften, die gerade ältere Arbeitnehmer bieten. „Wichtiger als einschlägige Vorkenntnisse ist“, so Michael Baumann, Inhaber von Runtec Industries und verantwortlich für die Personalplanung, „dass die Mitarbeiter ein hohes Maß an Motivation mitbringen und zuverlässig sind. Wissen und die Berufserfahrung, gepaart mit dem Verantwortungsbewusstsein älterer Arbeitnehmer, haben sich als gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche und vor allem nachhaltige Beschäftigung bewährt“.

02.12.08

Designpreis für die Gebr. Kufferath AG

Düren. Das innovative Gewebesystem Mediamesh - eine Gemeinschaftsentwicklung der GKD Gebr. Kufferath AG Düren und der ag4 media facade GmbH - erhält den Designpreis 2009 der Bundesrepublik Deutschland.

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Chemson: Schließung der Werke in Düren und Schmidtheim

Düren.

Bis zum Jahresende 2009 will die Chemson Polymer-Additive AG (Arnoldstein / Österreich) die Produktionsstätten an den Standorten Schmidtheim-Dahlem und Düren schließen. Der Hersteller von Additiven vornehmlich für die PVC-Verarbeitung plant, die nicht bezifferten Kapazitäten für Stabilisatoren auf Basis von Blei, Calcium und Zink auf andere europäische Standorte zu verteilen. Welche das sein werden, ist noch unklar.

Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan will die Geschäftsführung in Deutschland in Kürze aufnehmen. Betroffen sind insgesamt 100 Mitarbeiter.

01.12.08

Neues Porsche Zentrum Aachen eingeweiht

Aachen. Fleischhauer-Franz hat am vergangenen Freitag nach knapp einjähriger Bauzeit das Porsche Zentrum Aachen eröffnet. Die Unternehmensgruppe investierte nach eigenen Angaben rund 6,5 Millionen Euro in den Neubau auf dem insgesamt 35.000 Quadratmeter großen Areal am Europaplatz. Die Umsetzung erfolgte durch das Kölner Architektenbüro AB S+P. Auf einer Fläche von über 1.500 Quadratmetern werden ab sofort das gesamte Porsche-Neuwagenprogramm sowie ein umfangreiches Gebrauchtwagensortiment ausgestellt.

Das neue Porsche Zentrum Aachen beschäftigt 24 Mitarbeiter, darunter sind fünf Auszubildende. Für das kommende Jahr seien weitere Einstellungen geplant, teilte Fleischhauer-Franz mit. Zu den Verkaufszielen wurden keine Angaben gemacht.

Die Unternehmensgruppe ist eine der größten Autohandelsgruppen in Deutschland und vertritt derzeit an zwölf Standorten die Marken Volkswagen, Skoda, Audi, Seat und Porsche. Im vergangenen Jahr wurden mit rund 1.000 Mitarbeitern 400 Millionen Euro Umsatz bei 9.000 verkauften Neuwagen und 9.000 verkauften Gebrauchtfahrzeugen erwirtschaftet.

Stellenabbau bei Cinram: 650 Jobs fallen weg

Alsdorf. Die Zahl der wegbrechenden Arbeitsplätze bei Cinram Wireless in Hoengen wird sich wahrscheinlich auf 650 Stellen belaufen. Sie liegt damit um rund 200 Plätze höher als bislang angenommen.

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