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Auf der letzten Meile wächst die Ungeduld - IHK erhebt Bedarf für schnelle Internetanschlüsse

Aachen. Auf dem Land fehlen die Breitbandanschlüsse wie DSL, V-DSL oder UMTS. Während in Ballungsgebieten die Zugänge zum Internet immer schneller werden, müssen viele ländliche Räume der Eifel- und Bördelandschaft immer noch ohne hochleistungsfähige Kommunikationsinfrastruktur auskommen. Dies hemmt mittlerweile Neuansiedlungen oder den Ausbau von Unternehmen, denn die Anbindung an die Datenautobahn ist heutzutage ebenso wichtig, wie an das Straßennetz. Der Regionalausschuss für die Eifel der Industrie- und Handelskammer Aachen (IHK) sieht im flächendeckenden Ausbau breitbrandiger Infrastruktur ein vordringliches Ziel einer zukunftsorientierten regionalen Standortpolitik. Deshalb bereiten IHK und AGIT (Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer) in enger Kooperation mit Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung den Aufbau einer Breitbandinitiative für die gesamte Region Aachen vor.

"Wir wollen den Bedarf der Unternehmen, aber auch der privaten Nutzer ermitteln und auf dieser Grundlage mit den Telekommunikationsanbietern ins Gespräch kommen", sagt IHK-Geschäftsführer Fritz Rötting. Die IHK unterstützt die regionalen Initiativen durch eine Internetplattform, die konkrete Anforderungen an schnellere Internetanschlüsse sammeln und vorhandene Defizite lokalisieren soll. Diese Informationen bündelt die IHK und stellt sie entsprechenden Unternehmen und Initiativen zur Verfügung. Die IHK Aachen ruft insbesondere alle betroffenen Unternehmen auf, zusätzlichen Bedarf an höheren Internetbandbreiten einzutragen: "Unternehmer und Privatnutzer sollten dieses Angebot nutzen. Nur so können wir Argumente für den Ausbau sammeln", sagt Rötting. Denn die Netze sind Eigentum der Netzbetreiber. Informationen über Abdeckung und Leistungsfähigkeit sind nicht öffentlich verfügbar. Beim Thema Bedarf sieht es mit der Transparenz nicht besser aus. Viele Nutzer haben eigene, oft negative Erfahrungen mit den Service-Hotlines der Telekommunikationsunternehmen. Aber einen Gesamtüberblick hat zurzeit niemand. Genau das wäre aber nötig, um handeln zu können. "Wir wollen, dass Unternehmen und Privatpersonen sich zusammenschließen und so Märkte schaffen für Telekommunikationsanbieter oder IT-Dienstleistungsunternehmen. Aber dafür muss man von einander wissen, und zwar genau von einander wissen", umreißt Fritz Rötting das Ziel.

Damit wird die erste wichtige Grundlage gelegt. Weitere werden folgen, um eine "Breitbandinitiative Region Aachen" zu initiieren. "Entscheidend wird ein konzertiertes Vorgehen der wichtigen regionalen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung sein, um die gesamte 'Technologieregion Aachen' - auch die eher ländlichen Bereiche - fit zu machen für das Informationszeitalter", erklärt Ulrich Schirowski, Abteilungsleiter Regionalentwicklung bei der AGIT. Kammer und AGIT wollen sich gemeinsam dieser wichtigen Koordinations- und Managementaufgabe für die Region stellen.

Die Zukunftsinitiative Eifel ist die ideale Plattform, um einen erfolgreichen Start einer "Breitbandinitiative" zu ermöglichen, denn hier sind alle Kreise, Kommunen, Wirtschaftsförderer und die Kammern zusammengeschlossen. Gemeinsam mit dem Kreis Euskirchen wollen IHK und AGIT am 19. Januar 2009 Lösungsstrategien bei einem Forum zum Auftakt diskutieren.

Die Plattform ist unter der Adresse

www.wirtschaftsregion-aachen-bedarfsatlas-internet.de

oder

www.schnelles-internet-eifel.de

erreichbar.

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