Mehr als 50 Mio. Euro Fördermittel fließen in die Region Aachen
Aachen. An Unternehmen und Hochschuleinrichtungen in der Region Aachen sollen mehr als 50 Mio. Euro Fördermittel fließen. Nicht ohne Stolz verkündeten dies am heutigen Morgen Aachens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden und Carl Meulenbergh, Landrat des Kreises Aachen, im Rahmen einer Pressekonferenz im Aachener Rathaus. Hintergrund: Anfang 2007 hat die EU-Kommission ein Förderprogramm zur Bewältigung des Strukturwandels aufgestellt. Es umfasst den Zeitraum bis zum Jahr 2013.
In Richtung Nordrhein-Westfalen fließen zwei Mrd. Euro und das Land organisiert die Verteilung dieser Mittel auf die Regionen des Landes. Dies regelt das Land über die so genannten Förderwettbewerbe, in deren Rahmen sich die besten Ideen und Konzepte durchsetzen sollen. Und die Besten kommen offensichtlich aus der Region Aachen, denn Aachen hat im Vergleich zu anderen NRW Regionen die meisten - insgesamt 44 Wettbewerbe gewonnen. Linden: „Das zeigt, dass wir nicht nur als Region gut funktionieren, sondern auch, dass wir das Potential der Region derzeit optimal nutzen.“
Lob ging vor allem auch in Richtung der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer AGIT, die den Prozess in der Region auf der Arbeitsebene steuert. Koordiniert werden die zu den Förderwettbewerben angemeldeten regionalen Projekte im Lenkungsausschuss der Regionalkonferenz, den Dr. Manfred Sicking, Co-Dezernent bei der Stadt Aachen und Leiter der Wirtschaftsförderung, koordiniert. Mit dabei sind nicht nur die Stadt und der Kreis Aachen, sondern auch die Kreise Heinsberg, Düren und Euskirchen. Ulrich Schirowski von der AGIT machte im Rahmen der Pressekonferenz darauf aufmerksam, dass bei den meisten Projekten die RWTH Aachen bzw. andere Hochschul- oder Forschungseinrichtungen Hauptantragsteller seien, gleichwohl aber zahlreiche regionale Unternehmen bzw. Institutionen als Partner an den Projekten beteiligt seien.
Für Landrat Carl Meulenbergh liegt der Erfolg der Region darin, dass man alle Partner einbinde, dass der Informationsfluss funktioniere und es einen intensiven Austausch zwischen Landräten und Oberbürgermeister gebe. Die RWTH sei nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Region wichtig. Auch Manfred Sicking sprach von einer „neuen Qualität der Zusammenarbeit“.
Unisono bezeichneten alle Beteiligten diese EU-Förderung als eine Art Konjunkturprogramm, das dem jetzt von der Bundesregierung aufgelegten durchaus vergleichbar sei. Auch hier gehe es um die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen.
Alle blickten auch zuversichtlich in die Zukunft, konnte doch vermeldet werden, dass die Region auch bei den ersten Wettbewerben des Jahres 2009 schon wieder die Nase vorn hat.