Gleich drei Forschungs- und Entwicklungsprojekte der FH_Aachen erhalten eine Förderung vom BMBF - Insgesamt wirbt die FH 710.000 Euro zur Förderung des Informatik-Nachwuches ein
Aachen. Das Jahr fängt gut an für die Informatiker der FH Aachen: Drei ihrer Projekte haben sich beim BMBF-Wettbewerb „Förderlinie Ingenieur 2009 im Fach Informatik“ durchgesetzt. Professorin Ingrid Scholl und Professor Dr. Thomas Ritz vom Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Professor Dr. Volker Sander vom Fachbereich Medizintechnik und Technomathematik freuen sich über Projektförderungen in Höhe von jeweils 250.000 Euro. Ende Februar überreichte der parlamentarische Staatsekretär im Auftrag des BMBF, Thomas Rachel MdB, den drei erfolgreichen Professoren die Urkunden. Die Förderlinie „Ingenieur“ ist Bestandteil des Programms „Forschung an Fachhochschulen“. Mit der diesjährigen Ausschreibung hebt der Wettbewerb auf eine Stärkung des Faches Informatik ab, nachdem in den vergangenen beiden Jahren Maschinenbau und Elektrotechnik unterstützt wurden.
Das Förderprogramm möchte jungen, erstberufenen Professorinnen und Professoren die Möglichkeiten geben, anwendungsorientierte Forschungsthemen der Informatik mit einem Nachwuchsteam zu planen und zu realisieren. Bedingungen sind, dass die Berufung des Fachhochschulprofessors maximal vier Jahre zurückliegt, dass das Projekt in Kooperation mit mindestens einem Unternehmen aus der Branche Informatik durchgeführt wird und dass in das Team Studierende, Absolventen oder Doktoranden eingebunden sind. Die Vorteile liegen auf der Hand: Absolventen können ihre Abschlussarbeit zu bestimmten Teilaspekten des Projektes schreiben. Sie können sich zudem bei der Forschungs- und Entwicklungsarbeit auch auf praktischer Ebene qualifizieren. Für Studierende bieten die Projekte eine Möglichkeit, mit Forschung und Entwicklung in Kontakt zu kommen. Kleine und mittlere Unternehmen aus der Informatik sollen eingebunden werden, um einen echten Praxisbezug sicherzustellen und um das Networking zwischen Fachhochschulen und Industrie zu stärken. Die Einbindung von Universitäten schließlich soll kooperative Promotionen ermöglichen. Die Förderlinie möchte also einen Anreiz und eine Plattform bieten, Netzwerke zu pflegen, Forschungsfelder aufzubauen oder weiterzuentwickeln und Studierende einzubinden. Bis zu vierzig dieser Forschungsprojekte fördert das BMBF pro Ausschreibung.
Bei der Vorbereitung und Durchführung der Projekte können die erstberufenen Professoren von ihren Fachbereichen und der Hochschule unterstützt werden. Um die Vernetzung zwischen den einzelnen Nachwuchsteams zu fördern, ist etwa sechs Monate nach Projektbeginn ein Statusseminar mit einem Workshop geplant.