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24.07.09

Informationsveranstaltung im HIMO für Unternehmer zu aktuellen Förderprogrammen

Monschau. Die Förderpalette ist bunt und für viele Unternehmen zugänglich. Die Veranstaltung der Regionalagentur Aachen in Zusammenarbeit mit dem Innovationszentrum HIMO gibt Einblicke und informiert, mit welchem Programm dem Wettbewerb ein „Schnippchen“ geschlagen werden kann.

Besser ausgebildetes Fachpersonal, optimale Projekte durch professionelle Beratung, finanzieller Spielraum durch Förderung – einige Varianten um sich vom Wettbewerb abzuheben.

Unternehmer und Unternehmerinnen können sich im HIMO Seminarraum über die verschiedenen Programme und Ihre persönlichen Möglichkeiten einer Förderung informieren. Die Veranstaltung findet statt am: Dienstag, 25.08.09, 18:00 Uhr - 20:30 Uhr, HIMO Seminarraum (1. Etage), Am Handwerkerzentrum 1, 52156 Monschau.
In diesem praxisbezogenen Seminar der Regionalagentur Aachen erfahren Interessenten mehr über die „Potenzialberatung“ und die Vorteile des „Bildungsschecks“. Sie erhalten Informationen über die „Bildungsprämie“, könne sich über mögliche „Verbundprojekte“ unterrichten lassen oder informieren sich über das „Regionale Wirtschaftsförderungsprogramm“.
Des Weiteren werden Vorteile einer „Verbundausbildung“ erklärt und der Nutzen der JobPerspektive anschaulich dargestellt.
Die Referenten berichten aus der erfolgreichen Praxis über Vorgehensweisen und erklären die Wege der Antragstellungen.

Anmeldungen unter www.himo.de oder Tel: +49 (0) 2472 /802 58 08.

13.07.09

Aachen China Office fördert erfolgreich Investorenkontakte - Chinesische Unternehmerin aus Ningbo zu Besuch in der Region Aachen

Aachen. Das chinesische Unternehmen WinPower aus Ningbo war diese Woche zu Gast in der Region Aachen, um sich einen Überblick über die Möglichkeiten eines Standorts in Europa zu verschaffen.

Das Unternehmen ist Hersteller von Wind- und Solaranlagen für Privathaushalte, im Agrarbereich für Bewässerungssysteme oder Meerwasser-Entsalzung oder im öffentlichen Raum z. B. für Straßenbeleuchtung oder Ampelanlagen. Die Systeme kommen vor allem dort zum Einsatz, wo kein flächendeckendes Stromnetz vorhanden ist. Die Kleinanlagen können, besonders bei widrigen Witterungsbedingungen oder nach Erdbeben, rasch wieder in Betrieb genommen werden, was in abgelegenen Gebieten lebensrettend sein kann.

Yasmina Wu, Geschäftsführerin bei WinPower, die zu einer großen chinesischen Unternehmensgruppe gehört, hatte bereits im November 2008 bei der offiziellen Eröffnung des Aachen China Office (ACO) in Ningbo AGIT-Geschäftsführer Dr. Helmut Greif kennen gelernt. Der Kontakt zu Aachen wurde im März 2009 bei einer Informationsveranstaltung für chinesische Unternehmer mit Interesse am Standort Region Aachen intensiviert. Auch auf der chinesischen Industriemesse Zhejiang Investment and Trade Show ZJITS in Ningbo im Juni besuchte Wu den Messestand des ACO. Hieraus ergab sich ein erster Besuch in der Region Aachen, um herauszufinden, ob ein Markt für die Produkte des Unternehmens in Europa besteht.

„Wir bereiten uns seit mehreren Jahren auf unser internationales Geschäft vor. Unsere Produkte erfüllen die ISO-Norm und sind CE-zertifiziert, WinPower ist also startklar für den europäischen Markt“, so Yasmina Wu.

Im Rahmen ihres Besuchs traf sie Vertreter von Inno Energie AG, Siemens AG Energy Sector, Novacom GmbH, Valeres Industriebau GmbH, Avantis, Stadt Stolberg und der Hogeschool Zuyd Heerlen. Der dort für das auf dem grenzüberschreitenden Gewerbegebiet Avantis entstehende energieeffiziente „Stadtviertel von morgen“ verantwortliche Professor Ludo Kockelkorn kann sich eine Kooperation mit WinPower gut vorstellen.

„Der Besuch wurde von allen Partnern des Aachen China Office: ECS GmbH, Sparkasse Aachen, Stadt Aachen, IHK Aachen und AGIT gemeinsam gestaltet“, sagte Winfried Kranz, der seitens der AGIT die Planung und Koordination des viertägigen Aufenthalts übernommen hatte.

Yasmina Wu fand den umfassenden Einblick in Projekte und Unternehmen in der Region sehr aufschlussreich. Sie sieht viele geschäftliche Ansatzpunkte und hat auch den Besuch Aachener Sehenswürdigkeiten sehr genossen. „Jeden Tag mag ich Aachen mehr“, sagte sie kurz vor ihrer Abreise.

08.07.09

Meister- und Handwerksdesigner erhalten Abschlusszeugnisse

Aachen. Kompetenz in Gestaltung und Know-how in Unternehmensführung sind für Handwerksbetriebe entscheidende Faktoren im Wettbewerb. Das zeigen die Werdegänge der mehr als 300 Absolventen der Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg. Sie haben Betriebe gegründet oder sind Kooperationen eingegangen und erzielen wirtschaftlichen Erfolg.
Mit Farbenlehre und Formgebung, Kunstgeschichte und Ergonomie haben sich auch 28 junge Handwerkerinnen und Handwerker drei Jahre lang intensiv beschäftigt, deren Examensarbeiten im Mittelpunkt einer Werkschau in der Akademie stehen. Die Palette der Exponate reicht von Möbeln über Essbestecke bis hin zu experimentellen Arbeiten.

Während ihres Studiums hätten die Absolventen des 21. Jahrgangs den Grundstein für eine berufliche Karriere gelegt, sagte Ralf W. Barkey, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für die Region Aachen, bei der Zeugnisübergabe. Er würdigte die kreativen Leistungen der neuen Meister- und Handwerksdesigner, die sich in den Abschlussarbeiten widerspiegeln. 13 von ihnen haben das Angebot wahrgenommen, parallel zu ihrem Studium den Meisterbrief in ihrem Gewerk zu erwerben.

Stipendien erhielten zehn talentierte Studenten aus dem 2. und 4. Semester. Finanziert wurden sie von dem Heinsberger Goldschmied Johannes Hieronimi, der Familie des früheren Kammerpräsidenten Anton Immendorf, der Signal-Iduna-Versicherung und der Stiftergemeinschaft zur Förderung des Handwerks in der Region Aachen.

Der mit 1.000 Euro dotierte Förderpreis ging an den Jahrgangsbesten Pierre-Eloi Bris aus St. Affrique (Frankreich). Er hat Tische und Stühle für eine Nomadenschule entworfen und gefertigt. Ihre austauschbaren Beine erlauben drei verschiedene Arbeitshöhen. Die einfachen Grundformen der Konstruktion, die ohne Dübel oder Beschläge auskommt, lassen sich mit Handgeräten oder per CNC-Fräse herstellen.

Seit ihrer Gründung 1985 hat die Akademie für Handwerksdesign, die 1992 ihr Domizil in dem restaurierten Vierseithof in Aachen-Horbach bezog, dem Wirtschaftszweig immer wieder Impulse gegeben. Sie ist bundesweit das erste Kompetenzzentrum für Handwerksdesign und gilt als führende Adresse in Deutschland, was sich in den Erfolgen ihrer Absolventen niederschlägt. Deren hervorragender Ausbildung ist es zu verdanken, dass sie in Wettbewerben ausgezeichnet und mit Staatspreisen bedacht wurden."Für unsere Wirtschaftsgruppe ist es unverzichtbar, die Fähigkeiten der Meister und Mitarbeiter im Handwerksdesign zu fördern", unterstrich Kammerpräsident Dieter Philipp. Dadurch erhöhten sich ihre Chancen, Gewinn bringende Aufträge zu akquirieren.
Der Studiengang vermittelt den Teilnehmern eine Doppelqualifikation unter dem Leitgedanken "Two in one". Dabei gewinnen sie nicht allein Fertigkeiten in Gestaltung, sondern erlangen auch Kenntnisse im Betriebsmanagement und die fachliche Voraussetzung für die Meisterprüfung. Den Abschluss bilden die anerkannten Fortbildungsprüfungen zum Meister- oder Handwerksdesigner.

05.07.09

Schrödinger-Preis geht an Jülicher Werkstoffexperten

Jülich. Für die Entwicklung eines innovativen Werkstoffes für Wirbelsäulenimplantate werden in diesem Jahr Jülicher Energieforscher und ein Experte der Schweizer Medizintechnikfirma Synthes geehrt. Sie teilen sich den Schrödinger-Preis der Helmholtz-Gemeinschaft und des Stifterverbands. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird auf der Helmholtz-Jahrestagung am 17. September 2009 in Berlin überreicht.

Seit zehn Jahren zeichnen Helmholtz-Gemeinschaft und Stifter­verband mit dem Erwin-Schrödinger-Preis wissenschaftliche und technische Projekte aus, die die Grenzen der Fachdisziplinen überschreiten. Prof. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, zu der das Forschungszentrum Jülich gehört: "Wir zeichnen diese Arbeit von Ingenieuren und Werkstoffwissen­schaftlern deshalb aus, weil sie ein Verfahren aus der Brennstoff­zellentwicklung für eine ganz andere Anwendung optimiert haben. Ihr gemeinsam mit der Industrie entwickeltes Implantat ermöglicht nun Patienten mit schweren Bandscheibenschäden ein schmerzfreies Leben."

In diesem Jahr teilen sich den Preis Dr. Martin Bram, Dr. Hans-Peter Buchkremer und Prof. Dr. Detlev Stöver vom Jülicher Institut für Energieforschung sowie Dr. Thomas Imwinkelried vom Schweizer Unternehmen Synthes. Die Jülicher Material-Experten haben ein patentiertes Herstellungsverfahren entwickelt, um maßgeschneiderte Poren in Werkstoffen zu erzeugen, wie sie etwa bei Hochtemperatur-Brennstoffzellen in der Energietechnik eingesetzt werden.

In enger Zusammenarbeit mit der Firma Synthes wurde das Ver­fahren für den Werkstoff Titan optimiert. Synthes ist Weltmarktführer für Osteosysntese-Produkte. Für medizinische Anwendungen sollen die Poren genau die richtige Größe haben, um Besiedlung durch Knochenzellen zu ermöglichen. Ein poröses Implantat wächst dadurch binnen kurzer Zeit als Ersatz für eine defekte Bandscheibe fest an die benachbarten Wirbel an und sorgt für Stabilität und Schmerzfreiheit. Trotz der hohen Porosität bleibt das Implantat auch unter starker dauerhafter und wiederholter Belastung intakt. Die Firma Synthes vertreibt die Implantate mit dem Jülicher Know-how unter dem Markennamen "PlivioPore".

Prof. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungs­zentrums Jülich, gratulierte den Preisträgern. Er freue sich über den erneuten Beweis, dass innovative Impulse aus Jülich zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. Mitarbeiter des Forschungszentrums Jülich erhielten bereits 2002 und 2005 den Schrödinger-Preis für die Effizienzsteigerung von Tensiden bzw. die Entwicklung eines neuartigen Hirnschrittmachers.

02.07.09

Gesundheitsregion Aachen – Grenzenüberschreitende Gesundheitswirtschaft - Erstes Treffen der Steuerungsgruppe Gesundheitswirtschaft

Region Aachen. Die Gesundheitsregion Aachen nimmt weiter Fahrt auf: Soeben wurde eine regionale Steuerungsgruppe „Gesundheitswirtschaft“ ins Leben gerufen. Ihre Aufgabe: Begleitung und Beratung des regionalen Lenkungsausschusses. Die wirtschaftliche und technologische Entwicklung der Region soll vorangetrieben, gemeinsame Projekte sollen entwickelt werden und die Region Aachen im Wettbewerb der Regionen zusätzliches Profil gewinnen. Der Steuerungsgruppe gehören Vertreter aus Wirtschaftsförderung, Hochschulen und Politik sowie zahlreiche Fachleute der Gesundheitswirtschaft an.

Die erste Sitzung fand kürzlich im Gartensaal des REGIO Aachen e. V. statt. Eingeladen hatten dazu die AGIT mbH als regionale Wirtschaftsförderungsagentur, die Regionalagentur Aachen sowie der REGIO Aachen e. V.. Als Partner für die Abstimmung und Koordination der Zusammenarbeit in der Region und über die Staatsgrenzen hinweg sind die drei Institutionen am Aufbau der Gesundheitsregion Aachen federführend beteiligt und dienen den Akteuren als Ansprechpartner.

„Gesundheitswirtschaft in der Region Aachen hat vor allem auch eine besondere arbeitsmarkt- und strukturpolitische Bedeutung“, stellte AGIT-Geschäftsführer Ulrich Schirowski heraus. Schon heute arbeiten mehr als 71 000 Menschen in der gesamten Region in den unterschiedlichen Bereichen der Gesundheitswirtschaft – Tendenz steigend. Vor allem aufgrund der geballten medizin- und biotechnologischen Kompetenzen gehört die Region Aachen schon heute zu den führenden Standorten der NRW-Gesundheitswirtschaft. Mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft – auch in Kooperation mit Belgien und den Niederlanden – verfügt sie über herausragende Stärken für eine zukunftsorientierte euregionale Wirtschaftsentwicklung.

Nicht zuletzt deshalb hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS) die Region Aachen im vergangenen Jahr als eine der sechs „Gesundheitsregionen“ in NRW ausgewählt. Die fokussierten Entwicklungsfelder sind dabei neben der Medizintechnik/Life Science, dem so genannten „Zweiten Gesundheitsmarkt“ mit einem Schwerpunkt auf dem Gesundheitstourismus und dem Komplex Pflege und Patientenversorgung, auch die Querschnittsbereiche Arbeit und Bildung sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Wer sich am Aufbau der Gesundheitsregion beteiligen und die Region unterstützen möchte, ist herzlich willkommen.