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Meister- und Handwerksdesigner erhalten Abschlusszeugnisse

Aachen. Kompetenz in Gestaltung und Know-how in Unternehmensführung sind für Handwerksbetriebe entscheidende Faktoren im Wettbewerb. Das zeigen die Werdegänge der mehr als 300 Absolventen der Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg. Sie haben Betriebe gegründet oder sind Kooperationen eingegangen und erzielen wirtschaftlichen Erfolg.
Mit Farbenlehre und Formgebung, Kunstgeschichte und Ergonomie haben sich auch 28 junge Handwerkerinnen und Handwerker drei Jahre lang intensiv beschäftigt, deren Examensarbeiten im Mittelpunkt einer Werkschau in der Akademie stehen. Die Palette der Exponate reicht von Möbeln über Essbestecke bis hin zu experimentellen Arbeiten.

Während ihres Studiums hätten die Absolventen des 21. Jahrgangs den Grundstein für eine berufliche Karriere gelegt, sagte Ralf W. Barkey, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für die Region Aachen, bei der Zeugnisübergabe. Er würdigte die kreativen Leistungen der neuen Meister- und Handwerksdesigner, die sich in den Abschlussarbeiten widerspiegeln. 13 von ihnen haben das Angebot wahrgenommen, parallel zu ihrem Studium den Meisterbrief in ihrem Gewerk zu erwerben.

Stipendien erhielten zehn talentierte Studenten aus dem 2. und 4. Semester. Finanziert wurden sie von dem Heinsberger Goldschmied Johannes Hieronimi, der Familie des früheren Kammerpräsidenten Anton Immendorf, der Signal-Iduna-Versicherung und der Stiftergemeinschaft zur Förderung des Handwerks in der Region Aachen.

Der mit 1.000 Euro dotierte Förderpreis ging an den Jahrgangsbesten Pierre-Eloi Bris aus St. Affrique (Frankreich). Er hat Tische und Stühle für eine Nomadenschule entworfen und gefertigt. Ihre austauschbaren Beine erlauben drei verschiedene Arbeitshöhen. Die einfachen Grundformen der Konstruktion, die ohne Dübel oder Beschläge auskommt, lassen sich mit Handgeräten oder per CNC-Fräse herstellen.

Seit ihrer Gründung 1985 hat die Akademie für Handwerksdesign, die 1992 ihr Domizil in dem restaurierten Vierseithof in Aachen-Horbach bezog, dem Wirtschaftszweig immer wieder Impulse gegeben. Sie ist bundesweit das erste Kompetenzzentrum für Handwerksdesign und gilt als führende Adresse in Deutschland, was sich in den Erfolgen ihrer Absolventen niederschlägt. Deren hervorragender Ausbildung ist es zu verdanken, dass sie in Wettbewerben ausgezeichnet und mit Staatspreisen bedacht wurden."Für unsere Wirtschaftsgruppe ist es unverzichtbar, die Fähigkeiten der Meister und Mitarbeiter im Handwerksdesign zu fördern", unterstrich Kammerpräsident Dieter Philipp. Dadurch erhöhten sich ihre Chancen, Gewinn bringende Aufträge zu akquirieren.
Der Studiengang vermittelt den Teilnehmern eine Doppelqualifikation unter dem Leitgedanken "Two in one". Dabei gewinnen sie nicht allein Fertigkeiten in Gestaltung, sondern erlangen auch Kenntnisse im Betriebsmanagement und die fachliche Voraussetzung für die Meisterprüfung. Den Abschluss bilden die anerkannten Fortbildungsprüfungen zum Meister- oder Handwerksdesigner.

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