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Der Fachbereich Wirtschaftsförderung kooperiert mit der RWTH Aachen, um Unternehmensstrukturen in Aachen-Ost zu analysieren

Aachen. In Kooperation mit der RWTH nimmt die Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen jetzt eine Bestandsaufnahme der Unternehmen in Aachen-Ost in Angriff. Im Mittelpunkt stehen dabei ethnische und kulturelle Aspekte der einzelnen Unternehmen. Gerade Unternehmen mit Gründern anderer Nationalitäten seien oft instabil und bedürften der Unterstützung, meint Dr. Carmelita Lindemann als Teamkoordinatorin der Unternehmensförderung des Fachbereichs für Wirtschaftsförderung. Bürokratische Hemmnisse und Sprachprobleme erschwerten oft ein erfolgreiches Agieren der Firmen. Um die Entwicklungspotentiale des Ostviertels zu identifizieren und für die gezielte Wirtschaftsförderung zu nutzen, soll deshalb jetzt zunächst eine empirische Basis geschaffen werden.

25 Studenten des Geographischen Instituts der RWTH Aachen werden ab übernächster Woche durch die Straßen des Ostviertels ziehen und eine Liste der existierenden Unternehmen erstellen, wobei sie ihr Augenmerk speziell auch auf die Nationalität der jeweiligen Gründer richten. In einer zweiten Phase des Projekts werden die Unternehmen mittels eines noch zu erstellenden Fragebogens näher analysiert. Abgefragt werden voraussichtlich Daten zur Ausbildung, Qualifizierung, Zahl der Mitarbeiter, Größe des Betriebs und zum Umsatz, so Marco Trines vom Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie der RWTH Aachen. Der endgültige Fragebogen werde innerhalb des Projektes aber erst noch erarbeitet.

Die erhobenen Daten werden anonymisiert und nach den Richtlinien des Datenschutzes in die Erstellung des Projektberichtes einfließen. Sie sollen Aufschluss darüber geben, welche Branchen im Ostviertel besondere Bedeutung haben, welche Stärken und Schwächen erkennbar sind und ob besonders innovative und kreative Unternehmen existieren. Die ermittelten Daten dienen letztendlich auch als Basis, um gezielt auf die Unternehmen zugehen zu können und ihnen mit konkreten Hilfsangeboten und Verbesserungsvorschlägen auf die Sprünge zu helfen. Den Studenten bietet das Projekt laut Marco Trines die Möglichkeit, ihr Studium mit Erfahrungen aus der Praxis zu bereichern und erste Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern zu knüpfen. Entsprechend groß sei ihre Motivation, sagen die teilnehmenden Studenten.

Der Fachbereich Wirtschaftsförderung hofft jetzt auf eine rege Teilnahme seitens der Unternehmen. Seit März dieses Jahres hat die Wirtschaftsförderung eine Dependance in Aachen-Ost mit Büros auf dem Gelände der ehemaligen Rheinnadel-Fabrik am Reichsweg 19 bis 42. In einem bis zum Ende Januar 2010 laufenden Projekt steht die wirtschaftliche Stärkung des Ostviertels im Mittelpunkt. Die Arbeit zentriert sich auf drei Handlungsfelder: die Förderung von Jugendlichen am Übergang Schule-Beruf, lokale und speziell ethnische Ökonomie sowie Ansiedlungsförderung in Aachen-Ost. In diesem Sinne wird die Wirtschaftsförderung nun in Kooperation mit dem Geografischen Institut der RWTH Aachen die Bestandsaufnahme der ansässigen Unternehmen und deren anschließende Befragung durchführen.

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