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06.12.10

Echtzeitfähigkeit in Produktion und Logistik - Informationsmanagementtagung liefert Lösungsansätze für die Zukunft der Produktion und Logistik

Aachen. Das FIR an der RWTH Aachen veranstaltet in Kooperation mit dem "Verband für Automatische Identifikation, Datenerfassung und mobile Datenkommunikation" (AIM-D), dem "Bundesverband IT-Mittelstand" (BITMi), dem "Bundesverband mittelständische Wirtschaft" (BVMW) und der "GS1 Germany GmbH" die 3. Aachener Informationsmanagementtagung.

Die Veranstaltung findet vom 1. bis zum 2. Februar 2011 in Aachen statt und richtet sich an Unternehmen, die sich mit dem Thema "Echtzeitfähigkeit in Produktion und Logistik durch intelligente Objekte und effiziente Informationslogistik" befassen oder befassen möchten.

Ursprünglich wurde die FIR-Tagung unter dem Namen "EDI-Convention" geführt, wobei der englische Begriff "Electronic Data Interchange" - kurz EDI -für den elektronischen Informationsaustausch zwischen Unternehmen steht. "Auf der Aachener Informationsmanagementtagung werden zu dem unternehmensübergreifenden Informationsaustausch auch die Themen Datenaufbereitung, -bereitstellung und -nutzung innerhalb eines Unternehmens betrachtet", erklärt Jan-Henrik Dornberg, wissenschaftlicher Mitarbeiter am FIR und Mitorganisator der Veranstaltung.

Die Tagung besteht aus einem Rund-um-Paket aus praxisorientierten Fachvorträgen von Vertretern aus Forschung und Industrie, wie beispielsweise des IT-Leiters der Gerry Weber international AG Christian von Grone sowie einer Ausstellung verschiedener Anbieter von RFID-Systemen, Sensorik und Middleware.

Die Veranstaltung bietet den Teilnehmern eine Plattform, um Branchenkontakte zu knüpfen, sich eine Marktübersicht zu verschaffen und Erfahrungen über den Einsatz von "Smart Objects" in Produktion und Logistik auszutauschen. Diese "Smart Objects" sind an der Ware angebrachte Tags zur Radiofrequenzidentifikation, mit denen man Erzeugnisse über die gesamte Lieferkette verfolgen kann. Somit weiß der Endkunde immer, wo seine Ware ist, wann er mit der Lieferung rechnen kann und wo es eventuell zu Engpässen kommt.

Die Aachener Informationsmanagementtagung eröffnet zudem einen Ausblick auf die Entwicklung von Echtzeitfähigkeit in der Datenverarbeitung auf Forschungsseite. Den Höhepunkt bildet die Eröffnung des Smart-Objects-Innovation-Labs in den Institutsräumen des FIR. Das Testlabor ist Teil des RWTH-Campus-Clusters "Logistik". Die Tagungsteilnehmer haben bei der Eröffnung die Gelegenheit, Echtzeitfähigkeit life zu erleben. Sie können in dem Labor mit den Wissenschaftlern des FIR testen, wie sich durch den Einsatz intelligenter Objekte die Informationslogistik in Unternehmen optimieren lässt. Dazu präsentiert das FIR seine erste Fallstudie, die auf dem zukünftigen RWTH Aachen Campus im Cluster Logistik weiter erforscht wird.

Die Teilnahme an der Aachener Informationsmanagementtagung kostet 245 Euro. Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung sind online abrufbar. www.aachener-informationsmanagementtagung.de

25. DGKK-Workshop in Aachen fördert den Technologietransfer in Deutschland

Aachen. In einer zweitägigen Fachtagung werden sich Experten im SuperC der RWTH Aachen mit der Epitaxie beschäftigen, einer speziellen Form des Kristallwachstums und ein bewährtes Verfahren in der Halbleiterproduktion. Mit dem Workshop „Epitaxie von III/V-Halbleitern“ am 9. und 10. Dezember begeht der Arbeitskreis Epitaxie der Deutschen Gesellschaft für Kristallwachstum und Kristallzüchtung e.V. (DGGK) sein 25-jähriges Jubiläum. Bis heute sind aus dem Diskurs wissenschaftlicher Grundlagen zu diesem Themengebiet etliche Arbeitsprojekte, High-Tech-Produkte und -Firmen hervorgegangen, die international erfolgreich sind. Ausrichter der Veranstaltung sind die RWTH (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule) Aachen und die AIXTRON AG.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Fachtagung der „Epitaktiker“ stehen die neuesten Entwicklungen und Ergebnisse im Bereich der Optoelektronik – wie lichtemittierende Dioden (LEDs) für die Beleuchtungsindustrie, Nanotechnologie, Photonik und Solartechnik. Erwartet werden rund 150 Teilnehmer/innen aus Hochschulen, Forschungsinstituten und Industrie aus ganz Deutschland.

Für den Nachwuchs geht es an beiden Tagen um die Bewährungsprobe auf dem wissenschaftlichen Parkett. „Der Workshop dient auch als nationales Forum, bei dem Doktoranden Gelegenheit haben, ihr Wissen erstmals einem renommierten Fachpublikum vorzustellen. Dabei gilt es natürlich auch, sich als potenzielle Mitarbeiter zu präsentieren“, so Dr. rer. nat. Holger Kalisch, Oberingenieur am Institut für Theoretische Elektrotechnik der RWTH Aachen.
„Hinter den Workshop-Themen steckt eine hohe Wertschöpfung für Deutschland“, sagt Professor Michael Heuken, Vice President für Forschung und Entwicklung bei AIXTRON und außerplanmäßiger Professor an der RWTH Aachen. Er leitet den DGKK-Arbeitskreis Epitaxie seit vielen Jahren. „Unternehmen wie Osram, Philips, Infineon und viele Firmen aus Asien wie Samsung oder Nichia verwenden die hier diskutierte Technologie. Die Ausstellung während des Workshops nutzen viele Firmen, um direkt in Kontakt mit Kunden zu kommen. Sie schaffen so Arbeitsplätze und sind auf dem Weltmarkt erfolgreich.“

Gemäß einer Studie von Optech Consulting sollen photonische Produkte im Jahr 2015 weltweit einen Umsatz von rund 439 Milliarden Euro erzielen. Neben den traditionellen Anwendungen entfalten optische Technologien enorme Wachstumspotenziale im Bereich der Solartechnik, Medizin, Life Sciences, in der modernen Beleuchtungstechnik mit LEDs oder der Nanotechnologie.

Intensiver wissenschaftlicher Austausch und langjährige enge Beziehungen verbinden auch RWTH Aachen und AIXTRON. 1983 als Spin-off der RWTH hervorgegangen, ist AIXTRON heute ein innovatives High-Tech-Unternehmen, das mit Beschichtungsanlagen für die Halbleiterindustrie weltweit Marktführer ist. „Die Verbindung sowie der kontinuierliche Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie ist immens wichtig, um im internationalen High-Tech-Markt bestehen zu können“, so Professor Heuken

Ausstellende Firmen beim DGKK-Workshop im SuperC der RWTH Aachen sind neben AIXTRON auch AkzoNobel, Centrotherm, CrystAl-N, CS Clean Systems, Dockweiler Chemicals, DOW Electronic Materials, GCE DruVa, KITEC, LayTec, MaTecK, MDC Vacuum, PANalytical, Rainer Lammertz, SAFC Hitech, Wafer Technology, WEP Control und Winder. Die Teilnehmer haben außerdem die Möglichkeit, AIXTRON und die RWTH Aachen zu besichtigen.


Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Institut für Theoretische Elektrotechnik
Dr. rer.nat. Holger Kalisch
Sommerfeldstr. 24
52056 Aachen
Telefon: 0241 80 27761
E-Mail: kalisch@ithe.rwth-aachen.de

AIXTRON AG
Prof. Dr. Michael Heuken
Kaiserstr. 98
52134 Herzogenrath
Telefon: 0241 8909 154
E-Mail: heuken@gan.rwth-aachen.de
Weitere Informationen:
http://www.gan.rwth-aachen.de/dgkk/