MAGMA präsentiert wirtschaftlichen Nutzen der Gießprozess-Simulation auf der GIFA 2011 - „Mitten Im Guss“
Aachen. Die MAGMA GmbH, Aachen, präsentiert auf der 12. Internationalen Gießerei-Fachmesse GIFA (28.6. – 2.7.2011) in Düsseldorf Innovationen rund um die Gießprozess-Simulationssoftware MAGMA5. Die Lösung ist die neueste Generation der bereits 1989 am Markt positionierten ersten praxistauglichen Software für Gießprozess-Simulation. Heute ist es die weltweit am weitesten verbreitete Applikation, mit der Gießereien und Gussteil-verwendende Unternehmen die gesamte Gussteilfertigungskette optimieren.
Im Mittelpunkt des MAGMA-Messeauftritts auf dem 300-qm-Stand (Halle 12, Stand 12A16) steht die neue Version 5.2 von MAGMA5 mit zahlreichen neuen und optimierten Modulen, um Gießprozesse simulationsbasiert zu optimieren. Ein weiteres Schwerpunkthema wird die autonome Optimierung von Gießprozessen sein. Autonome Optimierung heißt, dass die Software unter Verwendung genetischer Algorithmen durch zahlreiche hintereinander geschaltete Simulationen selbstständig die beste Lösung für eine gießtechnische Fragestellung sucht.
Als Teilnehmer der Initiative ecoMetals zeigt MAGMA anhand einer Reihe von Praxisbeispielen, wie sich durch die konsequente Nutzung der Gießprozess-Simulation die Energie- und Rohstoffeffizienz in Gießereien erheblich steigern lässt. Mit der Initiative fördert die Messe Düsseldorf die Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren für eine
effizientere Energienutzung.
MAGMA5 - optimierte Realität
Mit MAGMA5 5.2 werden zahlreiche neue Simulationsmöglichkeiten vorgestellt: Neue Prozessmodi für Kokillenguss, Niederdrucksand- und
-kokillenguss oder Druckguss (sowohl Warm- als auch Kaltkammerverfahren) ermöglichen verfahrensspezifische Prozessdefinitionen im Detail. Dabei unterstützt die Software die Prozessauslegung auch durch die virtuelle Steuerung von Prozessgrößen während der Berechnung.
Auf der GIFA zeigt MAGMA darüber hinaus ihre neuesten Entwicklungen, die Gussteileigenschaften von Aluminium, Gusseisen oder Stahlguss im Gusszustand und nach der Wärmebehandlung mittels Gefügesimulation quantitativ ermitteln. MAGMA5 erlaubt jetzt die Vorhersage von Sand- und Reoxidationseinschlüssen aufgrund der Formfüllung und sagt Formstofffehler voraus. MAGMAnonferrous berechnet Gefüge und Eigenschaften für Aluminiumwerkstoffe unter Berücksichtigung der Metallurgie, Impftechnik und des Wasserstoffgehaltes in der Schmelze. MAGMAiron sagt die Gefüge für Gusseisenwerkstoffe von der Graphitausbildung bis hin zur Verteilung des Grundgefüges voraus. MAGMAsteel berechnet Makroseigerungen in Stahlguss und das Gefüge aus der Wärmebehandlung.
Autonome Optimierung ist die Zukunft
Bei der autonomen Optimierung nutzt der Gießer die Simulation in Kombination mit genetischen Algorithmen, um Qualitäts- und Kostenziele zu verfolgen. Die autonome Optimierung geht von der Startgeneration eines Gießsystems aus, das durch aufeinanderfolgende Simulationen und Vererbung der Eigenschaften, die zu den besten Ergebnissen führen, kontinuierlich optimiert wird. So macht die autonome Optimierung Vorschläge für die richtige Gießtechnik oder für bestmögliche Prozessparameter. Die virtuelle Versuchsgießerei im Computer ermöglicht Parametervariationen und systematische Untersuchungen von Einflussgrößen bis hin zum Optimum. Auf Basis der physikalischen Grundlagen von MAGMA5 sucht das Programm die bestmöglichen Bedingungen für Anschnittdimensionierung, Anschnittpositionen, aber auch für die Lage von Speisern und Kühlkokillen und ihre optimale Größe.
Anhand von Beispielen aus der Industrie zeigt MAGMA die heutigen Möglichkeiten und gibt einen Ausblick in die Zukunft der Optimierung.
MAGMA - Vielseitig engagiert
Auf dem begleitenden WFO Technical Forum halten MAGMA-Referenten Vorträge zu den Themen Aluminiumguss, Sandkernherstellung und Optimierung. Auf der parallel stattfindenden Messe NewCast sprechen die Simulationsexperten über Vorhersage von Eigenspannung und Verzug von Eisenguss-Bauteilen.
Zusätzlich ist MAGMA auf einem weiteren, eigenen Messestand (12A15) im Rahmen des Get-In-Form-Projekts „Jugend-Technik-Zukunft“ präsent. Dort wird Schülern, Studienanfängern und Auszubildenden die Attraktivität der gesamten Branche für qualifizierte Fachkräfte anhand interaktiver, spielerischer Elemente näher gebracht.